Foto: TV Alsfeld

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Amelie Hölscher mit KarrierebestleistungErster Sieg war greifbar nahe

ALSFELD (ol). Viel vorgenommen und sogar auf den ersten Saisonsieg gehofft hatten die Damen des TV Alsfeld im Duell mit dem Tabellenvorletzten aus Butzbach. Dazu musste aber eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Spiel her. Dabei stand die Austragung auf der Kippe, waren doch die angesetzten Schiedsrichter nicht erschienen.

In der Pressemitteilung des TV Alsfeld heißt es, als Schiedsrichter sind kurzfristig Katharina Deisenroth und Andi Scheuermann eingesprungen, sodass das Spiel noch stattfinden konnte. Von Beginn an merkten die zahlreichen Zuschauer, dass heute an ganz anderes Team auf dem Feld stand. Gleich mit dem ersten Angriff erzielte Amelie Hölscher die Führung und glich wenig später den 2:6-Rückstand aus. Insgesamt gelangen ihr unglaubliche 10 Punkte im ersten Abschnitt. Ausschlaggebend war hierfür aber die aggressive Defense und die daraus resultierenden Fastbreaks. Im fünften Spiel gelang dem TVA somit erstmals, ein Viertel zu gewinnen.

Unerklärlich sei dann allerdings die Passivität in der Verteidigung in den zweiten 10 Minuten gewesen. Butzbach drehte die Partie (20:24) hauptsächlich durch Aktionen unter dem Korb. Genau diese wollte man auf Seiten der Gastgeberinnen verhindern. Auch hatte der Coach vor dem Spiel vor der Distanzschützin der Gäste gewarnt. Vergeblich, denn die Aufbauspielerin traf innerhalb von drei Minuten drei Dreier zum 23:33. Die Halbzeit nutzte der Coach, um sein Team neu einzustellen. Die Verteidigung funktionierte bisher gut, es fehlte nur die letzte Konsequenz, um die zweiten Chancen besser zu verteidigen oder gar zu verhindern.


Zudem sollte wieder mehr Druck auf den Spielaufbau ausgeübt werden. Leider blieb es bei den guten Vorsätzen. Denn bis Alsfeld den ersten Punkt der zweiten Halbzeit erzielte, hatte Butzbach bereits deren 13 zu verbuchen. Damit war beim 24:48 (26.) eigentlich die Entscheidung gefallen. Mit Minus 21 ging der TVA ins letzte Viertel.
Plötzlich stand eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld. Zunächst erzielte Butzbach das 34:57, doch dann drehte Alsfeld auf. Alle Vorgaben wurden umgesetzt. Die Gegner wurden ausgeblockt, Rebounds erobert und Fastbreaks gelaufen.

Dreieinhalb Minuten vor dem Ende war nach einer 14:0-Serie der Rückstand auf unter 10 Punkte geschmolzen (48:57). Leider war die Foulbelastung auf Alsfelder Seite zu hoch, um den Druck weiter in diesem Maße aufrechtzuerhalten. Butzbach konnte oft nur mit Fouls gestoppt werden und verwandelte die fälligen Freiwürfe zur Entscheidung. Alsfeld dagegen vergab in den Schlussminuten fünf Chancen von der Linie. Insgesamt fanden nur 9 von 28 Freiwürfen ihr Ziel. Trotz der ärgerlichen Niederlage hat das Team Moral gezeigt und sich aus fast aussichtsloser Position zurück ins Spiel gekämpft.

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