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Land will Vogelsberger Unwetter-Geschädigte finanziell unterstützenDen Menschen nach zwei Monaten „schnellstmöglich“ unter die Arme greifen

VOGELSBERG (ol). Viele Vogelsberger Gemeinden hat es vor einigen Wochen schwer getroffen: Heftige Unwetter zogen über den Kreis. Straßen wurden durch den Starkregen überflutet, Häuser standen unter Wasser, sogar Autos zogen die Wassermassen mit sich – und das gleich mehrmals hintereinander. Jetzt – wohlgemerkt knapp zwei Monate nach den Unwettern – reagiert das Land und verspricht Unterstützung. Man wolle „schnellstmöglich“ dafür sorgen, dass Finanzhilfen „baldmöglichst“ ankämen.

In einer Pressemitteilung gibt das Hessische Innenministerium bekannt, dass für den Landkreis sowie insbesondere für die Gemeinden Grebenhain, Feldatal, Gemünden sowie in die Städten Herbstein und Lanzenhain eine „Finanzhilfeaktion“ eingeleitet wird. Starkregen und Hagel überflutete am Muttertag dieses Jahres in den Ortschaften Straßen und Kanäle. Viele Gebäude wurde dabei beschädigt.

Beuth: „Den Menschen schnellstmöglich unter die Arme greifen“

Innenminister Peter Beuth beteuert in der Pressemitteilung, dass das Land an der Seite der Betroffenen im Vogelsberg stehe. Man wolle jetzt „schnellstmöglich dafür sorgen, dass die Finanzhilfen des Landes baldmöglichst dort ankommen, wo sie gebraucht werden“. Das Wichtigste sei jetzt, dass man den betroffenen Menschen schnellstmöglich finanziell unter die Arme greife, damit Schäden, die beispielsweise nicht von einer Versicherung abgedeckt seien, zügig beseitigt werden können, heißt es in der Pressemitteilung weiter, die fast zwei Monate nach den Unwettern aufgesetzt wurde.

„Trotz der starken Schäden ist es erfreulich zu beobachten, mit welcher Tatkraft die Verantwortlichen und vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bei den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau ans Werk gingen“, sagte der Innenminister. Ob auch bereits vorfinanzierte Schadensreparaturen an die betroffenen Bürger zurückerstattet werden, immerhin ist seit dem Unwetter bereits einige Zeit vergangen, darüber macht das Innenministerium in der Pressemitteilung keine Angaben.

Das Regierungspräsidium Gießen habe den Vogelsbergkreis informiert, dass eine Finanzhilfeaktion nach den Elementarschäden-Richtlinien des Landes eingeleitet werde. Der Kreisausschuss des Vogelsbergkreises richte jetzt eine Schadenskommission ein, die die entstandenen Schäden prüft und Vorschläge für die konkrete Finanzhilfe macht. Die Betroffenen würden über die Einleitung der Finanzhilfeaktion in einer öffentlichen Bekanntmachung informiert. Antragsberechtigt sind Privatgeschädigte, landwirtschaftliche, gärtnerische und gewerbliche Betriebe.

Ein Gedanke zu “Den Menschen nach zwei Monaten „schnellstmöglich“ unter die Arme greifen

  1. Ja, Zugucken ist doch noch immer am schönsten. Auch ich bin immer wieder beeindruckt, ja innerlich zutiefst bewegt, „mit welcher Tatkraft die Verantwortlichen und vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bei den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau ans Werk gingen“. Aber wie schon bei den Trümmerfrauen (https://www.zeit.de/1986/23/sozial-ohne-sinn/komplettansicht) ist der Dank des Vaterlandes am Ende dann äußerst be******en. Für Schröders Gummistiefelnummer von 2002 ist es jetzt zu spät, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien. Für die Landtagswahl im Herbst bringt das keine Punkte mehr. Aber lasst das wetterfeste Schuhwerk ruhig an. Denn die nächste Flutwelle kommt bestimmt. 15 Prozent, 16 Prozent, 17 Prozent… (siehe https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article178970658/Umfrage-AfD-auf-Rekordwert-von-17-Prozent.html).

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