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Historisches Instrument wird saniertStiftung Orgelklang zeichnet Eifert Orgel in Allmenrod aus

ALLMENROD (ol). Die Stiftung Orgelklang hat die historische Orgel in der evangelischen Kirche Allmenrod zur „Orgel des Monats Juli 2026“ ernannt. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung soll unter anderem die romantische „Weidenpfeife“ rekonstruiert werden, um den ursprünglichen Klang wiederherzustellen. Die Stiftung unterstützt das Projekt mit 4.000 Euro. Die Sanierungsarbeiten sollen im Herbst beginnen.

Die Stiftung Orgelklang zeichnet die historische Orgel von Adam Eifert als „Orgel des Monats Juli 2026“ aus. Die Rekonstruktion der romantischen „Weidenpfeife“ und die umfassende Sanierung sollen den ursprünglichen Klang des Instruments zurückbringen. Die Orgel des Thüringer Orgelbauers Adam Eifert ist ein besonderes Zeugnis regionaler Kirchenmusikgeschichte, berichtet das Evangelische Dekanat Vogelsberg in einer Pressemitteilung.

Die Stiftung Orgelklang hat die 132 Jahre alte Orgel in der evangelischen Kirche im hessischen Allmenrod geehrt: Sie ist die „Orgel des Monats Juli 2026“. Die Orgel in der evangelischen Kirche im hessischen Allmenrod gehört zu den wenigen Instrumenten des Orgelbauers Adam Eifert (1841 bis 1910) in der Region. Um der ursprünglichen, von Eifert intendierten romantischen Klangfülle wieder zu entsprechen, wird im Zuge der Generalsanierung des Instruments insbesondere die „Weidenpfeife“ (Salicional) wiederhergestellt. Die Stiftung Orgelklang fördert die Maßnahmen mit 4.000 Euro.

Aus Orgel-Werkstatt in Thüringen nach Hessen transportiert

Rund 140 Instrumente soll Adam Eifert in seiner Werkstatt in Stadtilm gefertigt haben; die meisten blieben im Raum Thüringen, nur wenige wurden, so wie die Orgel in Allmenrod, per Eisenbahn in Eiferts hessische Heimat transportiert. Der „Großherzogliche Sächsische Hoforgelbauer“ schuf die „Orgel des Monats Juli 2026“ im Jahr 1894. Sie weist ein für Eifert typisches Charakteristikum auf: Die Registerzüge werden nicht – wie bei anderen Orgeln üblich – gezogen, sondern mithilfe einer Stechermechanik nach unten gedrückt.

Die „Weidenpfeife“ – ein besonderer musikalischer Schatz

Die in der Romantik besonders beliebte „Weidenpfeife“ ist für einen warmen, weichen Klang zuständig, der den von Streichinstrumenten imitiert. Die Entscheidung, sie zu rekonstruieren, traf der Kirchenvorstand nach der Begutachtung ähnlicher Instrumente in der Region. Danach war klar: Die Orgel soll in ihren ursprünglichen Klang zurückgeführt werden.

Aufwändige Sanierung geplant

Im Zuge der Sanierung werden auch Pfeifen, Windversorgung und Tastatur instandgesetzt, die Beseitigung von Schimmel und eine grundlegende Reinigung kommen hinzu. Die Maßnahmen, die rund 39.000 Euro kosten werden, sollen zum Herbst beginnen.

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