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Hessisches Innenministerium überreicht Zuwendung von 1.500 Euro an Förderverein der Feuerwehr AlsfeldMuseum für Alsfelder Feuerwehrgeschichte entsteht

ALSFELD (ol). Lederne Löscheimer, Messinghelme und Spritzenwagen aus Holz: Im Eingang der Feuerwache der Stadt Alsfeld entsteht ein kleines Museum rund um den Brandschutz. Am Montagabend überreichte dazu der CDU-Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel für das Hessische Innenministerium eine Zuwendung in Höhe von 1.500 Euro an den Förderverein der Alsfelder Feuerwehr.

Dessen Ehren- und Altersabteilung kümmert sich seit Jahren um den Erhalt von historischen Dokumenten und alten Einsatzgeräten, federführend sind hierbei Rita Bücking und Erwin Heiser. Bürgermeister Stephan Paule sprach von wertvollen Stücken, die vor wenigen Jahren durch ein Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Die Geschichte des Brandschutzes, aber auch des Rettungswesens und des Katastrophenschutzes in Alsfeld werden durch dieses Engagement bewahrt“, sagte Paule.

Paule und Wiegel bei der Besichtigung der ersten Exponate. Foto: privat

Beeindruckt zeigte er sich schon jetzt von den im Eingangsbereich der Feuerwache ausgestellten Exponaten: „Sie bieten einen guten Überblick zur breiten Aufstellung der Feuerwehr Alsfeld in der Historie“. Er sprach wörtlich von einem künftigen Blickfang im Entree der Feuerwache. Aus seiner Sicht verkörpert die Feuerwehr die gesamte Gemeinschaft einer Stadt.

Brandschutz damals und heute

Der Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel hob zur Überreichung der Zuwendung hervor, dass mit den Alsfelder Feuerwehrexponaten die Geschichte des Brandschutzes nachvollziehbar dargestellt werde. „Hier wird gezeigt, wie der Brandschutz damals war“, erklärte Wiegel im Hinblick auf die Ledereimer und Handpumpen. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den Übersetzungen der in altdeutscher Schrift verfassten Protokollbücher ins Digitale. „Man muss wissen wo man her kommt, dann weiß man wo die Zukunft liegt“, sagte der Landtagsabgeordnete.


Der Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel übt sich im Lesen der altdeutschen Schrift in einem der historischen Protokollbücher. Foto: privat

Carsten Schmidt, der Vorsitzende des Alsfelder Feuerwehrfördervereins, zeigte sich über die finanzielle Unterstützung des Landes für die Bewahrung der Historie in Alsfeld sehr dankbar. Er sprach von außergewöhnlichen Exponaten, die in Zukunft in dem kleinen Feuerwehrmuseum gezeigt werden sollen. Wie er schilderte, blickt die Feuerwehr in Alsfeld auf eine lange Tradition zurück. Er hob unter anderem den Alsfelder Besuch des Revolutionärs der Brandbekämpfung Carl Metz im Jahr 1853 hervor, dem sich der Kauf der ersten Stadtspritze Alsfelds anschloss. Die Spritze ist erhalten und eines der ältesten Exponate des künftigen Museums.

Fertigstellung Museum wird noch dauern

Bescheiden zeigten sich die Vertreter der Ehren- und Altersabteilung zur Übergabe, hatten aber zahlreiche Anekdoten und Begebenheiten aus der Geschichte der Feuerwehr Alsfeld zu berichten. Ihren Schilderungen war unter anderem zu entnehmen, dass früher jeder Haushalt einen Ledereimer für die Brandbekämpfung vorhalten und im Notfall zur Hilfe eilen musste. Bis zur Fertigstellung des Museums wird es noch eine Weile in Anspruch nehmen. „Wir bemühen uns“, erklärte dazu Rita Bücking. „Es braucht alles seine Zeit“, ergänzte Erwin Heiser.

1.500 Euro Zuwendung für das Feuerwehrmuseum in Alsfeld. Von links: Vereinsvorsitzenden Carsten Schmidt und Uwe Rein, Rita Bücking, Bürgermeister Paule, Landtagsabgeordneter Wiegel und Erwin Heiser. Foto: privat

Derzeit können bereits sechs Vitrinen und zwei historische Löschwagen im Eingang der Feuerwache am Fulder Tor nach Anmeldung besichtigt werden.



9 Gedanken zu “Museum für Alsfelder Feuerwehrgeschichte entsteht

  1. @Alyeska „Fan“
    @Bubi
    @Karl Metz
    Ist Ihnen eigentlich bekannt, was Werbung (für schlichte Gemüter: es wird gelegentlich auch noch „Reklame“ genannt) eigentlich letztendlich ist? Eine ganze „Industrie“ mit vielen, vielen Arbeitsplätzen lebt davon! Diese Arbeitsplätze betragen umgerechnet 10 Prozent (Deutschland: 12 Prozent) der Gesamtanstellungen! https://www.marconomy.de/live/articles/577388/

    Und: Werbung gibt es bereits seit ca 6.000 (!) Jahren: https://www.was-war-wann.de/geschichte/werbung.html

    Ein Kernsatz der Werbung lautet: „Tue Gutes und rede darüber!“
    Was sind ansonsten zB die bekannten Spendenübergaben mit übergroßen Spendenschecks, die verteilt über’s ganze Jahr mit medialer Teilnahme stattfinden, bevorzugt in der Weihnachtszeit?
    Viele soziale Projekte können (leider) nur (noch) mit derartigen Spenden überleben! :/

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  2. Na da pass aber einer mal genau auf: Bildung ist auch eine Holschuld. Wann beginnen Sie damit?

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  3. Also wenn ich die schlauen und auch dummen Kommentare lese, wird mir ganz offentsichtlich schlecht. So viel Arroganz und Impertinenz passen nicht auf eine Kuhhaut.

    Mr ist nicht bekannt, dass die angesprochene Person sich ständig auf die Schultern klopft undsich in den Vordergrund schiebt. Die Aussage, die wahrscheinlich aus Feuerwehrkreisen stammt: Anerkennung muss man sich verdienen usw. Diese Personb soll den Mund halten und sich in ihre inneren Gemächer zurückziehen. So wie ich die Frau Wahl kenne, hat sie einiges Geleistet gerade in Sachen feuerwehr, soo dass es den Eindruck hat. So manche von den Herren am Fulder Tor sind neidisch.
    Ich kann nur der frau den Rat geben, denken wie Goldschmiedsjunge. Und damit basta!!!

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  4. @Egon Schlauch
    Sorry, aber in dem Fall gilt offensichtlich ebenfalls: „Nomen est Omen“, denn entweder Sie stehen breitbeinig auf exakt demselben und/oder Ihr Google ist kaputt
    Bildung bzw Informationen sind nicht nur eine Bringschuld, sondern auch eine Holschuld!

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  5. Wer sich ständig selbst auf die Schulter klopft braucht doch keine anderen mehr die das für ihn tun! Oder: je größer der Pfau sein Rad schlägt umso besser kann man sein …. sehen.

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  6. Anerkennung muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt. Eigenlob dünstet unangenehm.

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  7. Danke Schön Alyeska!!!
    Da gibt es doch jemand in der Stadt, der an mich denkt.

    Die Damen und Herren von der Alters- und Ehrenabteilung tun dies nicht. Da bin ich nicht gefragt, obwohl ich 15 Jahre an der Aufarbeitung der Geschichte der FF Alsfeld und des Altkreises Alsfeld gearbeitet habe. Auch unser Herr Bürgermeister tut sich schwer einmal ein Wort der Anerkennung zu finden.

    Ach sollen die so gescheiten Leute doch glücklich werden.
    Nur sollen sie andere nicht vergessen.

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  8. Es wäre schön (und auch passend) gewesen, wenn Frau Viktoria Wahl zu diesem Termin eingeladen worden wäre.

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