
Traditioneller Adventszauber in Burg-Gemünden begeistert zahlreiche Besucher„Adventsbudenzauber“, Dorfspaziergang mit der „Weißen Frau“ und Adventsfenster
BURG-GEMÜNDEN (ol). In Burg-Gemünden fand am vergangenen Samstag der stimmungsvolle „Adventsbudenzauber“ statt, organisiert von der Fördergemeinschaft 750 Jahre Burg-Gemünden e.V., gemeinsam mit örtlichen Vereinen. Ein Dorfspaziergang mit der sagenumwobenen „Weißen Frau“ und das Öffnen des siebten Fensters des „Lebendigen Adventskalenders“ sorgten für kulturelle Highlights, während vielfältige Stände und musikalische Beiträge für ein unterhaltsames und gemütliches Ambiente sorgten.
Es war wieder einmal ein Festtag, am Samstag in Burg-Gemünden, der mit einem Dorfspaziergang mit der „Weißen Frau von Burg-Gemünden“ begann und in den „Adventsbudenzauber“ in und um das Dorfgemeinschaftshaus überging, in dessen Rahmen sich auch das siebte Fenster des „Lebendigen Adventskalenders“ öffnete, so heißt es in einer Pressemitteilung der Fördergemeinschaft 750 Jahre Burg-Gemünden e.V.
Glücklicherweise hatte der Dauerregen pünktlich zum Beginn des „Adventsbudenzaubers“ am Nachmittag aufgehört, sodass die vielen Besucher das festlich geschmückte Ambiente mit den zahlreichen Angeboten sowohl im Außenbereich als auch im Dorfgemeinschaftshaus genießen konnten. Veranstalter war zum letzten Mal im Jubiläumsjahr die „Fördergemeinschaft 750 Jahre Burg-Gemünden e.V.“ mit den Vereinen Freiwillige Feuerwehr, dem Landfrauenverein, der Burschenschaft „Burgkameraden“ und dem Obst- und Gartenbauverein Burg-Gemünden sowie dem VdK Ortsverband Gemünden.
Der Dorfspaziergang zu „sagenhaften Plätzen“ in Burg-Gemünden, von denen man im Laufe der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr viel gehört und gelernt hatte, führte natürlich die sagenumwobene „Weiße Frau“ von Burg-Gemünden (Andrea Albert) an. Hintergrund ist, dass die geheimnisvolle „Weiße Frau“, die in mehreren Schlössern und Burgen europäischer Adelsfamilien unruhig herumgeisterte, zurzeit des letzten französischen Krieges auch schon mal Burg-Gemünden einen Besuch abgestattet haben soll. Weiße Frauen sind arme und bedauernswerte Wesen, die durch ein zu ihren Lebzeiten bestimmtes Ereignis verwünscht wurden, heißt es. Wie es unter anderem auch in dem neuen Heimatbuch „Burg-Gemünden – Die Geschichte eines Dorfes und seiner Menschen“, von Andrea Albert unter dem Titel „Sagen und Erzählungen in und um Burg-Gemünden“ beschrieben wurde (das Heimatbuch ist leider ausverkauft und es ist auch keine Neuauflage vorgesehen). Den meisten, die beim Dorfspaziergang dabei waren, seien die alten Sagen über Burg-Gemünden noch nicht so bekannt gewesen und dementsprechend hätten es alle sehr spannend gefunden, was die „Weiße Frau“ ihnen darüber verraten habe, so Andrea Albert.
Pünktlich zum Öffnen des siebten Adventsfensters, des in diesem Jahr vom Obst- und Gartenbauverein Burg-Gemünden organisierten „Lebendigen Adventskalender“, traf auch die Gruppe vom Dorfspaziergang beim Dorfgemeinschaftshaus ein, wo sich mittlerweile schon längst eine große Besucherzahl beim „Adventsbudenzauber“ eingefunden hatte. Es wurden gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder gesungen und Andrea Albert las die Geschichte von einem Schneemann vor, der einer Stadt einen Besuch abstattete, sich in einem Kaufhaus einkleidete, dafür sich im Schaufenster ausstellen und immer dabei auf der Hut sein musste, dass es nicht zu warm war. Hatte er zuerst seine Freundin, eine schöne junge Tanne, traurig zurückgelassen, so war diese bei seiner Heimkehr nun auch nicht mehr da, da sie inzwischen als Weihnachtsbaum geschmückt in einem Wohnzimmer stand.
Mit einem musikalischen Ständchen überraschte zwischendurch auch der Posaunenchor der evangelischen Katharinengemeinde, unter der musikalischen Leitung von Christine Geitl, die Besucher der Adventsveranstaltung.
Die Gäste erlebten in dem kleinen romantischen „Weihnachtsdorf“ ein paar unterhaltsame Stunden bei guter Bewirtung durch die Vereinsmitglieder mit heißen und kalten Getränken, Würstchen vom Grill, köstlichen Suppen, frischen Waffeln oder auch Backhausbrot und Crêpes. Darüber hinaus gab es auch leuchtende Augen bei den zumeist im Dorfgemeinschaftshaus aufgebauten Ständen, wo es von Blumenschmuck, verschiedenen Bastelarbeiten und beachtenswerten Dekorationssachen aus den verschiedensten Materialien sowie Näh- und Strickarbeiten, Kräuter- und Gewürzprodukten, Bienenhonig aus der Region oder einem umfangreichen Angebot an Bildern und weiteren Produkten, alles zu kaufen und zu bewundern gab.
Der „Adventsbudenzauber“ in Burg-Gemünden mit seinen weihnachtlich geschmückten Pavillons, passender Illumination und den schon erwähnten kulinarischen Düften, bereitete eine angenehme und wohlige Atmosphäre, die von den Besuchern sichtlich genossen wurde, heißt es.
Eine gelungene Wiederbelebung des Burg-Gemündener „Adventsbudenzaubers“, der seit der Coronapandemie nicht mehr stattgefunden hatte und der positiv zur Belebung der Dorfgemeinschaft beitrug, so der Verein abschließend.
Foto: Fördergemeinschaft 750 Jahre Burg-Gemünden e.V.
Auch interessant:






Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren