Polizeihauptkommissar Wolfgang Keller, Landrat Manfred Görig, Polizeipräsident Günther Voß und Kriminaldirektor Andreas Böhm (von links) bei der Übergabe der Urkunden an die neuen sechs Sicherheitsberater für Senioren. Foto: Erich Ruhl-Bady

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Polizeipräsident Voß überreicht Urkunden an sechs Sicherheitsberater für SeniorenLandrat begrüßt Stärkung der Kriminalitäts-Vorbeugung

VOGELSBERGKREIS (ol) „Der Anfang ist gemacht“, sagte Landrat Manfred Görig, als Polizeipräsident Günther Voß vom Polizeipräsidium Osthessen erstmals im Vogelsbergkreis Urkunden an ehrenamtliche Berater überreichte.

Der Landrat hält eine Stärkung der Kriminalitäts-Vorbeugung für sehr wichtig. Sechs der 19 Kommunen im Landkreis haben jetzt einen Sicherheitsberater für Senioren. Franz Richter (Schotten), Ralf Seibert (Lauterbach), Ewald Hofmann (Schwalmtal), Gregor Alt (Grebenhain), Hubert Röhrig (Grebenau) und Hans-Otto Hühnergarth (Ulrichstein) seien ab sofort vor Ort in ihrer Gemeinde Ansprechpartner für Senioren.

Die Polizei hatte das Konzept im vergangenen Jahr im Kreis-Seniorenbeirat (KSB) vorgestellt. Es sei dort auf fruchtbaren Boden gefallen. KSB-Vorsitzender Dr. Bernd Liller und die Kreisseniorenbeauftrage Rosemarie Müller begrüßten während der Urkundenüberreichung im Lauterbacher Kreishaus den Beginn des Präventionsprojekts.

Betrügern keine Chance geben

Über 50 Fälle von schwerem Trickbetrug zu Lasten von Senioren hat es im vergangen Jahr im Vogelsbergkreis gegeben, berichtete der Chef der Polizeidirektion Vogelsbergkreis, Kriminaldirektor Andreas Böhm. „Am besten ist es, wenn man so gut informiert und sensibilisiert ist, dass eine Trick-Masche gar nicht erst greift“, sagte Böhm. Deshalb sei die Vorbeugung gegen Trickbetrüger ein wichtiges Tätigkeitsfeld für die neuen ehrenamtlichen Berater.

Die ehrenamtliche Unterstützung durch Senioren-Berater sei eine gute Ergänzung der eigentlichen Aufklärungs-, Vorbeugungs- und Ermittlungsarbeit der Hessischen Polizei. Die ehrenamtliche Arbeit habe klare Grenzen: Strafanzeigen aufnehmen und Ermittlung seien selbstverständlich weiterhin ausschließlich Aufgabe der Polizei, betonte der Kriminaldirektor. Ein weiteres Feld der Beratung im Ehrenamt könne sich der Frage „Mobilität im Alter/Teilnahme am Straßenverkehr“ widmen. Dr. Liller und Kreisbeigeordnete Müller wünschen sich in diesem Zusammenhang eine zentrale Anlaufstelle, wo es möglich sein könnte, Auffrischungs-Kurse und Reaktionstests durchzuführen.

Ziel der Präventionsarbeit sei es Senioren vor Kriminalität zu schützen, ihre Lebensqualität durch eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls zu steigern, ihre Hilfe zur Selbsthilfe und zur Hilfe anderen gegenüber zu aktivieren bei gleichzeitiger Mobilitätssicherung eine größtmögliche Verkehrssicherheit für Senioren zu erreichen, erläuterte Polizeipräsident Günther Voß in Lauterbach.

Viele Aufgaben sind möglich

Die neuen Sicherheitsberater, die sich von der Polizei hatten schulen lassen, stünden in engem Kontakt mit der Polizeidirektion Vogelsberg. Sie können daher zeitnah über aktuelle Kriminalitätsformen, Unfallrisiken und die darauf abgestellten Vorbeugungsmöglichkeiten informieren.

Je nach persönlicher Neigung und Erfahrung kann die Vermittlung sehr unterschiedlich gestaltet werden. Grundsätzlich seien folgende Aufgaben denkbar, sagte Kriminaldirektor Böhm: Initiieren, vorbereiten und unterstützen von themenspezifischen Informationsveranstaltungen, Fachtagungen oder Vortragsveranstaltungen bei denen die jeweiligen Kenntnisse zu den örtlichen Netzwerken aber auch die persönlichen Fachkenntnisse der Sicherheitsberater genutzt werden können, um die polizeilichen Berater zu unterstützen beziehungsweise deren Fachvorträge zu ergänzen.

Die Schulung der Seniorenberater erfolge durch die Fachstelle Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen in enger Zusammenarbeit mit dem kriminalpolizeilichen Berater der Polizeidirektion Vogelsberg, Polizeihauptkommissar Wolfang Keller, der ebenfalls in Lauterbach bei der Urkundenaushändigung dabei war. Themenfelder für die neuen Berater sind auch Neue Medien/Cyberkriminalität, interkulturelle Kompetenz, Einbruchschutz, Opferschutz sowie die Mitarbeit im „Netzwerk gegen Gewalt“, in dem beispielsweise der Landkreis und die Polizei eng zusammenarbeiten.

Weitere Informationen:

Wer sich als Seniorin oder Senior für diese ehrenamtliche Arbeit als Sicherheitsberater interessiert, erhält hier entsprechende Informationen:

Polizeipräsidium Osthessen, Fachstelle Prävention, Telefon 0661/105-0, Mail: praevention.ppoh@polizei.hessen.de

Ein Gedanke zu “Landrat begrüßt Stärkung der Kriminalitäts-Vorbeugung

  1. Kriminalitäts-Vorbeugung Urkunden an ehrenamtliche Berater überreichte. Man glaubt man ist im falschem Film. Liebe Wähler am 24.09.2017 man fragt sich wer soll die Schuld zugeschoben bekommen und wer soll es ausbaden. Die Ehrenamtlichen? Man kennt noch die Bilder von Leuten die von oben bis unten mit Orden gehängt sind. Heute sind das die Ehrenamtlichen.Die Ursachen dass man nicht mehr sicher ist geht von den Leuten aus die heute die Orden verteilen. Diese Aktionen vor der Wahl ist Wahlkampf. Aufgepasst!! Man hört nur noch Ehrenamtliche. Sind das die neuen Dummen???? Ein Orden (5,00€) da ein Kaffee Trinken 3,00€, wir brauchen dich 0,00€, ohne euch geht es nicht nicht 0,00€, verfügbar sein 0.00€. Zum Schluss ,ich bräuchte mal Hilfe, das kostet…….. ? Das ist die Realität. Anspruch und Wirklichkeit wie Tag und Nnacht.

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