Sie konnten eine sehr erfreuliche Bilanz des ersten Vulkansommers ziehen. Das Foto zeigt von links: Andrea Ortstadt (Sachgebiet Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung), Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak, Direktor Lothar R. Behounek (Landesmusikakademie Hessen mit Sitz in Schlitz) und Rebecca Mihm. Foto: Erich Ruhl-Bady

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Kulturfestival wird von den Beteiligten sehr positiv bewertet – Nächste Auflage 2020?Erster Vulkansommer lockte über 3.500 Besucher

VOGELSBERG (ol). „Es war ein Versuch – und er hat funktioniert.“ So bilanzierte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak das Kulturfestival Vulkansommer, dass 2018 erstmals stattfand. Zu den 17 Veranstaltungen der elf Veranstalter – einschließlich der Landesmusikakademie selbst – waren im Sommer über 3.500 Besucherinnen und Besucher gekommen.

„Damit wird deutlich, wie gut es den Bürgerinnen und Bürger gefällt, die in der Region vorhandenen kulturellen Perlen leuchten zu lassen“, sagte Lothar R. Behounek in seiner Bewertung. Von ihm, dem Direktor der Landesmusikakademie Hessen mit Sitz in Schlitz, sei der Impuls für das erstmalige gemeinsame Angebot vieler Akteure in drei Kommunen – Schlitz, Lauterbach und Wartenberg – gekommen. Die Klammer der gemeinsamen Vermarktung sei für die vielen Akteure eine klare „Ermutigung und Sicherheit“ gewesen, so Mischak und Behounek übereinstimmend.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Kreises, Behounek und Mischak lobten die außerordentlich gute Kooperation, dankten den 15 Sponsoren, vor allem den vielen Akteuren in den veranstaltenden Vereinen und Initiativen, die sich für das Gelingen dieses Wagnisses „mächtig ins Zeug“ gelegt haben, so Dr. Mischak, der gemeinsam mit Landrat Manfred Görig die Schirmherrschaft über das Festival übernommen hatte.

Alle Akteure lobten die hohe Aufmerksamkeit, die durch eine gemeinsame Werbung mit einheitlichem Logo und Eintrittskarten-Vermarktung hergestellt worden sei. Hierbei hob Behounek die eigens für das Festival zustande gekommene Medienpartnerschaft aus Linus Wittich, Lauterbacher Anzeiger und Fuldaer Zeitung als „nicht alltäglich“ und sehr wirkungsvoll hervor. Insgesamt habe man einen hohen Aufmerksamkeitswert für die Region erzeugen können. Die Werbung sei sowohl kompakt, verständlich, gut wiedererkennbar und damit auch überregional wirksam geworden.


Die Verantwortlichen für die 17 Veranstaltungen waren in einem Bilanzgespräch in Schlitz sehr zufrieden mit der durch das „Label Vulkansommer“ erzeugten Resonanz. Foto: Erich Ruhl-Bady

Das Logo und der Name Vulkansommer „haben funktioniert“, freute sich Behounek. Er dankte auch Hans-Jürgen Schäfer (Vorsitzender) und Wolfgang Dern (Schatzmeister) des Vereins „Freunde und Förderer der Hessischen Akademie für musisch-kulturelle Bildung, die zur guten Antragsstellung und damit Abwicklung des Festivals beigetragen haben. Beide konnten aus terminlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen.

Erfolgreiche Lobbyarbeit für die heimische Kultur, viele neue Netzwerke und ein echter Ideen-Pool – all das seien enorm wertvolle „Zusatz-Effekte“ – neben der Tatsache, dass alle Veranstaltungen bei den Besucherinnen und Besuchern gut angekommen seien, hob Behounek hervor.

Wichtige  Anregungen für eine mögliche Neuauflage und Weiterentwicklung im Jahr 2020 konnten gelegt werden – darüber waren sich alle Anwesenden einig, die in den Räumen von Schloss Hallenburg in Schlitz Bilanz gezogen hatten. Im kommenden Jahr sollen erste Überlegungen systematisiert werden, möglicherweise unter dem Dach eines noch zu gründenden Trägervereins „Vulkansommer“ die Gebietskulisse über die drei Kommunen Schlitz, Wartenberg und Lauterbach hinaus zu erweitern. Hierbei wolle man besonnen und mit Augenmaß vorgehen und nur Planungen beginnen, die dann auch wirklich „gestemmt“ werden können, waren sich Mischak und Behounek einig. Aber eines sei jetzt schon klar: „Die Idee ist jetzt in der Welt – und geht auch nicht wieder weg“.

5 Gedanken zu “Erster Vulkansommer lockte über 3.500 Besucher

  1. Mir fällt zu dem Thema vor allem ein, wie froh ich damals war, als für das Schloss Hallenburg die Verwendung als Landesmusikakademie für die Förderung des Nachwuchses gefunden wurde. Es ist einfach der richtige Ort für diesen Zweck, der seinen eigenen Zauber, seine eigene Atmosphäre hat. Und das Projekt passt einfach sehr gut zu Schlitz.
    In keiner Weise ist zu beanstanden, einen solchen Ort durch Konzerte für die Bevölkerung zugänglich zu machen und auf der regionalen Ebene kleine kulturelle Zentren zu bilden, die sehr wohl auch etwas mit Regionalentwicklung, der Attraktivität unserer Region, zu tun haben und in diesem Sinne wirken.
    Den Verantwortlichen für das Projekt Musikakademie und den Initiatoren weiterer kreativer Events rund um das Haus wünsche ich gutes Gelingen. Gemessen an dem Gewinn für unsere Region ist kleinkarierte Kritik hier noch peinlicher als vielleicht gelegentlich etwas zu „pompöse“ Selbstdarstellung.

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  2. Oh Vogelsberg, gelobtes Land
    Wo man das Eigenlob erfand
    Und deshalb loben sich seither
    Hier gerne die Politiker
    Schon ehe man was unternimmt
    Ist superlativ man gestimmt
    Steht auch am Anfang erst der Plan
    Schon mutet einzigartig an
    Das zu erwartende Ergebnis
    Schon Vorstellung wird zum Erlebnis
    Ein dreifach Hoch auf den Vulkan
    Auf dem man tanzt mit viel Elan
    Und wird es mal nicht wie erwartet
    Und man’s beschrien, als man gestartet
    Grandioses Scheitern ist auf jeden
    Fall nachträglich noch schön zu reden.

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  3. Ist ja alles schön und gut. Aber warum immer diese übertrieben Statements wie aus einem schlechten Motivations-Seminar? Eine Nummer kleiner wäre weniger peinlich. Weder der Vogelsbergkreis noch das (trotzdem sehr schöne) Städtchen Schlitz sind der kulturelle Nabel der Welt und sollten durch grandiose Selbstdarstellung der Lächerlich preisgegeben werden. Und das Schloss Hallenburg ist nicht die Elbphilharmonie.

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  4. @ Anonymus
    Ja, das Prinzip „die in der Region vorhandenen kulturellen Perlen leuchten zu lassen“ gilt eben nicht für gewitzte Kommentatoren, sondern nur für die Eigenlob-PR der „Akteure“ aus dem Kreishaus und ihre „Freunde“. Wann wurde je „ein von den Beteiligten sehr positiv bewertet[es]“ Ereignis, von der Kreispressestelle liebevoll aufgeschäumt wie ein Latte macchiato, von der OL-Redaktion zurück gewiesen? Leider verschwinden wohl gerade die bissigsten und besten Kommentare im digitalen Löschteich, ohne dass die Leser je hiervon erfahren. Transparenz geht anders. Aber dafür dürfen sich die oberen zehn Vogelsberger für umme hemmungslos feiern und selbst beweihräuchern, während jeder ehrliche Bäckermeister, der auf die Qualität seiner Produkte aufmerksam machen will, eine teure Anzeige schalten muss.

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  5. Da hat wohl mal wieder ein Kommentator mit Geheimtinte kommentiert. Jedenfalls bleibt sein Kommentar unsichtbar. Sonderbar.

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