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Kreisoberliga Fußball: SpVgg Leusel spielt 1:1 unentschieden gegen den SV HattendorfNur Strafraumgewühl reichte nicht zum Sieg

LEUSEL (aep). Trainer Ertac Calistan war die Enttäuschung anzumerken am Donnerstagabend: 1:1 unentschieden trennte sich seine SpVgg Leusel vom SV Hattendorf in einer regennassen Partie. „Wir haben schlecht gespielt!“, so sein Fazit. Und aus Leuseler Sicht ist damit ein einkalkulierter Sieg verschenkt, wenn der Vierte der Kreisoberliga gegen den Tabellenletzten antritt. 52 Punkte gegen 24 auf heimischem Platz. Aber am Ende mussten die Gastgeber sogar noch einräumen: Es hätte auch schlimmer kommen können. Es gab ein zweites Spiel am Abend: Der SV Nieder-Ofleiden unterlag dem FC TuBa Pohlheim 1:3.

 

Lange geschah wenig auf dem Leuseler Sportplatz, außer, dass es unter den tiefstehenden Wolken schnell ziemlich dunkel wurde. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit zwar spielbestimmend, aber harmlos. Von den Gästen war vor allem Abwehrarbeit zu sehen. Mit einem 0:0-Zwischenstand ging es auch in die Pause.

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So schien es in der zweiten Hälfte weiter zu gehen, bis nach einer Stunde ein Schreck die Leuseler Elf aus der Ruhe riss: Keeper Rene Körner hatte nach einem Steilpass zu energisch gerettet, so dass Schiedsrichter Faruk Koc Strafstoß pfeifen musste. Torwart Körner machte seine Fehler gleich darauf aber wieder gut und parierte den Elfmeter von Patrick Keller.

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Tobias Massanetz (12) auf dem Weg zu einer großen Torchance gegen Hattendorf (Bild oben)? Nein, auch nicht: Im nächsten Moment wird der schnelle Stürmer abgeblockt (Bild unten).

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In der 67. Minute schien dann doch alles den erwarteten Gang zu gehen: Auf Freistoß von Mirko Bambey schob Christoph Ruppel den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein. Und als hätte der Treffer ihnen den Weg gewiesen, legten die Leuseler danach eine Schippe mehr auf, erarbeiteten sich häufiger Strafraumszenen vor dem Hattendorfer Tor – ließen aber richtige Torchancen vermissen. Es gab eine Reihe von Fast-Torchancen. „Da war keine Durchschlagskraft“, grantelte Trainer Caliskan hinterher.

Fußball rächt solche Nachlässigkeit manchmal gnadenlos. Nachdem die Gäste dem Leuseler Tor über 20 Minuten lang nicht näher gekommen waren, als bis zur 30 Meter Gefahrenlinie, reichte eine eigentlich harmlose Szene, dem Spiel eine andere Richtung zu geben: ein langer Steilpass, an dem die Abwehr und auch Torwart Körner irgendwie vorbei liefen, schob Jan Luca Metz ohne viel Mühe zum Ausgleich ein – ganze vier Minute vor dem regulären Spielende. Danach reichten weitere Strafraum-Gewühle vor Hattendorfs Gehäuse nicht mehr aus: Die stark bis mitunter ruppig kämpfenden Gäste verteidigten den Ausgleich bis zum Ende.

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Strafraumgewühl mit Rasengefühl: Spieler bleiben nach Zweikämpfen liegen.

In gewisser Hinsicht hatte sich das Unentschieden aber für beide Mannschaft gelohnt: Beide rutschten in der Kreisoberliga Gießen um einen Rang höher. Die SpVgg Leusel verpasste aber die Gelegenheit, an den Tabellenzweiten SG Treis/Allendorf punktgleich anzuschließen.

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