Teilnehmer des Arbeitsgesprächs mit (v.li.) Siegbert Ortmann, Egon Primas, Wilhelm Beer, und Reinhard Schwarz. Foto: BdV Hessen

PanoramaVogelsberg0

Arbeitstreffen der BdV-Landesverbände von Hessen und ThüringenIntensive innerverbandliche Aussprache

WIESBADEN (ol). Zu einer intensiven Arbeitstagung trafen sich kürzlich die BdV- Landesvorsitzenden von Hessen, Siegbert Ortmann (MdL a.D.), und von Thüringen, Egon Primas (MdL), im Haus der Heimat zu Wiesbaden. Auf hessischer Seite nahmen auch die beiden stellvertretenden BdV-Landesvorsitzenden Reinhard Schwarz und Wilhelm Beer an dieser Begegnung teil.

Aktuellen Gesprächsstoff gab es laut Pressemitteilung reichlich und so ging es dabei zum einen um verbandsinterne Themen aus dem BdV-Bundesverband und zum anderen um Überlegungen einer engeren zukünftigen Zusammenarbeit zwischen den beiden BdV-Nachbarverbänden in Hessen und Thüringen über aktuelle Verbandsprobleme. Da bekanntlich die Mitgliederentwicklung überall stark rückläufig ist, gehe es vor allem darum, sich nach neuen Chancen und Potentialen der Zukunft des Bundes der Vertriebenen umzusehen. Und dabei laute, so MdL Egon Primas, die alles entscheidende Frage, wie können neue Mitglieder überhaupt noch gewonnen werden.

Eine schnelle Antwort gebe es für diese Herausforderung nicht, doch waren sich die beiden BdV-Landesvorsitzenden einig darüber, dass sich mit Mut nach Veränderungen langfristig eine zukunftsorientierte Verbandsentwicklung durchaus erzielen ließe. Hierzu habe vor einiger Zeit der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Dr. Bernd Fabritius einige Anregungen über eine mögliche Anpassung der Ziele des Bundes der Vertriebenen gemacht und sogar eine Ausweitung des Verbandsnamens vorgeschlagen. Der thüringische BdV-Landesvorsitzende forderte in diesem Zusammenhang ein gemeinsames und ergebnisoffenes Vorgehen, das allerdings auch genügend Zeit brauche, damit die Mitgliedschaft bei einem solchen Findungsprozess mitgenommen werden könne.

Der hessische Landesvorsitzende Siegbert Ortmann machte die Zukunft der von den Vertriebenenverbänden in den Bundesländern unterhaltenen Heimatstuben und Archiven zum Gegenstand der weiteren Aussprache. Seiner Ansicht nach müsse der Bestand des erhaltenswerten Kulturgutes der Vertriebenen landesweit dauerhaft gesichert werden und damit im Bewusstsein aller Deutschen, nicht nur der Heimatvertriebenen erhalten bleiben. Dazu werde es übrigens in Hessen demnächst einen Gedankenaustausch mit dem Hessischen Museumsverband in Kassel geben mit dem Ziel, flächendeckende Lösungsansätze zu diesem für den BdV so wichtigen Thema zu finden. Am Ende dieses mehrstündigen Arbeitsgespräches in Wiesbaden waren sich die Teilnehmer der beiden BdV-Landesverbände darüber einig, dass die Probleme des Bundes der Vertriebenen über Landesgrenzen hinweg so übereinstimmend und deshalb auch nur gemeinsam zu lösen seien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.