
Eckwasser-Fest in Maar – Vom Frühschoppen bis zu fröhlichen KinderspielenEin fröhliches Fest für einen guten Zweck
MAAR (awh). Gleich mit einer ganzen Armada alter Feuerwehrfahrzeuge waren am Sonntag die Oldtimerfreunde Alsfeld zum Eckwasserfest und zum zehnten Geburtstag der Bambini-Gruppe des löschzuges Ost angerückt. Vereinsvorsitzender Adreas Wahl zog am Sonntagnachmittag eine sehr positive Bilanz des zweitägigen Eckwasser-Festes, dessen Erlös wieder gemeinnützigen Zwecken wie in den Jahren zuvor zur Verfügung gestellt werden soll.
Der Samstag war sehr kühl und nass und machte das abendliche Anzünden der 350 Talglichter unmöglich, das Feuerwerk am Eckwasser konnte hingegen wie geplant gezündet werden. Eine Dorfolympiade am Samstag mit vorwiegend Teams der städtischen Jugendfeuerwehren und der befreundeten Wehr aus Niederaussem bei Köln, ein gut besuchter Festgottesdienst mit der Ortspfarrerin Luise Berroth und dem Posaunenchor Maar, ein schmissiger bis in den Nachmittag dauernder Frühschoppen mit dem Posauenchor Udenhausen sowie ein Entenrennen auf dem Eckwasser mit 80 gestarteten Plastikenten rundeten das Festprogramm ab.

Die Sieger des Entenrennens beim Maarer Eckwasserfest mit Vereinsvorsitzendem Andreas Wahl (links) und Stadtjugendfeuerwehrwart Jörg Blankenburg (rechts).
Den 33 Mitgliedern des Geburtagskindes, der Fünf- bis Zehnjährigen der Bambini-Gruppe, dürfte es sehr gefallen haben, denn bei allen Kinderaktivitäten waren die Jüngsten mit Feuereifer bei der Sache. „Das Feuerwehrjubiläum geht sogar durch den Magen“, könnte man am treffendsten das Resümee einer mit 30 leckeren Kuchen von örtlichen Spenderinnen reichlich bestückten Kuchentafel bezeichnen. Die Geburtstagstorte mit der Aufschrift: „Herzlichen Glückwunsch – 10 Jahre Bambini-Gruppe“ war bald bis auf den letzten Krümel verputzt.
Das Eckwasser, ein am Bach sehr romantisch und für Fremde etwas schwer zu findendes Areal, ist für die Feierlichkeiten des Maarer Feuerwehrvereins ideal. Es liegt etwas abseits, so dass niemand von direktem Lärm gestört wird, die Kinder können aufgrund der Lage herumtoben- und sausen, eine landwirtschaftliche Halle bietet Platz für viele Besucher und Schutz gegen Kälte und Regen, und das Kleinod hat einen durchaus romantischen Charakter. Und der Eckwasserbach durchzieht das Gelände und kann vielseitig genutzt werden.
Elf Mannschaften aus Bambini-Gruppen und Jugendfeuerwehren maßen am Samstag ihre Kräfte bei einer Dorfolympiade durch den größten Lauterbacher Stadtteil. Jeweils fünf Kinder bzw. Jugendliche waren in den einzelnen Teams der Fünf- bis Zehn- und Zehn- bis 17jährigen vertreten. Sechs Spiele waren von den Teams zu bewältigen, von denen die meisten natürlich mit dem Thema Feuerwehr zu tun hatten. Bei einem Löschangriff mit Hindernissen, einem Schraubenspiel, einer Wurfleiter, beim Spiel „Welche Armatur?“, einem magischen Teppich und einem Armaturenpuzzle galt es in den Mannschaften, Punkte zu sammeln, um am Ende die Nase vorn zu haben. Die Gäste aus Niederausssem, die mit einer 15-köpfigen Gruppe angereist waren, siegten bei den Bambinis vor vier Gruppen des Gastgebers Löschzug Ost und einer Dorfgruppe namens „Kätzchen“ auf dem sechsten Platz. Bei den Jugendfeuerwehren war der Löschzug Nord, vor Ost, dem Löschzug Lauterbach-Mitte und Süd am erfolgreichsten. Spaß gemacht hat es allen Teilnehmern.

Spiel ohne Grenzen mit Dorfolympiade machte den Bambini- und Jugendfeuerwehrgruppen viel Spaß. Ein Foto: Feuerwehr Maar
Sechs Oldtimer, darunter die orangene ehemalige technische Einsatzleitung, sowie einen Wasserwerfer auf einem Anhänger, hatten die Oldtimerfreunde Alsfeld mit ihrem ebenfalls anwesenden Chef Artur Schnitzer mit nach Maar gebracht. Mit einer solch großen Gruppe alter Schätzchen des Vogelsberger Feuerlöschwesens warern die Feuerwehrkollegen aus der Nachbarstadt bisher noch nie in die Kreisstadt gekommen. Die Fahrzeuge konnten nicht nur aus nächster Nähe mit ihren Utensilien besichtigt werden, die sie begleitetenden Oldtimerfreunde gaben auch gerne Auskunft über ihre fahrbaren Untersätze, und es wurde auch Wasser aus dem Bach gesaugt und gespritzt.
80 zwei Gramm schwere Plastikenten und entsprechend viele Kinder machten am Sonntag mit beim Entenrennen auf dem Back Eckwasser. Die Feuerwehr hatte die 200 Meter lange Rennstrecke extra angestaut. Die Enten wurden zunächst eingesetzt und mit einem Ölnetz festgehalten. Beim Start wurde dann die Bohle aufgemacht, und die mit Nummern versehenen Plastikenten wurden noch mit einer Dachlatte „angepeitscht“, um schneller ins Ziel zu langen. Auf einer Brücke und drumherum bildete sich eine Menschentraube, die sehnsüchtig auf das Ankommen der ersten gelben Siegerentchen wartete. Bis 13 Jahre durften die Teilnehmer alt sein, am Start waren aber auch viele Kinder jüngeren Alters, manche noch in Begleitung ihrer Eltern. Die Augen der Kleinen leuchteten auf, als die ersten 15 dann mit schönen Preisen, darunter ein MP3,-Player für ihre Teilnahme belohnt wurden, aber auch die übrigen gingen nicht leer aus.

Artur Schnitzer und seine Mannen hatten eine ganze Armada alter Feuerwehrfahrzeuge aus dem benachbarten Alsfeld mitgebracht.
Drehorgelmmann Walter Günther war mit seinem Instrument ebenfalls vor Ort und löste sich musikalisch mit dem Posaunenchor Udenhausen ab.
Gewinner zweitägigen des Festes waren neben den vielen Besuchern das Kinderhospiz Bärenherz bei Wiesbaden, Paulinchen für brandverletzte Kinder und der eigene Nachwuchs, unter denen das Geld aufgeteilt wird. Zum Erfolg trug sicher auch das „Ludderbächer Näselstübbche“ mit seinen lukulischen Speisen mit bei.
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