
SPD-Frauen laden zu literarischem Abend im Café Franny’s in Homberg (Ohm) einLesung zur Frauenwoche setzt Zeichen für Gleichberechtigung
HOMBERG OHM/VOGELSBERGKREIS (ol). Im Rahmen der Frauenwoche haben die SPD-Frauen Vogelsbergkreis zu einer Lesung unter dem Motto „Gemeinsam stark“ in das Café Franny’s in Homberg (Ohm) eingeladen. Mit Texten zu Gleichberechtigung, gesellschaftlichen Erwartungen und demokratischen Werten regten die Vorleserinnen Julia Rausch und Nina Mergner zum Nachdenken an.
Im Rahmen der Frauenwoche fand unter dem Motto „Gemeinsam stark“ eine bewegende Lesung zu den Themen Gleichberechtigung und Demokratie statt. Eingeladen hatten die SPD-Frauen Vogelsbergkreis, wie es in deren Pressemitteilung heißt. Die Vorsitzende Claudia Blum begrüßte die Teilnehmenden im schönen Ambiente des Café Franny’s in Homberg (Ohm) und bedankte sich bei der Inhaberin für die Öffnung am Abend sowie die gute Bewirtung mit alkoholfreien Cocktails und Snacks. Claudia Blum freute sich besonders, zwei engagierte Frauen aus den eigenen Reihen als Vorleserinnen gewonnen zu haben, die sie kurz vorstellte.
Julia Rausch ist 21 Jahre alt und studiert Sozialwissenschaften in Gießen. Sie ist Co-Vorsitzende der Jusos im Vogelsbergkreis sowie Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Romrod. Zudem kandidiert sie für die Stadtverordnetenversammlung in Romrod und für den Kreistag. In ihrer Freizeit besucht sie Konzerte, geht ins Fußballstadion oder veranstaltet Spieleabende. Bereits viermal gehörte sie mit ihren Kurzgeschichten zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des OVAG-Jugendliteraturpreises; 2023 belegte sie sogar den ersten Platz.

Foto: Blum
Nina Mergner ist 43 Jahre alt und stammt aus Nieder-Ofleiden. Sie studierte ebenfalls Sozialwissenschaften in Leipzig und kandidiert für das Homberger Stadtparlament sowie den Kreistag. Sie ist Mutter eines 13-jährigen Sohnes, engagiert sich ehrenamtlich, ist sportlich sehr aktiv und arbeitet im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung.

Foto: Blum
Julia Rausch las Texte, die sich vor allem an jüngere Frauen richteten und das Aufwachsen unter dem Druck gesellschaftlicher Schönheits- und Verhaltensnormen thematisierten. Sie reflektierte darin, wie das Streben nach männlicher Aufmerksamkeit und Anerkennung oft schon früh gesellschaftlich geprägt wird – und wie dies dazu führen kann, dass Frauen nicht so sein können, wie sie eigentlich sein möchten. Als Zugabe las sie später aus einer ihrer preisgekrönten Kurzgeschichten, die beim Publikum ebenfalls großen Anklang fand.
Auch die Lesung von Nina Mergner berührte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr und regte zum Nachdenken an. Ihre Texte erzählten auf unterschiedliche Weise von Wut – im Kern jedoch von Verantwortung, unsichtbarer Arbeit und der Frage nach Macht. Dabei schlug sie den Bogen zur Gegenwart und erklärte: „Wir erleben 2026 eine Zeit, in der antifeministische Stimmen wieder lauter werden, in der Gleichstellung als Luxusthema bezeichnet wird und in der Fürsorgearbeit romantisiert, aber nicht fair verteilt wird.“ Wut sei kein Mangel an Dankbarkeit, sondern ein Hinweis auf Ungleichheit. Sie schloss mit den Worten: „Diese Wut entsteht nicht, weil Frauen zu viel wollen. Sie entsteht, weil sie zu lange zu wenig Raum hatten.“
Beide Vorleserinnen erhielten viel Applaus und Zustimmung für ihre bewegenden Beiträge. Im Laufe des Abends gesellte sich auch die Bürgermeisterin von Homberg (Ohm) zur Runde und zeigte sich sehr angetan von den Texten.
Es war die erste Lesung im Café Franny’s. „Die Premiere ist gelungen, und ich bin mir sicher, dass wir dort noch weitere Veranstaltungen durchführen werden vielleicht beim nächsten Mal als Frauenfrühstück“, so Claudia Blum.

Foto: Blum
Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren