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Spaß, Infos und jede Menge Nützliches und SchönesLauterbacher Altweibersommer lockt fast fünfhundert Gäste an die verschiedensten Orte der Stadt

LAUTERBACH (ol). Fast 500 Gäste besuchten die Veranstaltungen des diesjährigen Lauterbacher Altweibersommers, der Anfang Oktober zu Ende ging. Unter dem Motto „Orange“ bot die Veranstaltungsreihe Flohmarkt, Lesungen, Filmabende, kreative Workshops und weitere Aktivitäten.

Der Lauterbacher Altweibersommer hat sich inzwischen als feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert. Gemeinsam mit Initiatorin Christiane Pflug hatten Susi Czerwinka, Stefani Dörr, Claudia Götz-Walk, Iris Kirschbaum, Traudi Schlitt und Cornelia Steiner auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unter dem Motto „Orange“ reichte das Angebot von Flohmarkt und Lesungen über Filmabende bis hin zu kreativen Workshops, Handwerk und Ernährung. Fast 500 Gäste besuchten die Veranstaltungen, die traditionell in den beiden Wochen vor den Herbstferien stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatorinnen.

Den Auftakt bildete der Flohmarkt „Alte-Weiber-Schätze“ in der Alten Wäscherei Jöckel. Neben Kleidung wurden dort Schuhe, Dekorationsartikel und Accessoires angeboten. „Wir hatten viele tolle Rückmeldungen“, freut sich Susi Czerwinka und ergänzt: „Wenn alles klappt, werden wir den Flohmarkt auch im nächsten Jahr wieder anbieten.“

Foto: Claudia Götz-Walk

Mit drei Filmabenden beteiligte sich das Lauterbacher Lichtspielhaus an der Veranstaltungsreihe. Zur offiziellen Eröffnung zeigte Stefani Dörr den Film „Sommer in Orange“, der das Leben in einer Hippie-Kommune aus der Perspektive eines Kindes schildert. Die Einladung, in orangefarbener Kleidung zu erscheinen und dafür einen kostenlosen Aperol Spritz zu erhalten, wurde von fast allen Gästen angenommen. „Wir hatten hier von Anfang an eine so gute Stimmung, dass es für uns alle eine Freude war“, resümiert Stefani Dörr.

Wenige Tage später führte der Film „Maudie“, den Dörr gemeinsam mit Heidi Herbst vom Reisebüro Philippi präsentierte, das Publikum gedanklich nach Kanada. Den Abschluss der Filmreihe bildete die Musikkomödie „Mamma Mia 2“, die im sonnigen Griechenland spielt.

Eine Verbindung aus Literatur, Humor und Bewegung bot die Lesung „Tod im Glockenturm“ in der Kulturspinnerei. Die Alsfelder Autorin Traudi Schlitt hatte sich dafür Unterstützung von dem Lauterbacher Yogi Heiko Schött geholt. Er begleitete die Passagen über die fiktiven Alsfelder Yoginis aus dem neuen Alsfeld-Krimi mit passenden Accessoires, humorvollen Einlagen und Yogaübungen für das Publikum.

Foto: Susi Czerwinka

Eine weitere literarische Veranstaltung organisierten Petra Scheuer und Iris Kirschbaum im Geschäft „Frau Kirschbaum“. Unter dem Titel „Was wir tragen, wer wir sind“ stellte die Leiterin der Lauterbacher Stadtbücherei verschiedene literarische Werke vor. Die Auswahl reichte von den Märchen der Brüder Grimm bis zu Texten von Elke Heidenreich.

Besonders großen Zuspruch fand die Lesung mit Nadine Riedesel Freifrau zu Eisenbach im Hohhaus-Museum. Sie hatte Anfang September ihre Familiengeschichte „Am Fluss der tausend Inseln“ veröffentlicht. Die Lesung wurde durch einen historischen Überblick und eine szenische Darstellung ergänzt. Sowohl die Autorin als auch das Publikum zeigten sich von den Räumlichkeiten des Museums angetan. Der Reinerlös des Abends kommt den Betroffenen der Brandkatastrophe vom Juli zugute.

Ein anderes Thema stand bei der Veranstaltung „Nobody told me“ in der Hohhaus-Apotheke im Mittelpunkt. Inhaberin Christiane Pflug hatte Gudrun Vieth-Stein eingeladen, die sich mit den Wechseljahren beschäftigte und den Gästen die hormonellen Veränderungen dieser Lebensphase näherbrachte.

Drei Workshops boten Gelegenheit, selbst kreativ und handwerklich tätig zu werden. Cornelia Steiner lud gleich zweimal in ihr Geschäft „Zinnoberrot“ ein. Dort gestalteten die Teilnehmerinnen herbstliche Aquarelle und fertigten bei einem weiteren Termin gefilzte Accessoires passend zur Jahreszeit an. Auch das Motto „Orange“ spiegelte sich in den Arbeiten wider: Unter anderem entstanden Kürbisse, Pilze und Physalis.

Foto: Cornelia Steiner

Handwerkliches Geschick war beim Workshop „Mit Sekt und Säge“ gefragt. Wie bereits im Vorjahr hatte Ulrich Bleßmann im Werkraum der Vogelsbergschule verschiedene Arbeiten zum Hämmern, Sägen, Bohren und Malen vorbereitet. Dabei entstanden unter anderem erste Weihnachtssterne und Silhouetten des Lauterbacher Marktplatzes.

Einen Einblick in die Stadtgeschichte bot Christina Lünzer bei ihrer Führung unter dem Motto „Lauter starke Frauen“. Die Teilnehmerinnen erfuhren Wissenswertes über die Frauen der Familie Riedesel und weitere Persönlichkeiten der Lauterbacher Geschichte. Dazu gehörte Amalie Maria Backhaus, die gemeinsam mit ihrem Schwager Rudolf Backhaus den „Lauterbacher Strolch“-Camembert entwickelte und die Molkerei mehrere Jahre leitete. Ihre Leistungen fanden erst in jüngerer Zeit stärkere Beachtung.

Vor dem abschließenden Filmabend begab sich eine größere Gruppe mit dem Pilzexperten Dietmar Krüger auf eine Wanderung nach Landenhausen. Dabei lernten die Teilnehmer unter anderem Pilzarten mit ungewöhnlichen Namen wie den Kahlen Krempling und den Wolliggestiefelten Schirmling kennen. „Eine wunderschöne Wanderung“, schwärmt Christiane Pflug, die sich bereits auf eine Wiederholung freut.

Mit einer Preisverlosung für die Besucherinnen ging der diesjährige Altweibersommer am ersten Oktobersonntag zu Ende. Bei jedem Veranstaltungsbesuch hatten die Gäste ein Los ausfüllen können. Die Gewinnerinnen wurden anschließend benachrichtigt und konnten ihre Preise in den Lauterbacher Geschäften abholen.

Die von den Organisatorinnen bereitgestellten Gewinne umfassten unter anderem Bücher, Dekorationsartikel, Kosmetik, Tücher und Reisen. Über den Hauptgewinn, eine Aperol-Spezialtasche mit verschiedenen orangefarbenen Artikeln, durfte sich Carmen Zaha freuen.

Foto: Iris Kirschbaum

Auch die Spendenaktion zugunsten der Betroffenen der Brandkatastrophe im Juli brachte ein erfreuliches Ergebnis. Aus der Lesung mit Nadine Riedesel Freifrau zu Eisenbach kamen 1.000 Euro zusammen, weitere 500 Euro wurden bei anderen Veranstaltungen der Reihe gesammelt. Die insgesamt 1.500 Euro sollen in den kommenden Tagen übergeben werden.

Ein Termin für die nächste Ausgabe ist bereits in Aussicht: Der Lauterbacher Altweibersommer soll im kommenden Jahr voraussichtlich am 18. September beginnen..

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