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Vorbereitungen für den 1. Mai mit Blick auf SyrienDGB-Vorstand bespricht „Kampftag“ der Arbeitenden

VOGELSBERG (ol). Der 1. Mai ist nicht mehr weit. Auf seiner jüngsten Sitzung besprach der örtliche DGB-Vorstand für Vorbereitungen für den „Kampftag“ der Arbeitenden. Diesmal soll es bei den Kundgebungen der Gewerkschafter darum gehen. sich für bessere Arbeitsbedingungen und Unterstützung für Kriegsopfer aus Syrien einzusetzen.

Der 1. Mai soll mit Kundgebungen in Alsfeld und Schlitz gefeiert werden. In den Redebeiträgen soll es um den Kampf für gute Arbeit und auch um Solidarität mit Opfern des Syrienkrieges gehen. Die Gewerkschafter beschlossen einstimmig bei einer Enthaltung die Unterstützung für eine Solidaritätsfahrt nach Nordsyrien, heißt es in einer Pressemitteilung.

Solidaritätsfahrt nach Nordsyrien

Joachim Legatis vom Landesvorstand der Medien-Gewerkschaft dju in verdi stellte das Projekt vor. In diesem geht es um die Unterstützung einer Solidaritätsfahrt von hessischen Gewerkschaftern, Journalisten und Politikern nach Kobane in Nordsyrien. Diese soll die zwei Ziele verfolgen Solidarität mit den Angegriffenen zu zeigen und sich um Unterstützung von deutscher Seite zu informieren.

Es wird davon ausgegangen, dass das nächste Ziel eines türkischen Angriffs die Region Kobane sein soll, mit dem Ziel die sich dort befindenden Kurden zu vertreiben. Ähnlich wie bei den Vorfällen der benachbarten Region Afrin. Kobane wurde durch einen Großangriff seitens des IS bekannt, welcher von kurdischen Streitkräften abgewehrt werden konnte.

Die mehrheitlich kurdischen Gebiete Kobane und Quamishli sind Regionen, in denen Minderheiten wie Jeziden, Aleviten und Christen neben den Sunniten friedlich leben können. In diesen werden Frauenrechte gestärkt, zudem ist die dortige Politik anti-islamistisch. Deutschland fühlt sich diesem Konflikt aufgrund der deutsch-türkischen Gesellschaft verbunden. Viele heißen den Kriegskurs vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und die Waffenexporte im Millionenbereich gut.


Dabei folgen die deutschen Sicherheitsbehörden der Lesart Erdogans, wonach die Kurden-Miliz YPG eine Tarnorganisation der verbotenen türkischen PKK ist. Das ist nicht nachvollziehbar, wie Legatis erläuterte. So kämpfen US-Soldaten Seite an Seite mit der YPG in Syrien gegen den IS, in Deutschland gilt die Miliz als terroristische Organisation.


3 Gedanken zu “DGB-Vorstand bespricht „Kampftag“ der Arbeitenden

  1. Aha, mit den Beiträgen der deutschen Arbeiter nach Nordsyrien fahren. Wir haben ja auch so viele Beitragspflichtige Arbeiter aus Syrien. Macht mit dem Geld was sinnvolles oder bleibt gleich in Syrien.

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  2. Aha, wieder ein Beitrag gestrichen. Man darf wohl die Wahrheit nicht mehr sagen, oder?

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