
Der BUND lädt einBesuch beim Braunkehlchen
Der BUND Vogelsberg lädt ein zum Besuch beim Braunkehlchen – dem Vogel des Jahres 2023. Treffpunkt ist am Sonntag um 10 Uhr der Friedhof in Grebenhain/Vaitshain in der Taufsteinstraße.
„Braunkehlchen-Schutz funktioniert nur gemeinsam mit der Landwirtschaft“, so BUND-Sprecher Wolfgang Dennhöfer in einer Pressemitteilung. Die Führung wird BUND-Mitglied Edgar Schramm übernehmen. Er und die Braunkehlchen zeigen, wo Wiesen und Weiden arten- und strukturreich sind. Im Vogelsberg gibt es einen der wichtigsten Braunkehlchenbestände Hessens. Edgar Schramm und seine Freunde kämpfen seit Jahren für den Erhalt der hübschen Bodenbrüter. Naturfreundliche Landwirte engagieren sich zusammen mit ihnen im „Vogelsberger Wiesenbrüter Projekt“ von dem auch das hübsche Schwarzkehlchen und zahllose Insekten profitieren.
Die hellbraune Kehle gibt dem zirka 14 Zentimeter großen Braunkehlchen seinen Namen. Leider gehen die Bestände seit Jahren zurück. Die Vögel überwintern südlich der Sahara. „Bei uns in Europa sind die Braunkehlchen (Saxicola rubetra) typische Brutvögel in extensiv genutzten Wiesen und Weiden und auf Brachflächen“, so Dennhöfer weiter. Zwischen Juni und Juli sei die Hauptbrutzeit.
Das Braunkehlchen mag feuchte Böden und in der Umgebung nicht zu viele Bäume. Hungrige Krähen haben dort nur wenige Versteckmöglichkeiten. Genauso wichtig: dichte Vegetation am Boden – hier verstecken die Braunkehlchen ihre Nester. Oft reichen schmale Altgras-Streifen, zum Beispiel entlang von Gräben. Deshalb ist es schlecht, wenn in den Brutgebieten Gräben im Herbst vollständig ausgemäht werden, ohne dass die Randstreifen über den Winter stehen bleiben.
Leider komme das auch im Vogelsberg immer wieder vor so BUND-Sprecher Wolfgang Dennhöfer, erst kürzlich habe ein Naturfreund schaurige Bilder aus der Gegend von Ilbeshausen geschickt. Das sei tragisch, denn: ohne altes Gras keine jungen Braunkehlchen. Die Naturschützer appellieren außerdem an alle Naturfreunde unbedingt zur Brutzeit auf den Wegen zu bleiben und Hunde an der Leine zu lassen.
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