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Finissage zieht Bilanz der HospizausstellungEindrückliche Impulse und 600 Euro für das stationäre Hospiz im Vogelsberg

ALSFELD (ol). Knapp 250 Menschen haben die Ausstellung „Wegbegleiter im Sterben“ in Alsfeld besucht. Bei der abschließenden Finissage in der Museumsscheune standen persönliche Eindrücke, musikalische Beiträge und die Bedeutung der Hospizbegleitung im Mittelpunkt. Durch den Verkauf von Kunstwerken und Drucken kamen bereits 640 Euro für den Betrieb des geplanten stationären Hospizes in Alsfeld zusammen. Weitere Bilder sollen zugunsten des Hospizes verkauft werden.

Zahlreiche Besucher nutzten bei der Finissage in der Alsfelder Museumsscheune die letzte Gelegenheit, die Ausstellung „Wegbegleiter im Sterben“ zu besichtigen und weitere Impulse zum Thema Hospizbegleitung zu erhalten. Eingeladen hatten der Hospizverein Alsfeld e.V., das Hospiz- und Palliativ-Netzwerk Vogelsberg, der Hospizdienst im Vogelsberg e.V., die Lichtermeer-Stiftung sowie die Lebensbegleitung Hospizhilfe Schotten-Nidda e.V., heißt es in einer Pressemitteilung der Lichtermeerstiftung.

Selina Appel vom Hospizdienst im Vogelsberg e.V. führte durch das Programm und dankte allen Mitwirkenden, die die Ausstellung ermöglicht hatten. Dazu gehörten auch die Musikerinnen, die den Auftakt und den Ausklang der Veranstaltung gestalteten. Für die Finissage hatte die Lichtermeer-Stiftung mit Antonia Eurich und PohSuan Teo ein Violinen-Duo der Alsfelder Musikschule gewonnen. Mit ihrer Musikauswahl und ihrem Spiel gestalteten sie die Veranstaltung in der Museumsscheune als musikalische Matinee.

Tanja Bohn von der Lichtermeer-Stiftung und Susanne Botthof-Schlitt vom Hospiz- und Palliativ-Netzwerk Vogelsberg blickten auf die Ausstellungswoche zurück. Insgesamt hatten knapp 250 Menschen die Ausstellung besucht. Besonders hob Botthof-Schlitt den Besuch der Schülerinnen und Schüler der Vogelsberger Akademie für Gesundheitsberufe hervor. Die ausgestellten Fotografien waren 2011 ebenfalls in Kooperation mit Pflegeschülerinnen und -schülern in Mainz entstanden.

Zum Abschluss sammelte Selina Appel die Eindrücke der Gäste. Die Schwarz-Weiß-Fotografien hatten bei vielen Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Besonders bewegend waren die Gesten eines Ehepaares sowie die Einsamkeit eines alten Mannes, der sich vom leer geräumten Bett seiner verstorbenen Frau abwendet. Auch die Aufnahme einer jungen Frau im Gottesdienst oder in einer Aussegnungshalle verdeutliche, wie wichtig das Gefühl von Geborgenheit in dieser Lebensphase sei, erklärte Susanne Botthof-Schlitt.

Sie betonte: „Wir von den Hospizvereinen und dem Hospiz- und Palliativnetz bringen den Menschen dieses Gefühl – und stehen den Angehörigen mit Trauerbegleitung auch über den Tod hinaus bei.“

Auch die Werke der Begleitausstellung „Farbspiel“ der Malgruppe der Alsfelder Landfrauen wurden noch einmal gewürdigt. Motive wie eine Blumenwiese, ein Harlekin oder das Porträt einer Frau mit Blüten als Haaren zeigten eine große künstlerische Vielfalt und weckten Freude und Emotionen.

Drei Bilder der Landfrauen waren bereits während der Ausstellung verkauft worden. Hinzu kamen Drucke des farbenfroh gestalteten Rathauses. „640 Euro konnten wir damit für den Betrieb des kommenden Alsfelder Hospizes schon erhalten“, freute sich Tanja Bohn. Sie dankte allen Spendern und rief die Gäste dazu auf, auch am letzten Ausstellungstag noch eines der von den Landfrauen gestifteten Bilder zu erwerben.

Darüber hinaus erhielt die Stiftung weitere großformatige und farbenfrohe Werke der Künstlerin Caren Klaschka. Auch diese sollen zugunsten des Hospizes verkauft werden. Die Bilder werden zur Ansicht auf der Website der Lichtermeer-Stiftung im Bereich „Spenden“ eingestellt. Interessierte können anschließend Kontakt mit Tanja Bohn aufnehmen.

Zum Abschluss der Finissage trugen Selina Appel, Tanja Bohn und Susanne Botthof-Schlitt noch einmal die Titel der Fotografien zusammen: „Hand in Hand“, „Schwache Schritte, starke Schultern“, „Ich lebe jetzt“ und „Unser Alltag“. Diese und weitere Titel verdeutlichten, was in den letzten Wochen des Lebens wichtig sein kann.

Fotos: T. Schlitt

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