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Ferienbetreuung von Kompass Leben sorgt für Kurzweil in den HerbstferienWas Ziegen mit Pädagogik und Frösche mit Spaß zu tun haben

HERBSTEIN (ol). Mit seiner Ferienbetreuung für Schulkinder sorgt Kompass Leben schon seit vielen Jahren bei berufstätigen Eltern für entspannte Ferien. Auch in diesem Herbst boten Arbeitspädagoge Sven Nophut und sein Team einer 16-köpfigen Gruppe von Schülerinnen und Schülern zwischen sechs und zwölf Jahren zwei erlebnisreiche Wochen, die ganz viel Spaß, Spiel, Sport und Überraschungen parat hielten.

In der Pressemitteilung von Kompass Leben heißt es, die ersten Tage standen ganz im Zeichen der Gemeinschaft und des Sports. In der Turnhalle der Freiherr-vom-Stein-Schule standen viele Mannschaftsspiele auf dem Programm, die dazu dienten, Teams zu bilden, sich kennenzulernen und die Kommunikation zu fördern. „Die Spiele, die wir dazu ausgewählt hatten, erfordern Abstimmung und Rücksichtnahme und tragen dazu bei, auch das soziale Verhalten der Kinder zu verbessern“, erläuterte Nophut. Ein Highlight dieser Tage sei der Bau eines Schiffes gewesen, das die Mannschaft dann vor Wind, Sturm und andere Unbilden schützen mussten – eine Herausforderung, die man nur als Team bewältigt, wie allen schnell klar wurde.

Viel Spaß hatte die Gruppe mit ihren Betreuern, hier Thomas Julius Müller von der schulbezogenen Jugendarbeit des Vogelsbergkreises. Foto: Maximilian Fischer

In der zweiten Ferienwoche soll es raus in die Natur gegangen sein: Der Herbst lockte nicht nur mit schönstem Wetter und tausend Bastel- und Kochideen, die geradezu von den Bäumen auf die Tische fielen, sondern auch mit einer ganzen Ziegenherde, die die Gruppe in der Nähe von Herbstein besuchen durfte.

Streicheln, riechen, viel erfahren und eine von ihnen mitnehmen auf die Streuobstwiese zur Apfellese – so einen Ferientag erlebe man selten, da waren sich die Kinder einig. Am nächsten Tag pressten sie eifrig Saft aus ihrer Beute von der Streuobstwiese, doch davon sei am letzten Tag der Ferienspiele kein Tropfen mehr übrig geblieben, wie Sven Nophut hocherfreut bekanntgab.

Unterwegs in der Natur mit tierischer Begleitung – die Kinder der Ferienbetreuung auf Apfelsuche. Foto: Nophut

Mega-Erlebnistag im Wald

Bis dahin allerdings standen noch einige Überraschungen auf dem Programm: In Kooperation mit der Schulbezogenen Jugendarbeit des Vogelsbergkreises, und dort insbesondere mit Thomas Julius Müller, konnte ein Kappla-Day organisiert werden. Die großen Boxen, die der Kreis zur Verfügung stellte, enthielten zahllose Bausteine, mit denen die Kinder die verschiedensten Bauwerke errichten konnten. Favoriten waren Türme, die jeweils höher gewesen seien als die jungen Bauherren und Bauherrinnen selbst – ein Riesenspaß für alle Beteiligten, der auch noch Konzentration und Ausdauer fördere.

Beides Eigenschaften, die auch beim Basteln nötig seien: Mit Kastanien und Eicheln sowie – auf besonderen Wunsch – auch Pompons bastelten die Kinder gemeinsam mit Laura Baurichter und Sarah Jäger – Ferienjobberin die eine, Alltagsbegleiterin bei Kompass Leben die andere – ungewöhnliche Herbstdekoration, die am Ende der Betreuung natürlich mit nach Hause durfte. Bevor die spannenden Tage zu Ende gingen, stand noch ein Mega-Erlebnistag im Wald auf dem Programm.

Kreativität, Konzentration und Begeisterung: Viele Eindrücke hatten die Kinder bei den Kapla-Days. Foto: Maximilian Fischer

„Hier waren neben Geschicklichkeit auch Vertrauen und Mut gefragt“, fasste Sven Nophut die Herausforderungen zusammen, die die Kinder im Wald bewältigen mussten. Hier nämlich seilten sie sich einen Hang hinunter ab, um Frösche und Herbsteiner Süßwasserkrebse zu keschen – was es mit der letztgenannten Spezies auf sich habe, bleibt allerdings ein Geheimnis.

„Mit unserem Angebot sorgen wir bei den Kindern nicht nur für Entertainment und bei den Eltern für Entlastung, sondern wir haben auch einen pädagogischen Anspruch“, führte Sven Nophut aus. „Besonders Naturerlebnisse in ihren vielen Facetten kommen heute in der Erlebenswelt von Kindern viel zu selten vor. Dabei haben sie großen Spaß daran und können mit jedem Tag im Wald, am Wasser oder mit Tieren unglaublich viel lernen – selbst wenn sie es gar nicht merken.“ Dass sie lernen können, scheine für die Kinder zwar nicht unbedingt an erster Stelle zu stehen, dass sie aber Spaß hatten und keinen der Betreuungstage missen möchten, das soll man ihnen auf der Stelle angesehen haben.

Eine Riesengaudi war das Süßwasser-Krebse-Angeln im Oberwald. Foto: Nophut