Leitet erstmals das Treffen des Frauennetzwerkes: Stephanie Kötschau, die neue Beauftragte Integration, Inklusion und Gleichstellung. Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

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Erstes Netzwerktreffen mit neuer Gleichstellungsbeauftragten: Stephanie KötschauFrauen haben viel vor

VOGELSBERGKREIS (ol). Ideen gibt es schon viele, mit der Umsetzung können sich die Frauen noch ein wenig Zeit lassen: Beim jüngsten Treffen des Frauennetzwerkes im Lauterbacher Landratsamt sei bereits überlegt worden, welche Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Frauenwoche im März nächsten Jahres angeboten werden könnten.

Stephanie Kötschau, die neue Beauftragte für Integration, Inklusion und Gleichstellung des Vogelsbergkreises, konnte sich beim ersten Treffen unter ihrer Leitung eine ganze Reihe von Stichworten notieren, wie in einer Pressemeldung bekannt gegeben wurde. „Gegen Schlankheits- und Schönheitswahn“ sei das erste Thema ihrer Liste – mit einem unglaublichen Hintergrund: Junge Mädchen folgen einem neuen Trend und lassen „Schönheits“-Operationen im Genitalbereich durchführen.

„Für mich als Frauenärztin ist es das Schlimmste, dass junge Mädchen zu mir kommen, die sich die Schamlippen verkleinern lassen wollen“, schilderte etwa die Lauterbacher Gynäkologin Dr. Barbara Peters. „Genitalverstümmelung ist ein Asylgrund und hier wird es freiwillig gemacht“, so die empörten Reaktionen aus dem Publikum. Die Lauterbacher Soroptimistinnen haben dieses Thema aufgegriffen, eine Veranstaltung in Fulda besucht und wollen in der Frauenwoche im nächsten Jahr eine Kino-Veranstaltung in Lauterbach anbieten, kündigte Dr. Peters an.

„Mini-Jobs ist ein Frauenthema“

Eine Wanderausstellung zum Thema Mini-Jobs hatte die KVA- Kommunales Jobcenter des Vogelsbergkreises schon einmal gebucht. Vom 6. bis 20. März soll sie zu sehen sein, denn „Mini-Jobs ist leider auch ein Frauenthema“. Auch zwei Vorträge seien angedacht: Zum einen würde es um das Thema Rente gehen, zum anderen um den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen.

Natürlich würde es auch wieder ein Frauenbegegnungsfest geben. Angeregt wurde beim Netzwerktreffen, über das Jahr verteilt ähnliche Veranstaltungen anzubieten. „Arabische Frauen haben große Lust zu tanzen“, so die Botschaft. Überlegt würde nun, gemeinsam mit der Lauterbacher Trachtengilde einen Tanznachmittag anzubieten. Auch ein Frauenschwimmen mit Bademeisterin wünschten sich die muslimischen Frauen. Einen Probelauf könnte es in der Frauenwoche im März geben.

Bis zum nächsten Treffen des Frauennetzwerkes am 13. November wollen alle noch einmal überlegen, mit welchen Veranstaltungen sie sich in der Frauenwoche einbringen könnten. Angedacht sind Lesungen, Vortragsabende oder Informationen zum Thema „Gewalt gegen Frauen“.

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