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Anerkennungsprämien des Landes Hessen an Rotkreuzhelfer verliehenSchon 1966 bei Flutkatastrophe in Florenz geholfen

ATZENHAIN (pw). Erstmals im Vogelsbergkreis wurden am Freitagabend mehrere Anerkennungsprämien des Landes Hessen an verdiente Rotkreuzhelfer verliehen. Insgesamt 23 im Katastrophenschutz engagierte Frauen und Männer erhielten die Prämie persönlich aus den Händen von Landrat Manfred Görig verliehen.

„Das DRK ist immer zur Stelle, wenn Not am Menschen ist“, sagte Görig. Er erinnerte unter anderem an die Hilfe der Katastrophenschutzeinheiten im Rahmen der Flüchtlingssituation. „Die Anzahl der Prämien zeigt das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes im Katastrophenschutz“, sagte Görig.

Der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Hans Ulrich Lipphardt sprach von langen Verdiensten der Rotkreuzhelfer im Katastrophenschutz des Landes Hessen. Er hob die Beständigkeit des Engagements und die Selbstlosigkeit der Prämierten hervor. „Es ist gut, dass das Land Hessen die Anerkennungsprämien für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz per Erlass rückwirkend erhöht hat“, sagte Lipphardt. Der DRK-Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann machte dazu deutlich: „Das sind alles Helfer, die lange für das Rote Kreuz unterwegs waren“. Aus seiner Sicht ist das Ehrenamt für die Zukunftsaufgaben im Katastrophenschutz unerlässlich.


Für 57 aktive Jahre ausgezeichnet

Mit Blick auf die Vergangenheit berichteten die Geehrten von einigen Hilfseinsätzen, an denen sie beteiligt waren. So beispielsweise Rudi Geißler, der für 57 aktive Jahre ausgezeichnet wurde. Er half beispielsweise schon im Jahr 1963 bei einem Katastrophenschutzeinsatz im italienischen Florenz mit. Damals war der Fluss Arno über die Ufer getreten und überflutete die Innenstadt, die Rotkreuzhelfer sorgten für den Aufbau einer Trinkwasserversorgung mit Filtern.

Der für 30 aktive Jahre geehrte Frank Schäffer erinnerte sich an das Jahrhunderthochwasser 2002 an der Mulde zurück, bei dem die Rotkreuzhelfer mit einfachsten Hilfsmitteln für großen Dank sorgen konnten. Weitere Einsätze, an die sich die geehrten Rotkreuzhelfer erinnerten, war die Versorgung von Flüchtlingen aus der Prager Botschaft um 1988, die Hessentage seit 1961 sowie die Hilfen bei Flutkatastrophen wie in Passau und Deggendorf.

Für mehr als 40 Jahre aktives Engagement wurden Helmut Schneider, Heidrun Ott, Dr. Robert Ruckelshausen, Rudi Geißler, Elke Schneider, Helmut Reitz, Bernd Schulz, Klaus Jäger, Manfred Hasemann, Dr. Dieter Ladwig, Margot Kraft, Walter Pohl, Charlotte Pohl, Veit-Hans Borgmann und Wilhelm Spamer prämiert. Weitere Prämien erhielten Frank Schäffer, Herbert Dörr, Holger Zinkler (alle 30 Jahre), Birgit Sprankel, Timo Buchner (beide 20 Jahre), Klaus-Peter Schmidt, Sabrina Freitag und Christian Stock (alle zehn Jahre).

Die Verleihung der Prämien mit einer Summe von über 10.000 Euro war Bestandteil des Programms der jährlichen Weihnachtsfeier des DRK-Kreisverbandes, die in diesem Jahr unter der Regie von Frank Schäffer im DRK-Heim Atzenhain stattfand. Wie die Plätzchen gehörte in diesem Jahr auch ein Gedichtvortrag von Margot Buchner dazu. Im Rahmen der Veranstaltung informierte Landrat Manfred Görig, dass ab dem 1. Januar 2019 ein neues Amt für die Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung eingerichtet wird. Wie Görig sagte, sei das ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung. Er hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gefahrenabwehr hervor: „Ohne Ehrenamtliche geht es nicht“.

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