Schotten-Wingershausen – das Dorf mit dem Weinberg und der markanten Basaltkirche – erhielt von Dr. Jens Mischak (re.) die Siegerurkunde im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Bürgermeisterin Susanne Schaab dankte auch der scheidenden Abteilungsleiterin Margit Kock-Wagner für die gute Zusammenarbeit. Fotos: Gaby Richter

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Ehrung der Teilnehmer aus dem Vogelsbergkreis – Preis- und UrkundenverleihungRegionalentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017

VOGELSBERG (ol). Gleich 13 Dörfer aus der Bewertungsregion Vogelsberg/Wetterau hatten sich am Regionalentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt – mit großartigem Erfolg: Siegerdorf ist Schotten-Wingershausen, das Dorf mit eigenem Weinberg. Aber auch vier weitere Dörfer – mit dabei Altenburg und Berfa – konnten Sonderpreise entgegennehmen.

Kontinuierlich würden dort neue Projekte vernetzt und gemeinschaftlich umgesetzt, von der Mitfahrbörse über intensive Gemeinwesenarbeit bis zum Naturschutz, heißt es in der Begründung. Wingershausen und der zweitplatzierte Ort Nidda-Ober-Schmitten aus dem Wetteraukreis werden in der nächsten Runde beim Landeswettbewerb für die Region antreten. Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Kreises der Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak beglückwünschte die Vertreterinnen und Vertreter aller elf Vogelsberger Teilnehmerdörfer und überreichte Siegerurkunden und Sonderpreise.

Es gehe zwar um Platzierungen bei Wettbewerben, letztlich hätten jedoch alle Teilnehmer gewonnen, sagte Mischak. „Bereits mit der Anmeldung zeigen sich Bereitschaft und Engagement, sich für den eigenen Lebensmittelpunkt einzusetzen. Das gemeinsame Handeln festigt das Miteinander und das Wir-Gefühl im Dorf und zugleich die Verbindung und Zusammenarbeit mit der Kommune. Das ist die originäre Zielsetzung und der eigentliche Mehrwert des traditionellen Dorfwettbewerbs.“

Einer der Sonderpreise der Jury ging nach Wallenrod für den außergewöhnlichen Kindergarten „Musel-Wusel-Land“. Stadtrat Nahrgang und Ortsvorsteher Caspar nahmen den Preis entgegen und kündigten an, das Preisgeld gleich wieder reinvestieren zu wollen. Foto: Gaby Richter

Aktive und starke Dorfgemeinschaften und ehrenamtliches Engagement

Die Ausrichtung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ habe sich im Laufe der Zeit geändert: Heute gehe es um aktive und starke Dorfgemeinschaften, die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements, wirtschaftliche Initiativen und kulturelle Aktivitäten, nachhaltige Siedlungsentwicklung sowie Verständnis für den Umgang mit der biologischen Vielfalt und unserem Naturraum. Man setze auf die Kompetenz der Dorfgemeinschaft und ihren Gestaltungswillen und binde die politischen Verantwortlichen mit ein. Bewertet werde, wie alle Generationen im Ort ihre Ausgangssituation aufgriffen und gemeinsam an ihrer Zukunft arbeiteten.

Mischak ermunterte dazu, die in Gang gesetzten Ideen und Projekte weiter zu entwickeln. Der Fachkommission galt sein Dank für die Bereisung und Bewertung der 13 Teilnehmerdörfer. Und ein ganz besonderes Dankeschön sprach er Margit Kock-Wagner aus, der Abteilungsleiterin Regionalentwicklung. „Ihr Name ist untrennbar mit den Themen Dorferneuerung und Regionalentwicklung verbunden. Sie im Saal kennen sie alle und ich möchte diese Veranstaltung zum Anlass nehmen, für Ihre Arbeit zu danken und alles Gute für Ihren Ruhe- oder Unruhestand zu wünschen.“ Auch Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab überreichte ein kleines Präsent und lobte die hervorragende und kreative Zusammenarbeit in der Vergangenheit sowie die gute Vernetzung nach Wiesbaden, die so manches Mal von Nutzen gewesen sei.

Alle erfolgreichen Teilnehmer mit ihren Urkunden beim abschließenden Gruppenfoto. Foto: Gaby Richter

Die Teilnehmer, ihre Preise und Sonderpreise

Schotten-Wingershausen als Sieger erhält 4.000 Euro

In dem Dorf mit dem Weinberg und der markanten Basaltkirche werden kontinuierlich neue Projekte vernetzt und gemeinschaftlich umgesetzt, von der Mitfahrbörse über intensive Gemeinwesenarbeit bis zum Naturschutz.

Homberg-Nieder-Ofleiden erhält für den 3. Platz 2.000 Euro

Einen Ort mit dem Fahrrad entdecken – auf diese kreative Weise hat sich Nieder-Ofleiden präsentiert und gezeigt, wie Wirtschaft (MHI mit der Stein-Expo, Logistikzentrum, Dienstleister zur Grundversorgung) und kulturelle Initiativen im Dorf zusammenwirken.

Schlitz-Üllershausen erhält 1.000 Euro für den 4. Platz

Ein Dorf mit 211 Einwohnern und starker Dorfgemeinschaft. Im guten Einklang von Mensch, Natur, Umwelt und den dörflichen Strukturen zeigt Üllershausen wie hoch die Lebensqualität in kleinen Orten sein kann.

Lautertal-Hopfmannsfeld erhält 500 Euro für den 5. Platz

Der Bürgerverein „Hopfmannsfeld aktiv“ beweist, dass Angebote für alle Generationen geschaffen werden können (Mehrgenerationenplatz, Nachbarschaftshilfe). Gute Verbindung von Dorf, Kulturlandschaft und regionalen Produkten (Honig, Ziegenkäse) aus dem Dorf.

Für ihre erfolgreiche Teilnahme gingen Urkunden an Homberg/Appenrod, Alsfeld-Eifa und Schlitz-Hutzdorf.

Sonderpreise in Höhe von jeweils 300 Euro überreichte Dr. Mischak an vier Ortschaften:

Alsfeld-Altenburg für den „kleinen Hessenpark“ – ein denkmalgeschütztes, baukulturelles Ensemble aus translozierten Fachwerkhäusern mit hoher Wohnqualität im alten Ortskern.

Alsfeld-Berfa für die „Verantwortungsgemeinschaft Berfa“ und dem sogenannten „Berchtaweg“, der Alsfeld mit Berfa verbindet und die landschaftlichen Potenziale des Bechtesbergs erschließt.

Lautertal-Hörgenau für die Gestaltung und Organisation des Jugendtreffs. Das Gebäude wurde 2016 von den Jugendlichen mit Unterstützung der Gemeinde saniert und wird in Eigenregie organisiert.

Lauterbach-Wallenrod für „Musel-Wusel-Land“: Kindergarten in einer ehemaligen Hofreite im Ortskern mit ansprechend gestalteter Außenanlage mit Abenteuer- und Wasserspielplatz.

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