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Vogelsbergkreis informiert über Landarztquote und Quote für den Öffentlichen GesundheitsdienstOhne Einser-Abi zum Medizinstudium

VOGELSBERG (ol). Auch ohne perfekten Notenschnitt ist der Weg zum Medizinstudium möglich. Der Vogelsbergkreis macht auf die Landarztquote und die Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Hessen aufmerksam. Bewerbungen für das Wintersemester 2026/2027 sind im Februar möglich. Ziel der Programme ist es, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu stärken.

In der Fremdsprache läuft es in der entscheidenden Phase nicht so gut, und der Durchhänger im Halbjahr vor dem Abi gibt dem Traum vom Medizinstudium den Rest. Könnte man meinen. Doch die „Landarztquote“ und die „Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)“ des Landes Hessen können die Tür zum Traumberuf wieder aufstoßen, heißt es in der Pressemitteilung des Vogelsbergkreises. „Denn vom 1. bis 28. Februar haben junge Menschen wieder die Möglichkeit, sich für ein Medizinstudium ab dem Wintersemester 2026/2027 zu bewerben“, sagt Dr. Sigrid Stahl von der Fachstelle für Gesundheitliche Versorgung und Gesundheitsförderung im Vogelsberger Gesundheitsamt.

„Wer nach dem Medizinstudium als Landärztin oder Facharzt im Öffentlichen Gesundheitsdienst – zum Beispiel im Gesundheitsamt – anderen Menschen helfen möchte, kann von den Quotenregelungen profitieren“, weiß Dr. Stahl. Denn bis zu 7,8 Prozent der hessischen Medizinstudienplätze werden für genau diese Bewerber vorgehalten, ergänzt sie.

Das seit 2022 angebotene Programm der Landesregierung will qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum sichern und den ÖGD stärken, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

In einem zweistufigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren steht nicht nur der Notenschnitt des Abiturs im Mittelpunkt. „Auch die persönlichen oder fachspezifischen Fähigkeiten spielen eine Rolle. Wer etwa eine einschlägige Ausbildung oder Berufserfahrung vorweisen kann, sich beispielsweise ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen engagiert, oder einen passenden Freiwilligendienst absolviert hat, kann seinen Hut in den Ring werfen“, beschreibt Dr. Stahl einige Bewerbungsvoraussetzungen.

Ist das Auswahlverfahren abgeschlossen und der Studienplatz durch das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) vergeben, unterstützen die drei beteiligten hessischen Universitäten Frankfurt am Main, Gießen und Marburg die Studenten gezielt. Sie bereiten besonders auf die spätere Tätigkeit vor, und bieten ab dem Studienstart im Oktober 2026 ein begleitendes Schwerpunktcurriculum an.

Info-Veranstaltung am 3. Februar

Weitere Informationen sowie das Bewerbungsportal finden Interessierte auf https://hlfgp.hessen.de/medizin-studieren. Am Dienstag, den 3. Februar, bieten die Universitäten ab 19 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung an. Die Zugangsdaten sind ebenfalls auf der Webseite zu finden.

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