
Gemündener Sozialdemokraten informieren sich vor Ort über moderne Fertigung und sprechen über konkrete Unterstützung für den MittelstandSPD Gemünden besucht Schreinerei Becker und sagt Unterstützung zu
GEMÜNDEN (ol). Eine Delegation der SPD Gemünden hat die Schreinerei Becker GmbH & Co. KG in Ehringshausen besucht und sich über deren moderne Fertigungstechniken informiert. Firmeninhaber Matthias Becker stellte Investitionen, Auftragslage und Teamstruktur vor. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung regionaler Arbeitsplätze sowie ein konkretes Anliegen des Unternehmens zur Schaffung zusätzlichen Lagerraums. Die SPD sagte zu, das Thema im Rahmen der Kommunalpolitik aufzugreifen.
Bei einem Besuch in der Schreinerei Becker GmbH & Co KG konnte sich jetzt eine Gruppe der Gemündener Sozialdemokraten von der großen Leistungsfähigkeit der Firma überzeugen. Mit modernster Technik fertigt das Unternehmer Möbel und ganze Wohneinrichtungen passgenau nach den Wünschen der Kunden, berichtet die SPD in einer Pressemitteilung.
Relativ unscheinbar befindet sich die Werkshalle hinter dem Fachwerkhaus der Familie Becker in Ehringshausen. In ihrem Innern sorgen Maschinen auf dem aktuellen Stand der Technik für die Herstellung der Bauteile für die verschiedenen maßgefertigten Einrichtungen und Möbel. Wie das Herzstück, eine CNC-Maschine, die Holzplatten zuschneidet, demonstrierte Firmeninhaber Matthias Becker der Besuchergruppe. Der Zuschnitt und die weitere Bearbeitung, zum Beispiel das Fräsen von Lochungen für Scharniere oder Verbinder, erfolgen nach den Vorgaben des Bauplans, die computergesteuert an die Maschine übermittelt werden. Das erfolgt nach der Programmierung automatisch, es ist anschließend kein Bedienungspersonal mehr nötig.
Becker machte deutlich, dass diese moderne Fertigung optimal auf die Wünsche der Kundschaft eingehe. Der Auftraggeber bekomme ein 3D-Bild, das zeige, wie das Ergebnis, beispielsweise die neue Empfangstheke in seinem Büro oder Ladengeschäft, aussehe. Mit der Investition in einem sechsstelligen Euro-Betrag sei man zwar ein Risiko eingegangen, aber die derzeitige Auftragslage sei gut. Insbesondere zwei Großaufträge lasteten das neunköpfige Team der Firma voll aus. Für das Studentenwerk der Uni Gießen würde gerade der Auftrag für 50 Einbauküchen in einem Studentenwohnheim abgearbeitet und ein wichtiger Kunde seien die Johanniter. Der größte Teil der Kundschaft der Schreinerei befinde sich im Gießener Bereich.

Foto: SPD Gemünden
Neben ihm und seinem Mitgesellschafter Jan-Hendric Stein bietet die Schreinerei fünf weitere Vollzeitarbeitsstellen und zwei Minijobs. Eine der vollen Stellen nimmt ein Mann aus der Ukraine ein. Auf Nachfrage berichtete Becker, dass er momentan nicht aktiv nach weiteren Mitarbeitern oder Auszubildenden suche, aber gern Bewerbern eine Chance geben würde. Überhaupt habe er noch nie Werbung für sein Unternehmen im Sinn von Anzeigen in der Presse oder dergleichen gemacht. Es lebe von seinem guten Ruf, der sich seit mehr als 25 Jahren offensichtlich gut in der Region verbreite.
Beeindruckt von der effizienten und kundennahen Ausrichtung des Unternehmens und seiner Bedeutung für wohnortnahe Arbeitsplätze, bekräftigten die SPD-Vertreter, sich für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte einsetzen zu wollen. Solches Engagement wolle die Partei mit ihrem zur bevorstehenden Kommunalwahl mit ihrem Motto „Heimat mit Zukunft“ stärker bekannt machen und fördern, betonte die Ortsvereinsvorsitzende und Gemeindevertreterin Maren Kadelka. Begleitet wurde sie bei dem Schreinereibesuch von weiteren Mandatstragenden der SPD. Aus der Gemeindevertretung war der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Klein dabei sowie als Mitglieder des Gemeindevorstands Eva Wolf und Peter Gabriel.
Als konkrete Unterstützung aus der Kommunalpolitik in Gemünden wünschte sich Becker, dass ihm ermöglicht werde, zusätzlichen Lagerraum zu schaffen, in dem er ein See-Container aufstellen darf. Dieser sei transportfähig, also wieder abbaubar, so dass er nicht verstehe, wieso es einer Baugenehmigung dafür bedürfe. So hatte die erste Auskunft von Gemündens Bürgermeister dazu gelautet. Den beiden Mitgliedern der SPD im Gemeindevorstand war diese Anfrage bisher nicht bekannt. Dass sich die SPD des Anliegens annehmen werde, bekräftigte die Besuchergruppe abschließend.
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