
Politiker informieren sich über EhrenamtBergwacht Schotten im Einsatz für den Vogelsberg
SCHOTTEN (ol). Maximilian Ziegler und Patrick Krug haben sich bei der Bergwacht Schotten über deren Aufgaben und Herausforderungen informiert. Die Zahl der Einsätze steigt: Nach 80 Einsätzen im Jahr 2025 wurden bis zur Jahresmitte 2026 bereits 54 Einsätze gezählt. Nachwuchsgewinnung, Finanzierung und gute Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gehören zu den wichtigsten Herausforderungen. Auch der Naturschutz bleibt ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Wenn Wanderer verunglücken, Mountainbiker im Wald stürzen oder Menschen aus unwegsamem, verschneitem Gelände gerettet werden müssen, ist die Bergwacht Schotten gefragt. Über die vielfältigen Aufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte sowie aktuelle Herausforderungen informierten sich der heimische Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler und der Vize-Landrat sowie SPD-Kreisvorsitzende Patrick Krug bei einem Besuch vor Ort, so heißt es in einer Pressemitteilung der beiden Politiker.
Carel Schmidt und Alisa Karl berichteten von den steigenden Einsatzzahlen der Bergwacht. Nach 80 Einsätzen im Vogelsbergkreis im Jahr 2025 wurden bis zur Jahresmitte 2026 bereits 54 Einsätze gezählt. Auch aufgrund des schneereichen Winters rechnen die Verantwortlichen der Bereitschaftsleitung bis zum Jahresende mit mehr als 100 Einsätzen. Zum Einsatzspektrum gehören neben der Rettung von Wanderern, Radfahrern sowie Wintersportlern auch die Unterstützung des Rettungsdienstes in schwierigem Gelände, etwa in Steinbrüchen, sowie der Naturschutz.
Für Patrick Krug zeigt diese Entwicklung, welche Bedeutung die Bergwacht für die Region hat: „Die Bergwacht leistet für den Vogelsberg einen wichtigen Beitrag. Hier engagieren sich Ehrenamtliche für die Rettung von Menschen in Notsituationen und übernehmen zugleich Verantwortung für den Schutz unserer Natur. Das ist nicht selbstverständlich und trägt dazu bei, dass der Rettungsdienst in allen Teilen des Vogelsbergs funktionieren kann.“
Rund 240 Mitglieder zählt die Bergwacht Schotten, etwa 30 davon engagieren sich aktiv im Einsatzdienst. Viele sind zusätzlich hauptberuflich im Rettungswesen tätig. Neben finanziellen Herausforderungen bleibt die Gewinnung von Nachwuchs eine der größten Herausforderungen. Deshalb wird mit der Bergwachtjugend auf eine aktive Jugendarbeit gesetzt. Kinder ab sechs Jahren lernen hier in regelmäßigen Gruppenstunden spielerisch Erste Hilfe, Naturkunde und Teamarbeit kennen. Mit dem Projekt „Helden der Bergwacht“, das gemeinsam mit der Jugendherberge angeboten wird, sollen weitere junge Menschen für das Ehrenamt begeistert werden.
„Die Bergwacht ist ein wichtiger Baustein für die Sicherheit der Menschen im Vogelsberg“, sagte Maximilian Ziegler. „Damit diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit auch in Zukunft geleistet werden kann, müssen wir junge Menschen früh für diese Aufgaben begeistern und den Ehrenamtlichen langfristig gute Rahmenbedingungen bieten.“
Neben der Rettungsarbeit spielt auch der Naturschutz eine wichtige Rolle. Michael Spamer berichtete, dass die Wurzeln der Bergwacht als älteste Naturschutzorganisation Deutschlands genau dort liegen. Heute entfallen zwar rund 90 Prozent der Arbeit auf den Rettungsdienst, dennoch engagieren sich die Ehrenamtlichen weiterhin intensiv für den Schutz der Vogelsberger Natur. Gemeinsam mit dem Forstamt und dem Naturpark setzt man sich für Artenkenntnis und Artenschutz ein.
Gleichzeitig beobachten die Einsatzkräfte mit Sorge, dass Regeln zum Schutz der Natur zunehmend missachtet werden.
Zum Abschluss des Besuchs waren sich die beiden Politiker einig: Die Bergwacht ist aus Schotten und dem Vogelsbergkreis nicht wegzudenken – als verlässliche Hilfe in Notlagen ebenso wie als engagierte Partnerin für den Schutz der heimischen Natur.
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