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Schwerstkranken Kindern- und Jugendlichen in der Region einen Weihnachtswunsch erfüllenWeihnachtsaktion: Alsfeld erfüllt Herzenswünsche

ALSFELD (ol). Weihnachten erinnert im besonderem Maße an die Tugenden der Nächstenliebe und der Hilfsbereitschaft gegenüber den weniger gut gestellten Mitmenschen. Aus diesem Grund haben sich Julia Schuchard und Christopher Din eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Sie wollen schwerstkranken Kindern einen kleinen oder großen Herzenswunsch erfüllen.

In der Pressemitteilung der Stadt Alsfeld heißt es, die Alsfelderin Julia Schuchard und Christopher Din haben bereits im August einen Flohmarkt zugunsten der siebenjährigen Summer-Justine, die an einem bösartigen Hirntumor erkrankt ist, veranstaltet. Als zehnjähriger bekam Christopher Din selbst die Diagnose „Diabetes Typ 1″, eine Autoimmunkrankheit. Seit Anfang Oktober sei Din aufgrund einer Unterschenkel Amputation selbst auf einen Rollstuhl angewiesen. „Der Rückhalt bei Freunden und Bekannten gab mir die Kraft weiterzumachen und nicht aufzugeben“, sagte der 33-Jährige.

Auch die Familien und Geschwister von schwerstkranken Kindern brauchen brauchen Unterstützung, denn Eltern verbringen täglich oftmals mehr als zwölf Stunden in der Kinderklinik oder Hospiz bei ihrem kranken Kind. Deshalb haben Schuchard und Din die Aktion „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ ins Leben gerufen. Dabei geht es laut Pressemitteilung um die Anschaffungen von Hilfsmitteln aber auch um Fußbälle oder Puppen – Kinderwünsche zu Weihnachten. „Wünsche, die oft nicht in Erfüllung gehen weil das Geld oder auch die Zeit fehlt“, heißt es seitens der Stadt weiter. Genau da setze die Aktion „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ an.

Auch in der Region brauchen Familien Unterstützung oder Hilfe

„Auch in unserem unmittelbaren Umfeld gibt es vom Schicksal betroffene Familien mit schwerstkranken oder behinderten Kindern, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen. Wie diese betroffenen Familien ihr Schicksal annehmen, Krisen bewältigen und die Hoffnung trotz allem nicht aufgeben, hat mich immer wieder sehr beeindruckt. Diese Menschen kennenzulernen ist bereichernd – ihnen zu helfen ist eine erfüllende Aufgabe“, erklärte Julia Schuchard ihre Idee.

Sie müsse tief durchatmen, wenn sie an die Geschichte des 17-jährigen Julian denke. „Julian ist schwerbehindert und benötigt einen speziellen Sitz, damit er im Auto mitfahren kann. Dieser kostet 4.400 Euro. Die Kosten werden von der Krankenkasse aus zwei Gründen nicht übernommen: Erstens zahlt die Kasse nur bis zum 16. Lebensjahr und zweitens nur wirkliche Hilfsmittel, zu denen ausschließlich bewegliche Gegenstände gehören“, so aus der Pressemitteilung. Aus dieser Motivation sei die Idee entstanden, diesen Kindern in der Region einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Paule: „Für mich ist die Aktion eine Herzensangelegenheit“

Und so soll es funktionieren: Um die Kinderwünsche erfüllen zu können, seien die Organisatoren wieder auf die Spenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie Firmen angewiesen. Wer also einen Wunsch erfüllen möchte, könne sich ab dem 20. November bis zum 1. Dezember bei Julia Schuchard unter der Rufnummer 0172/6610444 oder per E-Mail an alsfeld-erfuellt-herzenswuensche@gmx.de melden. Ferner können die Eltern der schwerstkranken Kinder unter der Adresse ebenfalls die Wünsche Ihrer Kinder einreichen.

Schwerstkranke Kinder, ihre Eltern und die Geschwister sollen durch diese einzigartige Aktion erfahren, dass es Menschen gibt, die sich für sie einsetzen. Sie sollen das Gefühl erleben, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind – das gebe ihnen Hoffnung und neuen Mut. „Für mich ist die Aktion eine Herzensangelegenheit – und das ehrenamtliche Engagement, das sich auf unsere gesamte Region bezieht, kann nicht hoch genug gewürdigt werden“, fand auch Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule.

Einige Kinder sollen ihre Geschenke bereits am 18. Dezember bei einer Veranstaltung erhalten, doch die Aktion werde auch darüber hinaus weiter laufen. „Mit einer Spende an das Familienpflegewerk drücken Sie ihre Wertschätzung für Familien aus. Wir helfen Familien – Helfen Sie mit“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Alsfeld abschließend.