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SPD Landtags-Direktkandidat Swen Bastian informiert sich bei Edeka Uwe Reuber in Herbstein über den besonderen Liefer-Service des Marktes für Kunden aus der RegionMit viel Einsatz und guten Ideen erfolgreich vor Ort

VOGELSBERG (ol). Der heimische SPD-Landtags-Direktkandidat Swen Bastian überzeugte sich im Lebensmittelmarkt von Uwe Reuber, gemeinsam mit Vertretern der SPD Kreistagsfraktion sowie der örtlichen SPD, vom Ideenreichtum und dem enormen Einsatz des familiengeführten Betriebes in Herbstein.

In der Pressemitteilung der SPD heißt es, Martina und Uwe Reuber stellten mit ihrem Team vor Ort das Konzept ihres Marktes vor. „Wir setzen schon seit vielen Jahren auf regionale Produkte in unserem Sortiment und bauen dieses Segment kontinuierlich aus“, betonte Inhaber Uwe Reuber. Von Brot, Wurst und Käse bis hin zu Honig und Öl reicht die Palette der Produkte von Lieferanten aus der Region um Herbstein. In Zukunft sollen Obst und Gemüse sowie Eier das regionale Angebot bereichern.

An zahlreichen Stellen in dem Markt in der Hessenstraße finde man Schilder, die auf Erzeugnisse „aus der Region – für die Region“ hinweisen. „Wir wollen auch unseren Urlaubsgästen und Besuchern die Möglichkeit geben, typische Waren aus unserer Region zu kaufen“, sagte Uwe Reuber. Im Sortiment finden sich selbstverständlich auch Lebensmittel, die das Siegel „Geprüfte Qualität aus Hessen“ tragen.

„Viele Kunden entscheiden sich ganz bewusst für regionale Qualität. Eine positive Entwicklung, die immer mehr zunimmt und viele Vorteile bietet, nicht nur für die Verbraucher. Unsere Landwirtschaft und Produzenten sind gut und vielfältig aufgestellt. Es gilt die regionale Vermarktung gezielt zu fördern, um heimische Betriebe und Erzeuger dabei zu unterstützen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu halten und neu zu schaffen“, erklärte Swen Bastian.

1. SPD Direktkandidat Swen Bastian (Zweiter von rechts) und Marktinhaber Uwe Reuber (links) im Gespräch über regional erzeugte Milch aus Hessen, die in Herbstein angeboten wird. Foto: Heiko Müller


Markt beliefert heute über 100 Kunden

Reuber stellte Bastian das besondere Lieferkonzept seines Marktes vor, auf das er zu Recht stolz ist. „Wir liefern die Ware bis in das Haus und das zu einmaligen Konditionen“, verspricht er. Seit mehr als 20 Jahren würden Kunden in Reubers „alter Heimat“ Alsfeld-Lingelbach beliefert. Seit 2004 habe er die Auslieferung nach und nach auf weitere Ortschaften ausgedehnt. Heute beliefere der Markt mit hauseigenem Fahrzeug über 100 private und gewerbliche Kunden in der Umgebung. „Man bestellt telefonisch, per Fax oder per Mail. Wir packen und liefern alles frisch und direkt ins Haus“, erläutert Martina Reuber das Alleinstellungsmerkmal. Durch die Kühlung können selbst Frischeprodukte und Obst bis hin zu Eis problemlos ausgeliefert werden.

Darüber hinaus finde man Reubers auch auf Wochenmärkten in der Region. Kunden aus Landenhausen können ihre vorab bestellte Ware so immer dienstags auf dem Regionalmarkt am Dorfbräuhaus in Empfang nehmen. Für den Betrieb stelle der Lieferservice einen erheblichen Mehraufwand dar. Es sei damit aber auch gelungen neue Kunden zu gewinnen, die den Markt in Herbstein nicht aufsuchen können. „Gerade bei uns im ländlichen Raum ist ein innovativer Lieferservice ein wichtiges Angebot und eine Chance zugleich“, zeigt sich Bastian überzeugt. Die Nahversorgung könne so selbst in Orten ohne Geschäft sichergestellt werden. Gerade für Menschen die nicht mehr mobil sind, könne der Lieferservice eine echte Erleichterung im Alltag sein.

Regionalplan bremst notwendige Erweiterung aus

Mit über 40 Mitarbeitern ist der Betrieb in den letzten Jahren erheblich gewachsen. „Das Sortiment wird größer, der Umsatz steigt, aber beim Platz sind wir an unsere Grenzen gekommen“, sagte Reuber, der mitteilte das die EDEKA-Hessenring seit längerer Zeit bemüht ist am Standort in Herbstein zu erweitern. Nicht immer nachvollziehbar sind für ihn die zahlreichen Hürden, die es zu überwinden gilt. Ein Abweichungsantrag vom Regionalplan bei der Regionalversammlung Mittelhessen ist dazu bereits anhängig.

3. Bei der Fleisch- und Wusttheke zählen Frische, Qualität und gute Beratung. Bei Edeka Uwe Reuber in Herbstein legt man auch großen Wert auf eine ansprechende Präsentation der angebotenen Waren. Foto: Heiko Müller

„Die Landespolitik muss besser unterstützen, statt unnötige Hürden aufzubauen. Die Landesregierung versagt bei ihrer Aufgabe, die Regionen über den Landesentwicklungsplan zu stärken. Hier gilt es endlich tätig zu werden. Grundlegende Regelungen, wie das Prinzip der zentralen Orte im Landesentwicklungsplan, die für die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Region nachteilig sind, gilt es anzupacken“, forderte Bastian. Der Direktkandidat zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Lebensmittelmarkt ein so innovatives Unternehmen im Vogelsberg ansässig ist und bedankte sich bei Familie Reuber und den Mitarbeitern für den sehr informativen Besuch: „Von diesem hervorragenden Konzept vor Ort, können Viele noch etwas lernen“, ist Bastian überzeugt.



2 Gedanken zu “Mit viel Einsatz und guten Ideen erfolgreich vor Ort

  1. Der Lieferdienst eines örtlichen Einzelhändlers beweist doch, dass die Leute in der Region klug genug sind, auf einen bestimmten Bedarf zu reagieren und dann für die erforderlichen Angebote zu sorgen. Ich möchte wirklich mal wissen, wo die 350.000 Euro Fördergelder von MoDaVo versickert sind, ohne irgendeine neue Idee oder zukunftsfähige Lösung zur Verbesserung von Mobilität und Versorgung im Vogelsbergkreis zu erbringen. Wenn man das Geld unter sieben größere Einzelhändler aufgeteilt hätte, um Lieferdienste in schlecht versorgten Randgebieten anzuschieben, wäre der halbe Vogelsbergkreis bereits in der Lage, Senioren, Menschen ohne Auto usw. zuverlässig mit Lebensmitteln zu versorgen. Aber statt bei den Betroffenen landen die Fördermittel bei irgendwelchen „Experten“ und Planungsbüros.

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  2. „Die Landespolitik muss besser unterstützen, statt unnötige Hürden aufzubauen. Die Landesregierung versagt bei ihrer Aufgabe, die Regionen über den Landesentwicklungsplan zu stärken.“

    Unglaublich, dass den mittelständischen, familiengeführten Unternehmen, die das Rückgrat der Wirtschaft im Vogelsberg darstellen, ständig irgendwelche Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Parallel dazu werden dann die hochtrabenden Förderprojekte wie MoDaVo durchgeführt, die dann genau das als „Lösung“ empfehlen, was die Menschen vor Ort längst machen oder machen würden, wenn man sie nicht in ihrem unternehmerischen Elan ausbremsen würde. Ich hoffe auf ein Projekt „Regionalentwicklung durch radikale Entbürokratisierung“! Nur wer soll das formulieren und auf den Weg bringen? Die Bürokraten in Brüssel, Berlin und Wiesbaden?

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