
Neues AWO-Hospiz nimmt Gestalt anRichtfest Am Lieden mit vielen Gästen und schönen Einblicken
ALSFELD (ol). Mit rund 60 Gästen wurde auf der Baustelle des neuen AWO-Hospizes „Haus Lichtermeer“ Am Lieden in Alsfeld Richtfest gefeiert. Vertreter der AWO Hessen Süd, der Carus Holding, der Hospiz- und Palliativstiftung Lichtermeer sowie zahlreiche weitere Unterstützer nahmen daran teil. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, sodass das Hospiz voraussichtlich in gut einem Jahr eröffnet werden kann.
Ein Herzensprojekt nimmt Gestalt an: Investoren, Träger, beteiligte Unternehmen und Unterstützer konnten Am Lieden Richtfest feiern. Damit geht der Bau des AWO-Hospizes „Haus Lichtermeer“ in eine neue Runde, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der AWO Hessen Süd und der Lichtermeer-Stiftung.
Zum Fest auf der Baustelle war der Geschäftsführer der AWO Hessen Süd, Ulrich Bauch, anwesend, von der investierenden Carus Holding war Ralf Bohn vor Ort. Daneben waren Wegbegleiter der Einladung gefolgt, darunter die Vogelsberger Hospizvereine sowie Vertreter des Palliativ- und Hospiznetzes Vogelsberg. Anwesend waren außerdem Vertreter der Schulen für Erwachsene im Pflegebereich, der Ärzteschaft und der Kirchen sowie zahlreiche Menschen aus der direkten Nachbarschaft. Die Hospiz- und Palliativstiftung Lichtermeer, die maßgeblich an der Organisation des Projekts beteiligt ist, war mit ihren Stiftungsratsvorsitzenden Tanja Bohn und Barbara Becker vertreten; aus den politischen Gremien nahmen der Erste Kreisbeigeordnete Patrick Krug und Bürgermeister Stephan Paule an der Veranstaltung teil.
Diese stand ganz im Zeichen des Festes, das traditionell mit der Errichtung des Dachstuhls als Dank für das bisherige Gelingen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Gewerke gefeiert wird. So richtete als Erster auch der verantwortliche Zimmermeister Henning Fisbeck als Richtmeister das Wort an die Gäste. Er dankte den Architekten und Bauherren und bat um Gottes Segen für das neue Gebäude, das vielen Menschen eine wertvolle Anlaufstelle sein wird. Traditionell erhob er das Glas, um mit den Gästen auf das Wohl aller Beteiligten zu trinken.
Architekt Karsten Schmidt warf im Anschluss einen Blick auf das Gebäude und erläuterte die bisher realisierten Bauabschnitte. Sein Dank galt den beteiligten Unternehmen, die allesamt – vom Abriss bis hin zur Fachplanung – „Hand in Hand arbeiten und für einen reibungslosen Ablauf sorgen“. Er betonte, dass der überwiegende Teil der ausführenden Unternehmen aus der Region kommt.
Bevor die Gäste selbst die Gelegenheit für einen Rundgang und das eine oder andere Gespräch nutzen konnten, begrüßten Ulrich Bauch und Ralf Bohn die Gäste auf der Baustelle. Beide zeigten sich erfreut, dass der Bau des Hospizes wie geplant voranschreitet, und sie zeigten sich zuversichtlich, dass schon in einem guten Jahr das „AWO-Hospiz Haus Lichtermeer“ seine Türen öffnen kann. Ralf Bohn dankte insbesondere den regionalen politischen Gremien, die das Projekt stets wohlwollend begleitet und an allen nötigen Stellen unterstützt haben. Er freute sich sehr, dass unter den circa sechzig Gästen viele Vertreter aus der Praxis, also aus den Hospizvereinen, Pflegediensten und der Ärzteschaft, waren. Ulrich Bauch nahm das Richtfest zum Anlass, Tanja Bohn für die federführende Initiative der Lichtermeerstiftung zu danken sowie seiner Mitarbeiterin Linda Sartor als Projektkoordinatorin der AWO. Tanja Bohn freute sich sehr, zum Richtfest eine Spende des Familiennetzwerkes des Vogelsbergkreises entgegenzunehmen: Fünfhundert Euro überreichte Hans-Jürgen Herbst von der AWO Vogelsberg an die Lichtermeer-Stiftung. Die Stiftungsratsvorsitzende betonte die Bedeutung solcher Spenden für das Hospiz, da fünf Prozent aller Kosten über Spenden gedeckt werden müssen.
Technische Daten
Das „Haus Lichtermeer – unser AWO-Hospiz im Vogelsberg“ verfügt laut den technischen Angaben über acht Gästezimmer mit eigenem Bad, zwei Gemeinschaftsräume, einen Besprechungsraum, einen Teamraum und einen Verwaltungsraum.
Stationäre Hospize
Stationäre Hospize sind wohnliche Einrichtungen mit maximal 8 bis 16 Betten für Menschen mit unheilbaren Erkrankungen in der letzten Lebensphase. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen schwer kranke und sterbende Menschen mit palliativpflegerischen und palliativmedizinischen, psychosozialen und spirituellen Angeboten. Die Aufnahme ist nach Antragstellung des Haus- oder Klinikarztes und der Kostenzusage durch die Krankenkasse möglich. Die Finanzierung erfolgt zu 95 Prozent über die Krankenkassen, die restlichen fünf Prozent müssen über Spenden gedeckt werden (§ 39a Satz 1 SGB V).
Ansprechpartnerinnen
Für Bewerbungen ist Linda Sartor unter der Telefonnummer 0151-506 65250 oder per E-Mail an bewerbung-senioren@awo-hs.org erreichbar.
Für die ehrenamtliche Mitwirkung ist Susanne Botthof-Schlitt unter der E-Mail-Adresse Susanne.Botthof-Schlitt@vogelsbergkreis.de Ansprechpartnerin.
Für Spenden mit dem Stichwort „Hospiz“ ist Tanja Bohn von der Lichtermeerstiftung unter info@lichtermeer-stiftung.de Ansprechpartnerin.
Weitere Informationen gibt es unter https://www.lichtermeer-stiftung.de und https://www.awo-hs.org/awo-sozial/hospiz.
Fotos: Christian Tech
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