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Kolumne von Mario Eichenauer, Aurum Vermögensmanagement GmbHIran-Krieg zwischen möglicher US-Bodenoffensive und Friedensvermittlung durch Pakistan

ALSFELD (ol). Anfang dieser Woche heizte US-Präsident Donald Trump Spekulationen über eine mögliche Bodenoffensive im Iran an. Gleichzeitig bemüht sich Pakistan um eine Vermittlung im Konflikt. Die geopolitische Unsicherheit wirkt sich bereits auf die Finanzmärkte aus: Aktien, Anleihen und Gold reagieren volatil. Experten warnen vor den wirtschaftlichen Folgen, darunter steigende Energiepreise und die Gefahr einer Stagflation in Europa.

Anfang dieser Woche hat US-Präsident Trump Spekulationen über eine Bodenoffensive in der Islamischen Republik Iran angeheizt. In der Woche zuvor hatte er noch das Ultimatum an den Iran verlängert, um ein Abkommen beziehungsweise eine große Lösung des Konfliktes herbeizuführen. Da Präsident Trump nun die Frist für das Abkommen erneut bis zum 7. April verlängert hat, drängt sich der Verdacht auf, dass er dies hauptsächlich tut, um die Finanzmärkte temporär zu beruhigen. Dies ist ihm zumindest zwischenzeitlich auch gelungen.

In einem Interview mit der Financial Times sagte Donald Trump, dass er sich das Öl des Iran aneignen wolle und in diesem Zusammenhang vielleicht die Insel Charg im Persischen Golf angreifen wolle, über die der Iran etwa 90 Prozent seiner Erdölausfuhren abwickelt. Außerdem hätte seine Armee noch über 3.000 Ziele im Iran zur Bombardierung „übrig“. Dies sagte er ebenfalls der genannten Zeitung.

Wie so oft in der Vergangenheit sendet der US-Präsident widersprüchliche Signale zum weiteren Verlauf beziehungsweise zum möglichen Ende des Krieges. Ob er dies nun aus Kalkül oder unbewusst tut, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

DAX sendet mit Ausbruch nach unten ein Verkaufssignal

Der deutsche Aktien-Index ist am Donnerstag der vergangenen Woche aus einer charttechnischen Topformation nach unten ausgebrochen. Die Auffanglinie lag bei circa 23.000 Punkten, wodurch mit deren deutlicher Unterschreitung ein Verkaufssignal generiert wurde.

Aus fundamentaler Sicht ist dies auch absolut nachvollziehbar, da sich Deutschland durch eine weltweit einzigartige Energiepolitik in eine äußerst prekäre Lage gebracht hat. Einheimische Unternehmen bekommen durch diese durchaus fragwürdige Bundespolitik Gegenwind. Dieser wird nun noch zusätzlich durch den Krieg im Nahen Osten verstärkt, welcher die Energiepreise nochmal sehr deutlich hat steigen lassen.

Stagflation voraus?

Laut dem EU-Wirtschaftskommissar Dombrowski droht der Europäischen Union durch den Iran-Krieg eine Stagflation. Das bedeutet sowohl eine anhaltende wirtschaftliche Schwäche gepaart mit evtl. stark steigender Inflation. Dies wäre somit das Schlimmste, was der deutschen Wirtschaft aktuell passieren kann. Zumal in den letzten Jahren die Preise für den Konsum der Bürger bereits stark gestiegen sind und man dachte, dass ein Jahr wie 2022 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von knapp sieben Prozent nicht mehr vorkommen wird. Dieser Anstieg war der höchste nach der Wiedervereinigung und könnte tatsächlich in diesem bzw. nächsten Jahr nochmals getoppt werden.

Weltweiter Anstieg der Zinsen

Die meisten Menschen denken, dass die Zinsen ausschließlich von den Zentralbanken festgelegt werden, aber das stimmt leider nicht ganz. Die EZB in Europa ist genau wie alle anderen Staatsbanken lediglich für die kurzfristigen Zinsen zuständig. Die mittel- und langfristen Zinsen werden von den sogenannten Anleihe- bzw. Rentenmärkten bestimmt. Der An- und Verkauf von Staatsanleihen mit verschiedenen Laufzeiten bestimmt die jeweiligen Kurse und aufgrund der in der Regel festen Verzinsung einer Anleihe steigt die Rendite für einen potenziellen Käufer, wenn er diese preisgünstiger erwirbt. Fällig sind diese festverzinslichen Wertpapiere nämlich immer zum Kurs 100 am Laufzeitende.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Inflationsprognosen ist der Kurs der deutschen Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit seit Ausbruch des Krieges um etwa ein halbes Prozent gestiegen. Dies ist ziemlich viel für solch einen kurzen Zeitraum. Die Investoren, die auf Zinsprodukte setzen, dürfte es freuen!

Kaufsignal bei Gold

Nachdem der Goldpreis in der Spitze 1.500 USD von seinem Hoch verloren hatte, steht dieser nun wieder bei etwa 4.500 USD und hat Ende letzter Woche ein Kaufsignal generiert. Für Anleger, die noch kein Gold ihr Eigen nennen oder bestehende Bestände aufstocken wollen ist aktuell sicherlich nicht der schlechteste Zeitpunkt, um über einen Kauf von Gold nachzudenken.

Fazit

Da niemand seriös die Dauer des Nahost-Konfliktes vorhersagen kann bleibt die geopolitische Lage weiterhin sehr angespannt. Bisher haben die Finanzmärkte sogar tendenziell besonnen reagiert. Auffällig hierbei war die Tatsache, dass sich alle drei großen Anlagesegmente (Aktien, Anleihen und Gold) jeweils parallel in beide Richtungen bewegt haben. Dies wird vermutlich nicht dauerhaft so bleiben.

Daher macht es aus unserer Sicht durchaus Sinn, sowohl Qualitätsaktien als auch Zinspapiere und Gold an schwachen Börsentagen zuzukaufen.

Ich wünsche Ihnen wie immer ein gutes Händchen für Ihre persönliche Vermögensstruktur!

Als bankenunabhängiger Vermögensspezialist beraten wir Sie individuell und ohne hauseigene Produkte. Besuchen Sie uns auf unserer Internetseite www.aurumvm.de oder vereinbaren Sie gerne einen Gesprächstermin unter Tel. 06631/ 8018-440.

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Die Anlageberatung und -vermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3, 4 WpIG) erbringen wir als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG ausschließlich für Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg (NFS). Der Verfasser und redaktionell Verantwortliche ist: Aurum Vermögensmanagement GmbH, Bürgermeister-Haas-Str. 5, 36304 Alsfeld, Telefon 06631/ 8018-444. 

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