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Theater Liberi führt Pinocchio - Das Musical in der Stadthalle Alsfeld aufGroßes Theater trotz vieler freier Plätze

ALSFELD (bk). „Ich bin dein Gewissen, nicht deine Dienstgrille“, empört sich die Grille, als Pinocchio sie bittet etwas für ihn zu erledigen. Mit viel Humor, stimmungsvoller Musik und großartigem Schauspiel faszinieren die Darsteller von „Pinocchio – Das Musical“ vom Theater Liberi die Besucher bei ihrer Show am Samstagnachmittag in der Stadthalle Alsfeld.

Die Besucher, oftmals direkt mit der ganzen Familie angereist, waren gekommen, um der Holzpuppe Pinocchio bei ihrem erwachen und ihrem Schabernack zuzuschauen. Sein größter Traum: Ein echter Junge sein. Dabei machte die Schauspieltruppe rund um Pinocchio Darsteller Maik Dehnelt einen überragenden Job und konnte so nicht nur die zahlreichen Kinder sondern auch ihre erwachsenen Begleiter für sich gewinnen. „Es ist einfach richtig schön“, lautete durchweg das Lob der Erwachsenen, während die Kinder sogar die Botschaft hinter dem Stück verstanden: „Zum Glück hab ich keine lange Nase“, sagte eine junge Besucherin.

Ein Musical-Erlebnis für die ganze Familie

Besonders hervor stach während der Aufführung die eigens vom Musikerduo Christoph Kloppenburg und Hans Chistian Becker komponierte Musik, die mit den Live-Gesangseinlagen der Darsteller ein ganz faszinierendes Highlight boten. Da griff man beim Verkaufsstand gerne zu der CD mit den Liedern aus dem Stück. Ein Vater, der mit seiner Familie aus der Nähe von Kassel angereist war freute sich nach der Autogrammstunde der Darsteller schon auf die Fahrt zurück: „Jetzt können wir auf der Heimfahrt gleich weiter die Musik hören. Es war wirklich sehr schön,“ lobte er sichtlich begeistert.

Ein eingespieltes Team v.l.n.r: Michael Martin als Kater, Irene Eggerstorfer als Fuchs, Jana Flaccus als blaue Fee, Elisa Pape als Grille, Rick Middelkoop als Geppetto und sitzend davor: Maik Dehnelt als Pinocchio Foto: bk

Trotz der Begeisterung blieben viele Stühle leer: Das Musical der Bochumer Schauspielgruppe war nicht ausverkauft. Doch das tat dem Spaß und der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde fleißig mitgefeiert, gejubelt und die Animationsrufe der Schauspieler, die das Publikum in die lebhafte Show mit einbezogen, wurden freudig erwidert. Die ersten großen Lacher erntete Geppetto Darsteller Rick Middelkoop bereits, als er zu Beginn seinen hölzernen Sohn zusammensetzte und dabei an die Namensfrage kam: „Hm, du bist aus Pinienholz, dann nenne ich dich – Horst.“ Doch seine Namenswahl verwarf er selbst schnell und so war er geboren – Pinocchio.

Durchweg sah man nach dem Auftritt nur strahlende Gesichter. Vielleicht lag das auch an dem Happy End, welches die Autoren für das Stück geschrieben hatten. Um das Musical-Erlebnis perfekt zu machen und die Kinder voller Hoffnung nach Hause zu schicken, belohnte die blaue Fee den eifrig lernenden Pinocchio zum Schluss mit seinem größten Wunsch: „Ich bin ein richtiger Junge.“

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