
68 Blutspenderinnen und Blutspender engagieren sich im Anna-Weidig-HausNach den tollen Tagen Tolles machen – DRK Mücke verbindet Fasching mit Blutspenden
MÜCKE (ol). Unter dem Motto „Nach den tollen Tagen Tolles machen“ lud der DRK Ortsverein Mücke zur Blutspende ins Anna-Weidig-Haus in Merlau ein. 68 Menschen, darunter zahlreiche Erst- und Mehrfachspender, folgten dem Aufruf und setzten ein Zeichen für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hervorgehoben wurde Hubert Lein aus Ehringshausen, der für seine 200. Blutspende geehrt wurde.
Wenn in Mücke die närrische Zeit zu Ende geht, klingt noch lange das bunte Treiben der Faschingsveranstaltungen und des traditionellen Mücker Faschingsumzugs nach. Die Region gilt als Hochburg der Narretei – Lebensfreude, Gemeinschaft und Engagement prägen diese Tage. Doch auch nach Aschermittwoch bleibt der Gedanke lebendig, gemeinsam Gutes zu tun. Unter dem Motto „Nach den tollen Tagen Tolles machen“ lud der DRK Ortsverein Mücke laut einer Pressemitteilung zur Blutspendeaktion in das Anna-Weidig-Haus in Merlau ein – und schlug damit eine kleine, aber bedeutsame Brücke vom Fasching zur Blutspende.
Denn was könnte „toller“ sein, als mit einer Blutspende Leben zu retten? Während beim Fasching Gemeinschaft und Frohsinn im Mittelpunkt stehen, zeigt sich bei der Blutspende eine andere, nicht minder wichtige Seite des Miteinanders: Solidarität, Verantwortung und konkrete Hilfe für Mitmenschen.
68 Spenderinnen und Spender setzen ein Zeichen
Der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Mücke, Matthias Weitzel, begrüßte gemeinsam mit seinem engagierten ehrenamtlichen Team insgesamt 68 Blutspenderinnen und Blutspender im Anna-Weidig-Haus. Unter ihnen befand sich auch Jannek Baumann, der an diesem Abend zum ersten Mal Blut spendete. Mit diesem Schritt hat er nicht nur persönliche Verantwortung übernommen, sondern zugleich ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt. Gerade Erstspender sind eine wichtige Säule der Blutversorgung, denn sie sichern die Zukunft dieses unverzichtbaren Engagements.
Blut wird täglich benötigt – bei Unfällen, Operationen, schweren Erkrankungen oder in der Krebstherapie. Viele medizinische Behandlungen sind ohne Blutpräparate nicht möglich. Anders als viele Medikamente kann Blut nicht künstlich hergestellt werden. Es ist ein Geschenk, das nur von Menschen zu Menschen weitergegeben werden kann. Jede einzelne Spende kann dabei bis zu drei Menschen helfen.
Die Organisatoren machten deutlich: Blutspenden sind nicht nur wichtig – sie sind lebenswichtig. Deshalb richtet sich der Appell an alle gesunden Bürgerinnen und Bürger, regelmäßig an den Blutspendeterminen teilzunehmen und so einen unverzichtbaren Beitrag zur medizinischen Versorgung zu leisten.
Mehrfachspender als Vorbilder
Besonders erfreulich war die große Zahl an Mehrfachspendern, die dem Aufruf des DRK gefolgt waren. Friedel Roth aus Mücke spendete bereits zum 91. Mal Blut. Thomas Euler aus Nieder-Ohmen konnte auf 110 Blutspenden zurückblicken. Albert Tröller aus Ruppertenrod erreichte beeindruckende 131 Spenden, während Klaus Schmidt, ebenfalls aus Ruppertenrod, bereits 152-mal Blut gespendet hat.
Diese Zahlen stehen nicht nur für persönliche Disziplin und Verlässlichkeit, sondern auch für jahrzehntelange Solidarität mit Menschen in Not. Jede einzelne Spende bedeutet Zeit, Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Mehrfachspender sind daher nicht nur treue Unterstützer, sondern echte Vorbilder für die Gesellschaft.
200 Blutspenden – Hubert Lein aus Ehringshausen geehrt
Ein ganz besonderer Moment des Abends war die Ehrung von Hubert Lein aus Ehringshausen, der an diesem Tag zum 200. Mal Blut spendete. Diese außergewöhnliche Leistung verdient höchsten Respekt und Anerkennung.

Foto: DRK Mücke
Seit dem Jahr 1975 engagiert sich Hubert Lein als Blutspender und hat damit über fünf Jahrzehnte hinweg einen unschätzbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung geleistet. 200 Blutspenden bedeuten 200-mal Bereitschaft, zu helfen – 200-mal gelebte Nächstenliebe. Rein rechnerisch hat er damit unzähligen Menschen Hoffnung und eine zweite Chance geschenkt.
Neben herzlichen Dankesworten von Matthias Weitzel war eigens ein Vertreter des Blutspendedienstes, Markus Hildebrand, angereist, um persönlich zu dieser besonderen Ehrung zu gratulieren. Auch der stellvertretende DRK-Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Alsfeld e.V., Ulf Immo Bovensmann, würdigte die beeindruckende Leistung. In seinen Worten betonte er, dass Menschen wie Hubert Lein Vorbilder für kommende Generationen seien. Blutspenderinnen und Blutspender seien ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung und damit tragende Säulen unseres solidarischen Gemeinwesens.
Die Ehrung machte deutlich: Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit Herz. Hubert Lein hat über Jahrzehnte hinweg gezeigt, wie kontinuierliches Engagement Leben retten kann. Sein Einsatz verdient höchste Anerkennung – nicht nur an diesem Abend, sondern weit darüber hinaus.
Auch kleine Jubiläen sind große Leistungen
Neben der 200. Spende gab es weitere besondere Anlässe zur Freude. Dirk Horst aus Mücke spendete zum zehnten Mal Blut. Auch dieses Jubiläum wurde gewürdigt, denn jede regelmäßige Spende ist ein wertvoller Beitrag.
Allen 68 Spenderinnen und Spendern des Abends galt der ausdrückliche Dank des DRK Mücke. Sie alle haben durch ihre Teilnahme dazu beigetragen, die Blutversorgung sicherzustellen und damit Verantwortung für ihre Mitmenschen übernommen. Blutspenden sind in vielen Bereichen der medizinischen Versorgung nicht wegzudenken – von der Notfallmedizin bis hin zu geplanten Operationen.
Ehrenamt als tragende Säule
Ein besonderer Dank galt auch den Mitarbeitenden des Blutspendedienstes sowie den zahlreichen ehrenamtlich Aktiven des DRK Ortsverein Mücke. Sie sorgen nicht nur für einen reibungslosen Ablauf am Spendetag selbst, sondern übernehmen auch die umfangreiche Vor- und Nachbereitung der Termine.
Von der Organisation über den Aufbau bis hin zur Betreuung der Spenderinnen und Spender – das Engagement der Ehrenamtlichen ist unverzichtbar. Ohne ihren Einsatz wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Sie investieren ihre Freizeit, um anderen zu helfen, und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag für die Gemeinschaft in Mücke und darüber hinaus.
Zeitgleich zur Blutspende hatte übrigens auch die DRK-Kleiderkammer im DGH Merlau geöffnet – ein weiteres Beispiel dafür, wie vielfältig das soziale Engagement des Ortsvereins ist.
Gemeinschaft, die bleibt – auch nach dem Fasching
Die Blutspendeaktion hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Gemeinschaftssinn in Mücke nicht mit dem Ende der närrischen Tage endet. Während beim Fasching die Freude am Feiern im Vordergrund steht, zeigt sich bei der Blutspende die tiefe Verbundenheit der Menschen untereinander.
„Nach den tollen Tagen Tolles machen“ – dieses Motto ist mehr als ein Slogan. Es ist ein Ausdruck gelebter Solidarität. Die Veranstaltung im Anna-Weidig-Haus hat deutlich gemacht, dass Hilfe kein großes Spektakel braucht. Oft genügt ein kleiner Pieks – mit großer Wirkung.
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