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Vogelfreunde haben seltene Gelegenheit, verschiedene Vogelarten in natürlichem Lebensraum zu erlebenMorgendliche Vogelstimmenwanderung begeistert Naturliebhaber in Seibelsdorf

ANTRIFTTAL (ol). Acht Vogelenthusiasten, darunter Bürgermeister Dietmar Krist, begaben sich kürzlich auf eine frühmorgendliche Vogelstimmenwanderung in Seibelsdorf, organisiert von den örtlichen Sportanglern. Unter professioneller Anleitung des Vogelexperten Dirk Kuhlke konnten die Teilnehmer den Gesang von 23 verschiedenen Vogelarten lauschen, während sie durch die umliegende Landschaft wanderten.

Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm, sodass der Wecker für die Naturfreunde und Vogelbegeisterten laut einer Pressemitteilung von Bürgermeister Dietmar Krist am vergangenen Sonntagmorgen zeitig klingelte, um an der Vogelstimmenwanderung der Seibelsdorfer Sportangler teilnehmen zu können. Die Wanderer lauschten gemeinsam den Gesängen von Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Blaumeise und vielen weiteren heimischen Vögeln.

Pünktlich um sechs Uhr trafen acht Naturliebhaber und Interessierte, ausgestattet mit Rucksack und Fernglas an der Feldscheune am Ortsausgang von Seibelsdorf ein, mit dabei auch Bürgermeister DIetmar Krist. Die Wandertour führte unter fachkundiger Anleitung und Erläuterungen des Vogelexperten Dirk Kuhlke durch die Heckenlandschaft an Wiesen vorbei und am Waldrand entlang Richtung Antrifttalsperre.

Doch weit musste die Gruppe gar nicht gehen, denn bereits an Feldscheune erregte der Gesang des Kiebitz nicht nur die Aufmerksamkeit der Gruppe, sondern auch der dortigen Hauskatze, die das Geschehen aufmerksam beobachtete.

Auf dem Weg zum Damm der Talsperre konnte man eine vielfältige Vogelschar singen hören. Als besonderen Höhepunkt bezeichnete Kuhkle den seltenen Gesang des Feldschwirls, der an das Schwirren einer Heuschrecke erinnert. Am Auslauf des Dammes wartete dann ein Graureiher auf seine Nahrung und stierte so intensiv auf die Wasseroberfläche, dass er die Gruppe gar nicht bemerkte, deren Gespräche durch das rauschende Wasser übertönt wurden. Erst nach einer ganzen Weile bemerkte er die Störer und flog aufgeschreckt von dannen. Die Liste von 23 unterschiedlichen Vogelarten wurde erst am Ortseingang von Seibelsdorf komplettiert. Anders als man denken könnte, haben es die Vögel in Ortschaften weniger schwer, als ihre Verwandten in der freien Feldlandschaft, wie Kuhlke erläuterte. „Die unterschiedlich gestalteten Gärten bilden eine gewisse Vielfalt. Arten, deren Lebensraum sich im freien Feld befindet, sind zum Teil nahezu verschwunden, wie der Kiebitz oder die Feldlerche“, so der Experte. Der morgendliche Rundgang endete dann mit einem üppigen Frühstück im Vereinsheim der Sportangler.

Foto: Krist

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