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Mehr als sechzig Bläserinnen und Bläser proben im Vogelsberg mit Eike Klein„Schön, zu sehen, dass es weitergeht!“

WALLENROD (ol). Mehr als sechzig Musikerinnen und Musiker aus zahlreichen Posaunenchören des Dekanats Vogelsberg kamen zu einer gemeinsamen Probe in Wallenrod zusammen. Unter der Leitung von Eike Klein, Referent für Posaunenchorarbeit der EKHN, stand neben dem Kennenlernen auch ein neues Bläserheft im Mittelpunkt. Die Probe war geprägt von musikalischer Vielfalt, guter Stimmung und intensivem Austausch. Die Begegnung markierte den Auftakt weiterer landeskirchlicher Projekte.

Gut ein Vierteljahr ist er jetzt im Amt, und so nach und nach lernt er alle Posaunenchöre in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) kennen. Eike Klein ist Referent für Posaunenchorarbeit im Zentrum der Verkündigung der EKHN und fungiert in dieser Position als Bindeglied zwischen der Landeskirche und den Posaunenchören in den Kirchengemeinden. Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung und Unterstützung in den Gemeinden, die Erstellung von Materialien, die Entwicklung und Durchführung von Projekten auf landeskirchlicher Ebene, unter anderem in Kooperation mit dem Posaunenwerk, der Aufbau eines Netzwerks regionaler Ansprechpartner für den Bereich Posaunenchorarbeit sowie die Vernetzung und Kooperationen auf den verschiedenen kirchlichen Ebenen, so heißt es in der Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Vogelsberg.

Vor wenigen Tagen war er einer Einladung ins Dekanat Vogelsberg gefolgt: Karin Döll vom Posaunenchor Wallenrod und Jutta Kirschbaum vom Posaunenchor Hopfgarten hatten innerhalb aller Posaunenchöre im Dekanat eine gemeinsame Probe angeregt, um sich kennenzulernen, sich wieder einmal in einer großen Gruppe von Bläserinnen und Bläsern zu begegnen und auch um das neue Bläserheft kennenzulernen, von dem Eike Klein Vorabdrucke mitgebracht hatte.

Foto: Traudi Schlitt

Mehr als sechzig Musikanten aus knapp zwanzig Posaunenchören des Dekanats und darüber hinaus waren eigens dazu ins Ernst-Archut-Haus in Wallenrod gekommen; dort war am Übungsabend ein großer Klangkörper zu hören. Und ganz gleich, ob die vielen Stücke, die Klein ausgewählt hatte, eher folkloristisch, jazzig oder getragen daherkamen, die Musikerinnen und Musiker hatten ihre Freude. Nicht nur an der Musik, denn es herrschte eine vergnügte Stimmung unter den Anwesenden. Das Verhältnis zwischen „dem Neuen“ und den Bläserinnen und Bläsern war von Beginn an gut, Kritik wurde witzig und wertschätzend vermittelt. Die Reihen im Saal waren gut gefüllt: Von ganz jungen bis sehr erfahrenen Musikern war jedes Alter vertreten – ein Zeichen dafür, wie verbindend Musik ist, besonders, wenn sie Menschen zum Spielen zusammenführt.

Diess Wahrnehmung war auch den Aussagen vieler Menschen vor Ort zu entnehmen: Sie alle hatten Lust zum gemeinsamen Musizieren. „Schön, dass es weitergeht mit der Posaunenchormusik“, brachte eine Bläserin auf den Punkt, was alle gehofft hatten. Sie freuten sich über die ersten Blicke in das noch druckfrische Bläserheft, das eigens zum diesjährigen Landesposaunentag im Herbst aufgelegt worden ist. Neben der Musik spielt an einem solchen Abend, den viele zusätzlich zu ihrer eignen Chorprobe an einem anderen Tag warnahmen, auch die Gemeinschaft eine Rolle. Viele der Bläser aus den verschiedenen Vogelsbergdörfern kennen sich gut, spielen gern gemeinsam und tauschen sich aus.

 

„Es war eine wunderschöne Probe, mit vielen interessanten Stücken“, sagte Karin Döll im Anschluss. „Auch Eike Klein war auch nach diesem Auftakt froh, dass so viele da waren und ihn kennengelernt haben.“ Und diese Begegnung war erst ein Anfang: Denn Eike Klein hat viel vor, unter anderem lud er die Musiker zum Landesposaunentag im September ein und kündigte die Gründung eines Auswahlorchesters an.

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