
Vortrag zu Schilddrüsenerkrankungen von Chefarzt Dr. Rüdiger Hilfenhaus am Krankenhaus Eichhof lockte rund 100 ZuhörerSchilddrüsenerkrankungen sind keine Seltenheit
LAUTERBACH (ol). Das Thema „Schilddrüsenerkrankungen – Diagnose und Therapie“ im Rahmen der Vortragsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ am Eichhof hat nahezu 100 Interessierte in das Lauterbacher Krankenhauses geführt.
Der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. Rüdiger Hilfenhaus, ging auf die Symptome der Erkrankung ebenso ein wie auf diagnostische Grundlagen und moderne Behandlungsmöglichkeiten, berichtete die Eichhof Stiftung.
„Hinsichtlich meines Vortrags zu Schilddrüsenerkrankungen bin ich sehr erfreut über die große Resonanz in der Bevölkerung. Es zeigt, dass wir mit unserer fachlichen Kompetenz und den hervorragenden diagnostischen und apparativen Möglichkeiten am Schilddrüsenzentrum hier am Eichhof als anerkannte Anlaufstelle angesehen werden und nicht zuletzt unsere chirurgische Expertise in der Bevölkerung gefragt ist“, sagt Dr. Hilfenhaus. „Wir leben im Vogelsberg und in der Rhön in einem Jod-Mangel-Gebiet, welches zu einem gehäuften Auftreten von Schilddrüsenerkrankungen führt. Von daher ist Aufklärung eines der obersten Gebote“, so der Mediziner.
Besonderen Fokus legte der Chefarzt in seinem Vortrag auf die Erkennung der Erkrankung. Mit Hilfe einer Checkliste, die jeder für sich innerhalb weniger Minuten beantworten kann, sind Rückschlüsse auf eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse möglich. Mit Fragen wie „Ich bin oft müde und antriebslos“, „Meine Verdauung ist träge“ oder „Ich habe oft einen schnellen Puls“, „Ich nehme aus unerklärlichen Gründen ab“ können Hinweise auf das Vorliegen einer Schilddrüsenerkrankung gewonnen werden. Die weitere Abklärung wird dann vom Hausarzt eingeleitet.
Er widmete sich in seinem Referat den präventiven Maßnahmen und zeigte die unterschiedlichen Therapiemethoden – von der medikamentösen über die Radio-Jod Gabe – auf. Ein weiterer Schwerpunkt stellte die operative Therapie dar. Hier erläuterte er das standardisierte Vorgehen seiner Abteilung und erklärte, wie und mit welchen Hilfsmitteln heute eine schonende und sichere Schilddrüsenoperation durchgeführt werden sollte. Dieses zeigte er dem Publikum anhand eines Mitschnittes einer Live-Operation.
Nach dem Vortrag kam es zu einer lebhaften Diskussion. Viele Betroffene wollten von Dr. Hilfenhaus wissen, wie der Weg von Diagnose, Behandlung bis hin zum weiteren Krankheitsverlauf ist. Einige Fragen konnten unmittelbar am Abend beantwortet werden.
„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine detaillierte Aufklärung die beste Methode ist, mögliche Ängste bei Patienten abzubauen“, erläuterte Dr. Hilfenhaus. Die Reaktionen aus der Zuhörerschaft scheinen dem Mediziner Recht zu geben. Neben Fragen, ab wann man zum Arzt gehen sollte, oder ob es Altersgrenzen für Operationen gibt, nutzten viele Interessierte im Nachgang des Vortrags die Möglichkeit, sich mit dem Chefarzt im direkten Gespräch auszutauschen. „Individuelle Fragen zu persönlichen Krankheitsbildern lassen sich nur in einer persönlichen Sprechstunde klären“, so Dr. Hilfenhaus. Hierzu biete er unter der Telefonnummer 06641 82-364 eine Sprechstunde im Krankenhaus Eichhof an.
Die „Checkliste Schilddrüsenfunktion“ hilft Betroffenen vorab, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Der nächste Termin zur Vortragsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ steht schon fest. Am Donnerstag, 21. April, um 18 Uhr referiert der Chefarzt Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Dr. Jürgen Ludwig, zum Thema „Wenn der ältere Mensch stürzt – Konzepte einer optimalen Versorgung“.
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