Dow Aviv, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde. Foto: Riese

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40. Jahrestag der Wiedergründung: Jüdische Gemeinde Gießen feiert JubiläumJugendlichen Zeit geben die Eindrücke zu verarbeiten

GIEßEN (ol). Kürzlich feierte die jüdische Gemeinde Gießen den 40. Jahrestag ihrer Wiedergründung nach der Herrschaft des Nationalsozialismus, wie die Alternative Liste Alsfeld in einer Pressemeldung bekannt gibt.


Das Interesse an der Veranstaltung sei überwältigend und der große Hermann-Levi-Saal im Gießener Rathaus bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen. Seitens der Stadt Alsfeld hatte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Michael Riese an den Festakt teilgenommen.

Nach der Begrüßungsrede von Dow Aviv, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Gießen und den zahlreichen Grußworten, vor allem von der Oberbürgermeisterin von Gießen, Dietlinde Grabe-Bolz und der Landrätin des Landkreises Gießen Anita Schneider, hatte Professor Doktor Sascha Feuscher, Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur einen beeindruckenden Vortrag zu den Herausforderungen an die Erinnerungskultur gehalten.

Gegen antisemitische Ansichten sei vielfach der Besuch von Gedenkstätten für junge Menschen empfohlen worden. Allerdings müsste man dann auch den Jugendlichen Zeit geben, die Eindrücke zu verarbeiten, sagte Feuscher und man müsse vor allem den Lehrern in den Lehrplänen die Zeit geben, solche notwendigen Besuche gut vorzubereiten, durchzuführen und nachzubearbeiten. So sein dringender Appell an die Politik.