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Kandidat für den Bundesparteivorsitz der CDU im PropsteihausFriedrich Merz zu Gast in Petersberg

PETERSBERG (ol). Das Rennen um den Parteivorsitz der CDU hat bereits mit der Ankündigung Merkels, nicht erneut für diesen Posten zu kandidieren, angefangen. Am 4. Dezember kommt einer der Anwärter, Friedrich Merz, ins Propsteihaus nach Petersberg. Ausgegangen ist die Einladung von MIT Hessen, MIT-Kreisverband Fulda und dem CDU-Kreisverband Fulda.



Das berichten Osthessen-News und die Fuldaer Zeitung übereinstimmend unter Berufung auf eine Pressemitteilung. Demzufolge soll Merz drei Tage vor dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg einen Abstecher in den Nachbarlandkreis machen. Die jeweiligen Vorsitzenden der einladenden Verbände freuten sich, dass der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion zugesagt habe. Marco Reuter, der Vorsitzende der MIT Hessen, die sich auf Landesebene mit überwältigender Mehrheit für den Kandidaten aussprach, zeigt sich besonders erfreut: „Friedrich Merz ist mit seiner Wirtschaftskompetenz für uns der beste Kandidat“.

Nach Spahn und Kramp-Karrenbauer nun auch Merz

Nach dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt nun auch der dritte Anwärter auf den Parteivorsitz nach Fulda. „Deswegen sind wir begeistert, dass uns Friedrich Merz zugesagt hat und die einzige große Veranstaltung mit ihm vor dem Bundesparteitag in Hamburg bei uns in Petersberg stattfindet.“, so der Vorsitzender des MIT-Kreisverbandes Fulda, Jens Diener, zum anstehenden Besuch von Merz. MIT steht für die Abkürzung Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

Themen bei Merz‘ Besuch werden unter anderem sein Comeback in die Politik sowie aktuelle und zukünftige Themen der Partei seien. Es soll die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Markus Meysner, der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Fulda, sieht die Bedeutung der Region durch den Besuch des Kandidaten bestärkt: „Einmal mehr zeigt es sich, dass wir in der Region Fulda für CDU und MIT etwas Besonderes sind. Wir haben Friedrich Merz bei der Bundes-CDU vorgeschlagen, jetzt kommt er zu uns. Wir sind gespannt und freuen uns natürlich!“

Er ist einer der Kandidaten für den Parteivorsitz der CDU: Friedrich Merz. Foto: CDU/Laurence Chaperon

Die Veranstaltung ist allerdings nur exklusiv für Mitglieder der CDU und der MIT. Die Wahl des Parteivorsitzen sei eine parteiinterne Angelegenheit und Mitgliedschaft solle auch ein Mehrwert sein, begründen die Vorsitzenden der Einladenden die Exklusivität der Veranstaltung.

Friedrich Merz in Petersberg
Datum: Dienstag, 04. Dezember 2018
Ort: Propsteihaus Petersberg, Rathausplatz 1, 36100 Petersberg.
Einlass: 18 Uhr, Beginn ist um 19 Uhr.

Ab sofort kann man sich online unter Anmeldelink: www.formular.io/f/Merz041218/ oder telefonisch unter 0661 93407-0 (mo-fr von 09-13 Uhr) anmelden.

3 Gedanken zu “Friedrich Merz zu Gast in Petersberg

  1. >> Merz hatte in seiner politisch aktiven Zeit seine Finger in der Wirtschaft und nutzte als von Merkel brüskierter „Aussteiger“ weiterhin seine Kontakte zur Politik. <<
    Merz ist der "ewige Lobbyist". Detaillierte Belege findet man unter https://www.nachdenkseiten.de/?p=46793!

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  2. „Themen bei Merz‘ Besuch werden unter anderem sein Comeback in die Politik sowie aktuelle und zukünftige Themen der Partei seien.“
    Merz hatte in seiner politisch aktiven Zeit seine Finger in der Wirtschaft und nutzte als von Merkel brüskierter „Aussteiger“ weiterhin seine Kontakte zur Politik. Allein an der Vielzahl seiner Aufsichtsratsposten, teilweise verbunden mit einem Doppel-Mandat als Aufsichtsrat und Firmen-Justitiar, kann man ablesen, dass es Merz keinerlei Mühe bereitet, auf allen Hundehochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Funktioniert wie beim manipulierten Spielautomaten: Als Politiker schmeißt man das Geld ein, dann geht man kurz mal auf die Toilette, und als „Ausgestiegener“ (Rechtsanwalt, Vortragsredner etc.) kassiert man später den Gewinn, den der Automat nach einer „Schamfrist“ ausspuckt. Siehe Ex-Kanzler Schröder, siehe Ex-Finanzminister Steinbrück, siehe Ex-Bundesminister für besondere Aufgaben und Ex-Chef des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla. Gemeinsam ist allen diesen Parvenüs die feine Nase für das, was angeblich nicht stinkt.

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  3. „Friedrich Merz ist mit seiner Wirtschaftskompetenz für uns der beste Kandidat.“
    Also Wirtschaftskompetenz in der Politik ist etwas ganz anderes als Wirtschaftskompetenz in der Privatwirtschaft. Siehe Donald Trump. Aber offensichtlich funktioniert Trump auch in Deutschland, oder sagen wir im Landkreis Fulda.
    Im wirklichen Leben redet Fritze Merz sich gerade um Kopf und Kragen, was seine Wahlchancen als CDU-Bundesvorsitzender betrifft. Die Tendenz geht doch derzeit eindeutig in Richtung Mutti II, Ausführung röm.-kath.
    Meiner Meinung nach wird Merz ohnehin überschätzt. Es ist gar nicht so schwer, als Rechtsanwalt reich zu werden, wenn man die richtigen Klienten vertritt. Ganz zu schweigen von der Dotierung von Vorstandsposten. Wenn da Kompetenz und Dotierung etwas miteinander zu tun hätten, schriebe die Deutsche Bank noch ganz dicke schwarze Zahlen.
    Für die Wirtschaft ist ein Friedrich Merz m.E. doch nur wegen seiner Kontakte tief in die noch regierende CDU hinein von Interesse. Man hofft, er werde auch in politischen Ämtern weiterhin als Wirtschaftslobbyist tätig sein. In diesem Sinne wird er sich für die Pfründen der Privilegierten und deren Strategien einsetzen, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. Wer nicht zum Club der selbst ernannten Elite gehört, wird mit Friedrich Merz sicher kein bisschen reicher als er es jetzt schon ist.

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