Für die Sanierung vom Haus Speier in Angenrod bekam der Verein eine städtische Förderung ihm Rahmen des Förderprogramms "Fachwerkstadt Alsfeld". Auf dem Bild: Martin Schultheis (Stadtbauamt), Konrad Rüssel (Gedenkstätte Speier e.V.), Bürgermeister Stephan Paule, Saddiq Siddiqie, Siddiq Siddiqie und Anton Reichel. Foto: Stadt Alsfeld

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Mit Förderprogramm "Fachwerkstadt Alsfeld" Sanierungen von historischen Gebäuden unterstütztGedenkstätte Speier erhält städtische Förderung

ANGENROD (ol). Die Stadt Alsfeld unterstützt im Rahmen des stadteigenen Förderprogrammes „Fachwerkstadt Alsfeld“ die Sanierung von historischen Fachwerkgebäuden. Davon konnte jetzt auch das „Haus Speier“ in Angenrod profitieren, dass einen Förderbescheid in vierstelliger Höhe bekam.

Im vergangenen Jahr konnte das Haus Speier bereits mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet werden und in diesem Jahr kam eine neue Förderung dazu: Für die Sanierung des Hauses bekam der Verein eine städtische Förderung ihm Rahmen des Förderprogramms „Fachwerkstadt Alsfeld“.

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es, Bürgermeister Stephan Paule war es ein besonderes Vergnügen, den städtischen Förderbescheid in vierstelliger Höhe überreichen zu können. Konrad Rüssel und Joachim Legatis von der Gedenkstätte Speier Angenrod e.V. freuten sich. Mit den bewilligten Mitteln sollen bereits weitere bauliche Maßnahmen am Gebäude finanziert werden.

Über das Förderprogramm „Fachwerkstadt Alsfeld“
Wenn Sie ein historisches Fachwerkhaus besitzen und es fit für die Zukunft machen wollen, können Sie seit dem 1. Januar 2017 bei der Stadt Alsfeld einen Antrag auf finanzielle Förderung stellen. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt.

Bei Fragen helfen Ihnen die Mitarbeiter/innen im Stadtbauamt gerne weiter: Tel. 06631/182121 oder 122, Email: stadtplanung@stadt.alsfeld.de 

6 Gedanken zu “Gedenkstätte Speier erhält städtische Förderung

  1. Man hätte mit dem Haus sanieren vor 30 Jahren anfangen können, aber nicht wenn es schon eine absolut katastrophale Ruine ist. Das ist für mich absolute Geld Verschwendung. Das Geld hätte man in die Kindergärten und Schulen investieren müssen! Da hätte man was vernünftiges mit bezweckt.

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  2. In welcher Zeit lebt Ihr eigendlich.. ok sicher diese Zeit war schlimm aber diese ist lange vorbei und die kommenden Gernerationen müssen sich nicht andauernt für das vergangende entschuldigen und alles wieder hoch holen!

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  3. @Handwerker 16.05.2018 um 12:26 Uhr
    Mancher der hier Kommentierenden vielleicht auch. Das Wort Tierheim finde ich in diesem Zusammenhang völlig deplaziert, nicht nur, weil die deportierten Menschen in Viehwagons abtransportiert und schlechter als dieses behandelt wurden. Aber auch den Tierheimen selbst und ihrer guten Arbeit schadet ein solches Gerede.

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  4. Man sieht doch schon wieder an den „Dislikes“, wie notwendig die Erinnerungskultur gerede im heimischen Raum ist (siehe auch Stolpersteine!). Die jüdischen Nachbarn verschwanden, und keine Hand rührte sich. Im Gegenteil: Häuser und Hausrat der Juden wurden preiswert versteigert. Das jüdische Silberbesteck und manches antike Möbel befinden sich wohl noch immer in den Haushalten biederer Vogelsberger. Wenn sich heute die Zuwanderer von Gestern als die „guten Migranten“ darstellen wollen, indem sie sich den Rechtspopulisten anbiedern, sollte man sie an das Schicksal der Juden im Vogelsberg erinnern. Diese galten bis in die 1920er Jahre hinein als bestens integriert. Der Antisemitismus, soweit er öffentlich diskutiert wurde, war bis dahin vor allem eine Modeströmung der „gehobenen Stände“ (https://www.welt.de/kultur/history/article106158608/Es-war-ein-Englaender-der-Hitlers-Judenhass-praegte.html). Doch seit 1934 – früher als in den meisten anderen Regionen Deutschlands – gab es im Vogelsberg bereits Judenpogrome (http://www.alemannia-judaica.de/alsfeld_synagoge.htm)! Und wie schäbig erst wurden die wenigen Opfer behandelt, die nach dem Krieg in den Vogelsberg zurückkehrten. Wir brauchen Orte wie die Gedenkstätte Speier ganz dringend, gerade zur historischen Aufklärung der „guten Migranten“, die den Despoten in ihrem Herkunftsland Trikots mit Ergebenheits-adressen überreichen.

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  5. Sehr gut, dass man sich durch feindselige Kommentare nicht beirren und die Gedenkstätte nicht verkommen lässt. So bleibt die Erinnerung erhalten, dass die Nazi-Verbrechen nicht „irgendwo im Osten“, sondern vor der eigenen Haustür und in der unmittelbaren Nachbarschaft stattgefunden haben.

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