Zeit für persönliche Gespräche nahm sich auch der stellvertretende Schulleiter Joachim Gerking. Alle Fotos: Traudi Schlitt

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Alexander-von-Humboldt-Schule präsentiert sich den zukünftigen Gymnasiasten mit einem breiten AngebotHohe Standards in vielen Bildungsbereichen

LAUTERBACH (ol). Mit viel Musik startete am Samstagmorgen die Alexander-von-Humboldt-Schule in den Tag. Eine Informationsveranstaltung für Schüler und Eltern der zukünftigen Jahrgangsstufe 5 war der Grund für das volle Haus an einem Wochenende, an dem das Lauterbacher Gymnasium nicht nur sein vielfältiges Angebot präsentieren wollte, sondern auch Fragen der zukünftigen Eltern und Schüler beantworten wollte, einen großen Teil des Kollegiums vorstellte sowie verschiedene übergreifende Konzepte wie das Classroom Management, die Seminare zum „Lernen lernen“ oder die Berufs- und Studienorientierung.


Eingerahmt von den schuleigenen Musikformationen – der Band unter der Leitung von Jörg Becker, den Orchesterklassen unter der Leitung von Markus Euler und dem Pop-Chor unter der Leitung von Raili Orrava – begrüßte Schulleiterin Gitta Holloch ihre Gäste sehr persönlich. „Ihr seid heute gekommen, um zu schauen, ob es euch vielleicht an unserer Schule gefallen könnte“, zeigte Holloch sich sehr erfreut.

„Was ist für euch eine gute Schule?“ – Schulleiterin Gitta Holloch im Dialog mit den jungen Gästen.

Die Wahl der zukünftigen Schule sei eine wichtige Entscheidung, die es jetzt gemeinsam mit den Eltern zu treffen gelte. An die Kinder wandte sie sich mit der Frage, was eine gute Schule wohl sei: Nette Mitschüler, verständnisvolle Lehrer, gutes Essen, Spaß am Unterricht und eine tolle Band-AG wurden u.a. gewünscht – alles da an der AvH, wie Holloch versicherte und wovon die zukünftigen Gymnasiasten sich auch gleich selbst überzeugen konnten.

Markus Euler präsentierte respektable Ergebnisse der Orchesterklasse nach nur einem halben Jahr Unterricht.

Denn nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer stellten ihre Fächer und Bereiche vor, auch viele Schülerinnen und Schüler der AvH hatten sich am Samstag auf den Weg in ihre Schule gemacht, um interessante Projekte vorzustellen und auf Fragen der Gäste einzugehen.

Sprachlich, mathematisch, naturwissenschaftlich und kreativ

Die musikalischen Angebote hatten diese ja bereits kennengelernt. Fachsprecher Markus Euler ging noch einmal dezidiert auf die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit der Orchesterklassen ein und lud die jungen Schülerinnen und Schüler ein, das schulische Angebot an Mietinstrumenten doch einmal genauer kennenzulernen. Aus dem künstlerischen und musischen Bereich stellten sich auch die Schülerinnen und Schüler der DS-Kurse (Darstellendes Spiel) den Gästen vor, die Tanz-AG zeigte eine kleine Darbietung und in den Kunsträumen gab es sowohl etwas zu sehen als auch selbst zu gestalten. Doch nicht nur auf diesem Gebiet verfolgt und lebt die Alexander-von-Humboldt-Schule einen hohen Anspruch.

Die AvH ist musikalisch – das bewies auch der Pop-Chor.

Sie präsentierte sich auch auf hohem mathematisch-naturwissenschaftlichen Niveau und zeigte sich auch international sehr gut aufgestellt. Im letzten Jahr ausgezeichnet als MINT-freundliche Schule und auf diesem Gebiet nicht nur mit der MINT-AG aktiv, ist das Angebot der AvH in den Fächern der Naturwissenschaften, der Informatik und der Mathematik auch über die Grenzen Lauterbachs hinaus bekannt.

Sprachlich und kulturell zeichnet sich die Schule zum einen durch das Fremdsprachenangebot aus – seit diesem Schuljahr kann man hier neben Englisch, Französisch und Latein auch Spanisch lernen -, zum anderen auch durch ganz außerordentliche Austauschfahrten und Partnerschaften. Die Highlights auf diesem Gebiet stellen sicherlich die regelmäßigen Fahrten nach China und in die USA dar, die anlässlich dieses Tages selbstverständlich präsentiert wurden – neben Fahrten nach Tschechien oder England.

Wie man Mathe spannend machen kann, war an vielen Beispielen zu sehen.

Schulklima aktiv mitgestalten: Schule ohne Rassismus

Neben dem klassischen Unterrichtsangebot, das die zukünftigen Fünftklässler kennenlernen konnten, interessierten sich die jungen Gäste besonders für das vielfältige AG-Angebot: Von Lego-Mindstorms über die Reit- und Golf-AG bis hin zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Schule ohne Rassismus oder Streitschlichter können die Schülerinnen und Schüler viele verschiedene interessante Gebiete finden, mit denen sie sich nachmittags sinnvoll und nachhaltig beschäftigen und Interessen entwickeln oder ausbauen können.

Gut besucht: der Computerraum mit Lego Mindstorms und der Prgrammier-AG.

Für die Eltern zu diesem Zeitpunkt noch interessanter als für die Kinder sind die Angebote, die wie ein Netz die ganze Schulzeit umspannen und begleiten: Anne Marufke stellte das Classroom Management vor, ein Konzept, das Ruhe in die Klassenräume bringt, verbindliche Regeln für alle implementiert, die Konzentrationsfähigkeit erhöht und somit deutliche Lernerfolge mit sich bringt. Sibel Yildirim präsentierte das Konzept der „Schule ohne Rassismus“.

Es bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Berufs- und Studienorientierung, die Oliver Stoy vorstellte. Bereits ab der fünften Klasse werden hier altersgerechte Angebote mit Blick auf die Hinführung zu Ausbildung und Studium koordiniert. Und Corinna Kraus präsentierte die verschiedenen Möglichkeiten der Methoden und Lernorganisation.

Kunst zum Anschauen und zum Mitmachen konnten die Kinder am Samstag entdecken.

Während all dessen war es übrigens möglich, kleinere Kinder in gute Hände zur Betreuung abzugeben – all das zusammen zeigte die AvH als lebendigen Raum, der Spaß am Lernen und Verständnis für die Schüler mit vielen anderen Ansprüchen verbindet und die jungen Gästen sicher neugierig machte. Aus diesem Grund bietet das Gymnasium auch Schnuppertage an, die individuell abgestimmt werden können.