
Deutschland-USA 1:0 – Stadthalle in Alsfeld zog gut 300 Besucher zum Public ViewingGute Laune auch mit nur einem Tor
ALSFELD (aep). So, um 21 Uhr scheint man sich zu beruhigen in den Autos, die seit einer Stunde durch Alsfelds Innenstadt jagen, schwarz-rot-gold beflaggt und kräftig durchjubelt. Es war ja kein glanzvoller Sieg der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM am Donnerstagabend gegen die USA. Aber ein verdienter, und das genügt dem Jungvolk für ausdauernde Auto-Korsos. Es genügt zum Weiterkommen, für gute Laune – und genügte für warmen Applaus beim Abpfiff in der gut besuchten Stadthalle beim Public Viewing.
Nach dem unerwarteten Starterfolg und durch die Spannung vor dem kräftig hochstilisierten USA-Spiel stieg auch die Besucherzahl vor der größten Fußball-Leinwand in der Alsfelder Region: Gut 300 WM-Freunde verfolgten das Match auf vier mal sechs Metern Spielfläche und erlebten, wie Jogis Jungs die (selbst-)hochgelobten US-Boys über 90 Minuten beherrschten und kaum zu Torchancen kommen ließen. Spannungslaute und Raunen jedesmal, wenn Özil, Müller und Kroos nach langsamem Anlauf plötzlich blitzschnell den Strafraum durchmessen: mit und ohne Ball – aber ohne zwingende Chance, geschweige denn Tor.
Und dennoch baut sich Spannung auf. Es scheint doch nur eine Frage der Zeit, bis es klingelt bei Klinsmanns Elf, die im ganzen Spiel bemerkenswert passiv bleibt für ein Team, das angetreten sein soll, um Weltmeister zu werden. So wird das jedenfalls nichts. Aber bei neun Verteidigern auf des Strafraums Linie dauert es doch 55 Minuten, bis Thomas Müller – klaro! – die Spannung in einem großen Jubelschrei löst. Entspannt und beruhigt verfolgt die Halle, wie die deutsche Mannschaft sich auch danach nicht zurück zieht und dem US-Team keine Chance zur Entfaltung gibt. Klose hätte fast das 2:0 besorgt, verheißen 100 hochgerissene Fäuste. Die Laune stimmt, das kalte Bier schmeckt.
Und dass die Amerikaner in der Nachspielzeit doch noch fast den Ausgleich schaffen, weil die Unsrigen mit dem Kopf schon unter der Dusche stehen – wen juckt’s? Die Vorrunde war da schon geschafft. Abpiff, Beifall, gute Laune im daheimgebliebenen Volk. Auf ein Neues in der Versammlung der abgedunkelten Halle. Die Korso-Fahrer machen sich bereit.
Viel Schwarz-Rot-Gold in Alsfeld: Impressionen eines Sieges
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