Panorama0

Grünes Licht: Baugenehmigung ist erteiltGießen wird ein Gefahrenabwehrzentrum bekommen

GIEßEN (ol). In Gießen soll ein Gefahrenabwehrzentrum entstehen. Ein Zentrum also, in dem die Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, die Gefahrenabwehr und auch der Katastrophenschutz gebündelt an einem Ort sind. Als Ort war das ehemalige US-Depot geplant – und jetzt wurde auch die Baugenehmigung erteilt.


In einer Pressemitteilung geben die Oberbürgermeisterin von Gießen, Dietlind Grabe-Bolz und die Gießener Landrätin Anita Schneider bekannt, dass die Baugenehmigung erteilt wurde. Somit gebe es grünes Licht für das in Hessen einmalige interkommunale Projekt. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten auf dem gut zwei Hektar großen Gelände in der Straße „Stolzenmorgen“ beginnen. Das Zentrum werde unter einem Dach die Gießener Berufsfeuerwehr, die Abteilung Gefahrenabwehr des Landkreises, ein Feuerwehrtechnisches Zentrum und die Zentrale Leitstelle für Rettungsdienst, und Katastrophen- und Brandschutz vereinen.

„Die Arbeitsbedingungen für unsere Berufsfeuerwehr werden sich deutlich verbessern“, sagte die Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz. Gerade in der vergangenen Hitzeperiode sei deutlich geworden, wie wichtig es ist, dass die Feuerwehrleute gut ausgestattet sind. Landrätin Anita Schneider betonte die Synergieeffekte die durch den gemeinsamen Bau eines Gefahrenabwehrzentrums möglich werden. So können zum Beispiel Sitzungsräume und Werkstätten einer gemeinsamen Nutzung von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr sowie des Fachdienstes Gefahrenabwehr zu Gute kommen. „Weiterhin ermöglicht der Bau eines Feuerwehrtechnischen Zentrums im Gefahrenabwehrzentrum die zentrale Reparatur der Geräte und damit die Entlastung des Ehrenamtes der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis“, ergänzte Schneider weiter.

Die Bauantragsunterlagen seien vom beauftragten Planungsbüro TRU Architekten aus Berlin aufbereitet und vom städtischen Hochbauamt eingereicht worden. Sie sollen mehrere Ordner mit großformatigen Plänen umfassen. Der nächste Schritt werde der Rückbau der auf dem Gelände befindlichen Halle aus der Zeit der amerikanischen Streitkräfte sein. Sie fungierte bis vor kurzem noch für Stadt und Kreis als günstiges Zwischenlager. Direkt anschließend werde der Baugrund für das Vorhaben aufbereitet werden.

Das Gefahrenabwehrzentrum werde als zweigeschossiges Gebäude mit rund 11.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche geplant. Es soll unter anderem Büroräume, Fahrzeughallen, Schulungsräume, Werkstätten, Ruheräume, eine Brandschutz-Übungsstrecke, die immer erreichbare Leitstelle, einen Übungsturm und eine Tankstelle umfassen.