
Tempus Manet erinnert in Romrod an den Kampf für Demokratie und FreiheitEine Reise in den Vormärz
ROMROD (ol). Die Gruppe Tempus Manet lädt am Sonntag, den 27. September, um 14 Uhr zu einer musikalisch begleiteten Lesung in die ehemalige Synagoge Romrod ein. Im Mittelpunkt steht Louise Otto, die sich im Vormärz für Demokratie und Freiheit einsetzte. Anja Zimmer stellt in ihrem Roman deren Leben und Kampf für politische und gesellschaftliche Veränderungen vor. Protest- und Spottlieder aus der Zeit ergänzen die Lesung.
Schwarz-Rot-Gold war höchst illegal, Deutschland gab es noch nicht, und in den Staaten des Deutschen Bundes herrschten Polizeiwillkür, Zensur und extreme soziale Ungleichheit. In diese Zeit des Vormärz, als Deutschland noch eine revolutionäre Idee war, entführt die Gruppe Tempus Manet ihr Publikum und stellt Louise Otto vor, die sich mutig für Demokratie und Freiheit einsetzte, das berichtet der Heimat- und Kulturverein Romrod in einer Pressemitteilung.
Anja Zimmer macht in ihrem Roman deutlich, wie entschlossen die Vorfahrinnen und Vorfahren für Demokratie kämpften und dabei Kerkerhaft und Todesstrafe riskierten. Sie beschreibt das Leben dieser außergewöhnlichen Frau und zeigt, dass viele von Louises Forderungen nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.
Umrahmt wird die Lesung von Protest- und Spottliedern des Vormärz. Erika Drogi-Haas lässt mit ihrer hellen, klaren Stimme die Lieder dieser Zeit lebendig werden. Begleitet wird sie auf der Gitarre und mit Gesang von Frank Glabian, dessen warmer Bass die musikalische Gestaltung ergänzt.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 27. September, um 14 Uhr in der ehemaligen Synagoge Romrod, Alsfelder Straße 1, am Ocherbach, statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Heimat- und Kulturverein Romrod
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