Tief „Vadjma“ sorgte für zahlreiche Einsätze. Foto: privat

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Nur wenige Städte und Gemeinden wurden verschont„Vadjma“ sorgte für zahlreiche Feuerwehreinsätze

VOGELSBERGKREIS (ol). Schätzungsweise mehr als 500 freiwillige Feuerwehrleute waren am Sonntag im Vogelsbergkreis im Einsatz. Die Wetterkapriolen von Tief „Vadjma“ verschonten nur wenige Gemeinden und Städte. Besonders betroffen waren die Gebiete um Feldatal, Gemünden, Grebenhain und Herbstein.

Bis zu einen Meter hoch stand in vielen Orten das Wasser, in Nösberts-Weidmoos waren alleine 15 Wohnhäuser betroffen. Auch ein Unternehmen für die Produktion von Saunen wurde überschwemmt. Die Bundesstraße 276 war in diesem Bereich unpassierbar, mit Sandsäcken, Schotter und Strohballen wurden Wasserbarrieren errichtet. Teilweise wurde sich sogar mit Misthaufen beholfen, die zur Abwehr der Wassermassen umgeschichtet wurden.

Ein Wohnmobil wurde von der Feuerwehr mit einem Quad sicher aus den Fluten gelotst. „So etwas habe ich in meiner 25-jährigen Dienstzeit bei der Feuerwehr noch nicht erlebt“, schilderte Grebenhains Gemeindebrandinspektor Mario Henning zum Ausmaß. Zur Unterstützung der Grebenhainer Feuerwehrleute war auch die Feuerwehr aus Lauterbach angerückt, die zahlreiche Pumpen und Sandsäcke mitbrachte. Auch der örtliche Gemeindebauhof war zur Hilfe geeilt. In der Herbsteiner Straße in Ilbeshausen schlug ein Blitz in ein Haus ein, laut ersten Angaben erlosch das Feuer von alleine.

Die Feuerwehr zog mit einem Quad ein Wohnmobil aus den Fluten. Foto: privat

Zeitweise unpassierbar war die Bundesstraße 49 im Bereich von Feldatal. Am Ortsschild von Ermenrod schwappten Schlamm und Wasser über die Fahrbahn. Mit Frontladern, Schaufeln und Besen räumten Feuerwehrleute die Straße frei. In der Gemeinde Gemünden wurde das Feuerwehrhaus von Otterbach überschwemmt. Mit Sandsäcken und Holzbarrieren versuchten die Feuerwehrleute den örtlichen Bach im Zaum zu halten, zur Unterstützung rückten die Feuerwehr der Stadt Homberg sowie der Gemeinde Mücke mit Sandsäcken an.

Auch Ermenrod wurde nicht verschont. Foto: privat

Im Stadtgebiet von Ulrichstein war besonders das Dorf Helpershain betroffen, dort wurden der Feuerwehr mehrere Einsatzstellen wie Wassereinbrüche in Kellern oder verschlammte Straßen gemeldet. Fast von der Außenwelt abgeschlossen war in den Abendstunden das Feldatal-Dorf Köddingen, dort kam es zu großflächigen Überschwemmungen. „Das wird eine lange Nacht“, sagte Feldatals Gemeindebrandinspektor Rüdiger Klaus. Weitere Wasserschadensmeldungen gab es aus Herbstein, Lautertal und Wartenberg.

Zu keinen Einsätzen kam es bis 22 Uhr in Alsfeld, Kirtorf, Romrod und Schlitz.

Weitere Eindrücke der Feuerwehreinsätze:

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