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Briefwahlunterlagen noch bis zum 20. Juni im Internet beantragenStadtjugendparlament Alsfeld – Jetzt noch Briefwahl beantragen

ALSFELD (ol). Alsfeld wählt sein erstes Stadtjugendparlament. Die Kandidatensuche ist abgeschlossen und gewählt wird bis zum 20. Juni an der Max-Eyth-Schule, der Geschwister-Scholl-Schule und an der Albert-Schweitzer-Schule. Aber Kinder, die an keine dieser Schulen gehen können wählen – per Briefwahl. Wie das geht, sieht man hier.

Die Wahl zum Stadtjugendparlament läuft seit dem 1. Juni in den Alsfelder Schulen. Aber auch Kinder und Jugendliche, die an keine dieser Schulen gehen, dürfen dennoch wählen. Bis zum 20. Juni können die Briefwahl beantragen. Wahlberechtigt seien alle in Alsfeld wohnhaften Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 Jahren, die bis zum 1. Juni 2018 noch keine 18 Jahre alt sind.

Kinder und Jugendliche, die nicht in eine der drei oben aufgeführten Schulen gehen, können bis zum 20. Juni Briefwahlunterlagen unter www.jugend-alsfeld.de beantragen.


3 Gedanken zu “Stadtjugendparlament Alsfeld – Jetzt noch Briefwahl beantragen

  1. @ Gerhard
    Das einzige, was den Kindern und Jugendlichen „vorgegaukelt“ wird, ist die Tatsache, dass die in Alsfeld geschaffene Einrichtung eines „Stadtjugendparlaments“ ihnen die Entscheidungsbefugnisse von Parlamentariern verleihe. Man nennt die Einrichtung zwar Parlament, wohl weil dort „parliert“ (laut Duden u.a. geplaudert, geredet, geschwatzt, sich unterhalten) wird. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine Art Jugend-Beirat, wie es z.B. im Landkreis auch einen „Kreis-Seniorenbeirat“ gibt. Hier sollen Jugendliche einüben, ihre Interessen in einer geordneten Form gegenüber den politischen Gremien der Stadt zur Geltung zu bringen. Und dies kann selbstverständlich Ausdruck einer funktionierenden Demokratie im Sinne einer zum Ausdruck gebrachten demokratischen Gesinnung und einer Bereitschaft zu demokratischem Engagement sowohl der Älteren als auch der Jungen sein.
    Nun kann man solche Versuche für naiv halten oder belächeln, und – auch das ist Demokratie – dies in einem öffentlichen Meinungsforum als eigene Meinung auch öffentlich äußern. Schließlich erschöpft sich Demokratie nicht in irgendwelchen parlamentarischen Ritualen, sondern diese haben lediglich dienende Funktion, um innerhalb der Gesellschaft einen Interessenausgleich nach den Vorgaben der Verfassung und der Gesetzgebung im Sinne des Gemeinwohls herzustellen.

    @ Traudi Schlitt
    Diese als „Propaganda“ abzutun, durch die den Jugendlichen ein unrealistisches Bild vom Funktionieren der Demokratie vermittelt werde, ist selbstverständlich sachlich falsch und vollkommen ungerechtfertigt. Junge Menschen, die im Sinne unserer demokratischen Wertordnung erzogen/gebildet werden sollen, können durch die Mitwirkung in einer solchen parlamentsähnlichen Einrichtung lernen, Einzelinteressen zu „bündeln“ und daraus sich ergebende „Forderungen“ einer „Mehrheit“ (siehe Gemeinwohl) öffentlich in einer rationalen und akzeptierten Form vorzutragen. Gerade dadurch können sie sich von „Wutbürgern“ und dem Wüten eines pöbelnden Mobs deutlich abheben. Ein wesentliches Element der Demokratie ist nämlich nicht nur, den eigenen Interessen Gehör zu verschaffen und seine Sichtweise der Dinge mehrheitlich durchzusetzen, sondern gleichzeitig den öffentlichen Frieden zu bewahren, einen Ausgleich mit den „Unterlegenen“ zu suchen und die andere Meinung, auch wenn man sie für abwegig hält und politisch bekämpft, zumindest im Sinne des Rechts auf freie Meinungsäußerung und des Minderheitenschutzes zu „tolerieren“. Auch demokratische Gesellschaften sind immer in Gefahr, ihren verfassungsmäßigen Aufgaben nicht voll gerecht zu werden. Daher muss „die Demokratie“ auch grundsätzlich kritisierbar sein. Totschlagargumente wie das, es werde „das politische Engagement und Interesse junger Menschen diskreditiert“ würde ich mir daher verkneifen. Das klingt nach Welpenschutz und Tabuzone. In einer funktionierenden und wehrhaften Demokratie sollten solche rhetorischen Mittel unnötig sein. Sachliche Aufklärung reicht.

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  2. Lieber Gerhard, unsere Demokratie mag nicht perfekt sein, aber ich habe bisher kein besseres Prinzip gefunden. Wenn Sie eines haben, lassen Sie es mich gerne wissen. Das politische Engagement und Interesse junger Menschen zu diskreditieren, halte ich im Übrigen für einen grundsätzlich falschen Ansatz.

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  3. Da wird den Jugendlichen vorgegaukelt das Demokratie funktioniert.

    Propaganda halt…

    Ziemlich naiv aber irgendwie auch niedlich.

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