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Forderung nach schnellerem HandelnDemokratisches Bürgerforum Homberg kritisiert Zustand der Stadt

HOMBERG OHM (ol). Das Demokratische Bürgerforum Homberg übt deutliche Kritik am Zustand der Stadt und an der Arbeit der Stadtverwaltung. Nach Ansicht der Wählergruppe werden Infrastrukturprojekte zu langsam umgesetzt und notwendige Maßnahmen verzögert. Zudem fordert sie eine schnellere Entwicklung des Gewerbegebiets „Am Roten Berg“ sowie mehr sichtbare Ergebnisse statt weiterer Planungen.

Homberg. Homberg verfällt. Jeder sehe es, jeder spüre es und keiner sei schuld. Denkmalgeschützte Gebäude verrotteten, Straßen seien voller Schlaglöcher, überall in der Stadt und den Stadtteilen gebe es Schrottimmobilien, wochenlang lagere Sperrmüll auf öffentlichen Wegen, die „Wegelchen“ verunkrauteten, Stützmauern bröckelten und Bauprojekte würden erst nach Jahren oder möglicherweise überhaupt nicht fertiggestellt, so heißt es in der Pressemitteilung des Demokratischen Bürgerforums Homberg (Ohm).

Die Bürgermeisterin erkläre viel und mache wenig. Wenn dann doch etwas passiere, dauere es sehr lange. Für 350 Meter Straße hätten die amtierende Bürgermeisterin und deren Vorgängerin für Planung und Bauausführung insgesamt neun Jahre benötigt. Die gesamte bisherige Amtszeit habe Bürgermeisterin Claudia Ulrike Ried gebraucht, um ein bereits fertig geplantes und begonnenes Bauvorhaben umzusetzen. Zudem kursiere in den sozialen Medien Kritik an der Komplettversiegelung der Straße, einer mangelhaften Wasserführung und zu niedrigen Bordsteinen.

Foto: Demokratisches Bürgerformum Homberg (Ohm)

Bei der für 3,6 Millionen Euro errichteten neuen Kindertagesstätte in Nieder-Ofleiden bewege sich nur eines: Unkraut und Disteln wüchsen auf den im Volksmund sogenannten „Golanhöhen“, also auf den Erdhaufen, die seit Monaten hätten beseitigt sein müssen. Das müsse schneller gehen. Weniger Machbarkeitsstudien und mehr Umsetzung seien erforderlich. Außerdem solle weniger delegiert und mehr selbst gearbeitet werden.

Das Demokratische Bürgerforum wolle nicht länger hören, warum etwas nicht funktioniere und weshalb andere verantwortlich seien. Stattdessen fordere es funktionierende Abläufe, Ergebnisse sowie sichtbare Fortschritte. Ebenso lehne die Wählergruppe den Einsatz externer Berater mit Stundensätzen von nahezu 300 Euro ohne entsprechende Ergebnisse ab. Es müsse Schluss sein mit Kommunizieren statt Agieren.

Die nächste Stadtverordnetenversammlung werde hierfür ein weiteres Beispiel liefern. Nach Auffassung des Demokratischen Bürgerforums hätte die Bürgermeisterin seit Jahren den Dialog mit den Eigentümern „Am Roten Berg“ suchen können. Stattdessen sei die Hessische Landgesellschaft vorgeschoben worden. Einladungen der Eigentümer seien von den Fraktionen von CDU, SPD und Grünen sowie der Bürgermeisterin nicht angenommen worden. Verhandelt habe die Bürgermeisterin lediglich mit ausgewählten Parteigängern. Nun müsse sie dennoch einlenken: Die seit Langem geforderten 12,50 Euro pro Quadratmeter würden voraussichtlich von den Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD in der nächsten Stadtverordnetenversammlung befürwortet.

Foto: Demokratisches Bürgerformum Homberg (Ohm)

Nach Auffassung des Demokratischen Bürgerforums zeige dieses Vorgehen, dass andere Kommunen Industrie- und Gewerbegebiete längst realisiert hätten, während Homberg zurückliege. Die Wählergruppe spricht von einem Versagen der Stadtverwaltung und warnt vor den Folgen des aus ihrer Sicht fehlenden Handelns. Homberg dürfe nicht weiter verfallen oder abgehängt werden. Dies sei die Auffassung des Demokratischen Bürgerforums Homberg (Ohm).

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