
Großeinsatz der Feuerwehren in SellnrodScheune und Wohnhaus bei Brand in Sellnrod schwer beschädigt
SELLNROD (ol). Mehr als 200 Einsatzkräfte waren am Montagnachmittag bei einem Scheunenbrand im Mücker Ortsteil Sellnrod im Einsatz. Das Feuer drohte auf zwei Wohnhäuser überzugreifen, eines davon wurde schwer beschädigt. Die schwierige Löschwasserversorgung und der hohe Bedarf an Atemschutzgeräteträgern stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Die Brandursache war zunächst unklar.
Am Montagnachmittag wurden die Feuerwehren zu einem Brandeinsatz in die Stresemannstraße im Mücker Ortsteil Sellnrod alarmiert. Unter dem Stichwort „F3“ stand eine Scheune in Flammen. Das Feuer drohte auf angrenzende Wohnhäuser überzugreifen, berichtet die Vogelsberger Zeitung in einer Pressemitteilung.
Nach Angaben des Mücker Gemeindebrandinspektors Martin Schlosser brannten zwei Bereiche der Scheune. Zudem bestand die Gefahr, dass die Flammen auf das direkt angrenzende Wohnhaus sowie ein weiteres benachbartes Gebäude übergreifen.
Mit einem umfangreichen Aufgebot rückten die Einsatzkräfte an. Neben den Feuerwehren waren auch das DRK und das THW vor Ort. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr mehr als 200 Einsatzkräfte an der Brandstelle.
Drei Drehleitern im Einsatz
Mit drei Drehleitern aus Mücke, Homberg (Ohm) und Grünberg konnte der Brand an der Scheune unter Kontrolle gebracht werden. Ein Wohnhaus konnte dadurch vor den Flammen bewahrt werden.
Das unmittelbar an die Scheune angrenzende Wohnhaus wurde dagegen nach Angaben von Schlosser „schwer in Mitleidenschaft“ gezogen. Die Dachhaut musste geöffnet werden, um mögliche weitere Brandherde im Dachbereich zu kontrollieren.
Dabei wurde auch der Energieversorger hinzugezogen. Wegen der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage musste diese entfernt werden. Für die Arbeiten wurde in einem Teil des Ortes die Stromversorgung vorübergehend abgeschaltet.
Am Abend konzentrierten die Einsatzkräfte ihre Arbeiten insbesondere auf den Dachstuhl des Wohnhauses. Dort wurde nach weiteren Brandherden gesucht. Die Nachlöscharbeiten sollten nach Einschätzung des Gemeindebrandinspektors bis in die Morgenstunden andauern.
Schwierige Löschwasserversorgung
Eine weitere Herausforderung war die Löschwasserversorgung. Die Bäche in der Umgebung führten aufgrund der trockenen Witterung nur wenig Wasser. Deshalb wurden Tanklöschfahrzeuge aus umliegenden Gebieten zur Einsatzstelle beordert.
Auch bei den Atemschutzgeräteträgern musste überörtliche Unterstützung angefordert werden. Da am Montagnachmittag nur begrenzt entsprechende Kräfte zur Verfügung standen, wurden Atemschutzgeräteträger aus Gießen und Marburg hinzugezogen.
Nach Angaben der Feuerwehr hatte zudem ein Mann versucht, seinen Hund aus dem betroffenen Bereich zu retten. Er wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasintoxikation untersucht. Wo der Brand ausgebrochen war, konnte während des laufenden Einsatzes zunächst nicht geklärt werden. Angaben zur Brandursache lagen zunächst nicht vor. Vor Ort waren der Rettungsdienst, die Polizei, das DRK und das THW. Landrat Dr. Jens Mischak war ebenfalls vor Ort und machte sich ein Bild von der Lage.
Fotos: Vogelsberger Zeitung
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