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Bienenpatenschaft verbindet Logistik und regionale ImkereiFracht mit Flügeln: Bei Rhenus summt die Logistik

SCHLITZ/NIEDERAULA (ol). Auf dem Firmengelände von Rhenus Logistics in Niederaula betreut Imker Kevin Klinkenberg aus Schlitz-Willofs im Rahmen einer zwölfmonatigen Bienenpatenschaft ein Honigbienenvolk. Das Unternehmen erhält vier Jahreszeitberichte sowie zwei- bis dreimal jährlich regionalen Honig mit individuell gestalteten Etiketten. Die Zusammenarbeit soll den Mitarbeitern Einblicke in die Imkerei ermöglichen und das Bewusstsein für die Natur am Unternehmensstandort stärken.

Eine Blüte als Sammelort, Nektar als Fracht und die Wabe als Lager: Zwischen der Arbeit eines Bienenvolkes und den Abläufen eines Logistikunternehmens lassen sich einige Parallelen ziehen. Auf dem Firmengelände von Rhenus Logistics in Niederaula werden beide Bereiche durch eine Bienenpatenschaft miteinander verbunden. Betreut wird das dort angesiedelte Honigbienenvolk von Imker Kevin Klinkenberg aus Schlitz-Willofs, wie PS Media in einer Pressemitteilung berichtet.

Sowohl in der Logistik als auch im Bienenvolk kommt es auf funktionierende Abläufe und das Zusammenspiel unterschiedlicher Aufgaben an. Während ein Logistikunternehmen den Transport von Gütern organisiert, sammeln Bienen Nektar, der im Stock zu Honig verarbeitet wird. Anders als in der Warenlogistik bestimmen bei den Bienen allerdings das Blütenangebot und die Witterung die Abläufe.

„Ich finde es schön, dass unsere Mitarbeiter mit der Bienenpatenschaft die Natur rund um unseren Standort bewusster kennenlernen und das Ergebnis später sogar im eigenen Honigglas wiederfinden“, sagt Heiko Will, Niederlassungsleiter bei Rhenus Logistics.

Die Patenschaft erstreckt sich über zwölf Monate. In dieser Zeit übernimmt die Imkerei Klinkenberg die Betreuung des Bienenvolkes direkt am Unternehmensstandort. Die Zusammenarbeit ermöglicht es dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern, die Entwicklung der Tiere über ein vollständiges Bienenjahr hinweg zu verfolgen und Einblicke in die imkerliche Arbeit zu erhalten.

„Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit Rhenus, weil wir den Mitarbeitern die Welt der Bienen direkt an ihrem Standort näherbringen und gemeinsam ein ganzes Bienenjahr begleiten können“, sagt Kevin Klinkenberg.

Viermal jährlich erhalten die Partnerunternehmen sogenannte Jahreszeitberichte. Darin dokumentiert der Imker die Entwicklung des jeweiligen Bienenvolkes, die Bedingungen am Standort und die durchgeführten Arbeiten. Ergänzt werden die Berichte durch Informationen über Bienen und Imkerei. Auf diese Weise entsteht im Verlauf der Patenschaft eine Dokumentation des Bienenjahres von der Blüte bis zur Honigernte.

Für den Standort Niederaula verweist Klinkenberg insbesondere auf die zahlreichen „Akazien“ in der Umgebung. Gemeint sind damit üblicherweise Robinien, die auch als Scheinakazien bezeichnet werden. Ihr Nektar kann zu einem milden, sehr hellen bis leicht gelblichen Honig beitragen. Welche Eigenschaften der geerntete Honig tatsächlich aufweist, hängt allerdings vom gesamten Blütenangebot und den Bedingungen während der Sammelzeit ab.

Grundsätzlich beeinflussen die von den Bienen angeflogenen Pflanzen den Geschmack, die Farbe und die Zusammensetzung des Honigs. Auch die Jahreszeit und die Witterung spielen dabei eine Rolle. Dadurch können sich die Eigenschaften des Honigs sowohl zwischen verschiedenen Standorten als auch von Ernte zu Ernte unterscheiden.

Die Imkerei Klinkenberg arbeitet nicht nur mit Rhenus in Niederaula zusammen. Auch mit dem Unternehmen HUBTEX in Fulda besteht eine Bienenpatenschaft. Dort finden die Bienenvölker andere Standortbedingungen und Nahrungsquellen vor. Das Konzept der Betreuung ist vergleichbar, während die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten Einfluss auf die Honigproduktion haben.

Zwei- bis dreimal im Jahr stellt Klinkenberg den Partnerunternehmen Honig mit individuell gestalteten Etiketten zur Verfügung. Diese tragen das Logo und das Erscheinungsbild des jeweiligen Unternehmens. Der Honig kann anschließend verkauft oder als Geschenk an Mitarbeiter und Geschäftskunden weitergegeben werden. Gleichzeitig verweist das Produkt auf die Bienenhaltung am jeweiligen Unternehmensstandort und die regionale Herkunft des Honigs.

Zum Abschluss der zwölfmonatigen Patenschaft erhalten die beteiligten Unternehmen eine Urkunde. Bestandteil der Zusammenarbeit sind bis dahin die kontinuierliche imkerliche Betreuung, vier Jahreszeitberichte sowie die Honiglieferungen.

Mit dem Projekt ist auch ein ökologischer Gedanke verbunden. Die Unternehmen unterstützen die Betreuung von Honigbienen und die Erzeugung regionalen Honigs. Zugleich sollen die regelmäßigen Berichte das Wissen der Mitarbeiter über die Zusammenhänge zwischen Blütenangebot, Witterung und der Entwicklung eines Bienenvolkes erweitern. Dadurch wird die Natur in der unmittelbaren Umgebung des Betriebs stärker in den Arbeitsalltag einbezogen.

Die Verbindung zwischen Logistik und Imkerei zeigt sich schließlich auch am fertigen Produkt: Während bei Rhenus Waren transportiert werden, übernehmen die Bienen die Sammlung des Nektars. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird in Form von regionalem Honig für das Unternehmen und seine Mitarbeiter sichtbar.

Die Imkerei Klinkenberg sucht weitere Unternehmen, die Interesse an einer Bienenpatenschaft haben. Interessierte können sich direkt an die Imkerei wenden.

Fotos: Stock/PS Media

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