
Protest gegen geplanten Ausbau der B49 zwischen Lindenstruth und ReiskirchenAktivistengruppe besetzt Büros von Hessen Mobil in Schotten
SCHOTTEN (ol). Aktivist*innen der Gruppe „Krokodil gegen Hessen Mobil“ haben die Außenstelle von Hessen Mobil in Schotten besetzt. Anlass ist der geplante Ausbau der B49, den die Gruppe als überflüssig und umweltschädlich kritisiert. Mit der Aktion solidarisiert sich die Gruppe mit einer Baumbesetzung auf der geplanten Trasse in Reiskirchen. Die Aktivist*innen fordern stattdessen den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken.
Am gestrigen Montag, den 9. Februar, haben Aktivist*innen der Gruppe „Krokodil gegen Hessen Mobil“ die Büros der Außenstelle von Hessen Mobil in Schotten besetzt, das berichtet die Gruppe in einer Pressemitteilung. Die Außenstelle ist für die Planung und Umsetzung des umstrittenen Neubaus der Bundesstraße B49 zwischen Lindenstruth und Reiskirchen zuständig.
Die Aktivist*innen kritisieren das Projekt als überflüssig. Parallel zur Autobahn A5 sei keine weitere Straße notwendig, insbesondere nicht auf Kosten von landwirtschaftlichen Flächen und geschützten Eidechsen-Biotopen. Mit der Aktion erklären sich die Beteiligten solidarisch mit der bestehenden Baumbesetzung auf der geplanten B49-Trasse in Reiskirchen.
„Wir haben heute diese Außenstelle von Hessen Mobil besetzt, weil wir nicht einfach den zerstörerischen Plänen zuschauen wollen. Wir können nicht weiter den Glauben verbreiten, dass mit der richtigen kapitalistischen Taktik alles gut wird. Neue Straßen erzeugen mehr Verkehr und wenn Projekte wie die B49 in diesen Zeiten noch umgesetzt werden sollen, dann ist der einzige Leitfaden, der gilt: Macht kaputt, was euch kaputt macht!”, so Tara Novac (20).
„Gerade wir in Schotten verstehen es, keine wirkliche Alternative zum Auto zu haben. Anstatt Geld in den Ausbau des ÖPNV zu stecken, soll alles für neue Straßen verwendet werden. Dabei wird aber völlig ignoriert, dass es auch Menschen gibt, die viel lieber komplett auf den ÖPNV umsteigen wollen. Hessen Mobil asphaltiert uns im wahrsten Sinne des Wortes fest auf eine zerstörerische Mobilität”, erklärt Maxim Preis (21).
Die Aktivist*innen laden alle Menschen ein, selbst Aktionen und Proteste gegen Straßenbau und die B49 zu organisieren. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich gegen Hessen Mobil zur Wehr zu setzten. Menschen können Versammlungen anmelden und legal protestieren, Orte und Büros besetzen oder Baustellen sabotieren. Protest ist Bunt und Vielfältig und genau so wirksam.”
Fotos: Projektwerkstatt
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Schon sehr merkwürdig das Rechtsverständnis von so manchem Leser hier. Junge Menschen „ besetzten“ ein Büro = Straftäter.
Landwirte blockieren mit ihren riesigen Treckern Straßen, bedrängen und nötigen die Allgemeinheit,
kippen Gülle und Mißt in die Gegend und da gehen die Daumen hoch.
Ich frage mich ernsthaft was der Wiederaufbau der Bahnstrecke Schotten – Nidda mit dem Bau der Umgehungsstraße B49 Reiskirchen – Lindenstruth gemeinsam hat. Wenn zwischen Nidda und Schotten ein Zug fährt, fährt dann ein PKW oder ein LKW weniger durch Reiskirchen ?
Keine Ahnung was das Krokodil geraucht hat.
gelder, die in neue versiegelte böden durch neue straßen investiert werden, werden nicht in den notwendigen ausbau des öffentlichen nahverkehrs bis hin zum kostenlosen öffentlichen nahverkehr ( gibt’s beispielsweise in Luxemburg, Lettland,…) investiert. Bessere Verbindungen und kostenloser nahverkehr würden sicherlich weniger Autoverkehr und wniger konfliktsituationen bewirken…
Sitzen lassen und Feierabend machen.
Das sind Straftäter, keine Aktivisten. Gerne kann der/die/das Autor*in auch Straftäter gendern.
Wie man das besetzen von fremden Gebäuden so positiv sehen kann, ist für mich unglaublich.
Und wie grandios der ÖPNV im Vogelsberg angenommen wird, kann auch jeder sehen. Die HLB und die Busse sind abgesehen von den Schulzeiten immer leer. Soll man doch gleich einfach nur die Kinder zur Schule bringen.
Sind Landwirte die Gülle verspritzen, Straßen mit dem Trecker plokieren, Menschen bedrängen auch Straftäter?
Die Gebäude gehören der Allgemeinheit und damit auch den Leuten die sich mehr Gedanken um die Zukunft machen als so eine vermeintliche Steuerzahlerin.