
Erzählfestival der Vielfalt kehrt auf das Homberger Schloss zurückLesungen, Workshops und viel Kunst rund ums Wort
HOMBERG OHM (ol). Das Erzählfestival auf dem Homberger Schloss findet vom 4. bis 6. September zum zweiten Mal statt. Initiatorin ist die Autorin Astrid Ruppert, die gemeinsam mit einem großen ehrenamtlichen Team ein vielfältiges Programm aus Lesungen, Workshops, Musik und Kinderangeboten auf die Beine stellt. Zahlreiche bekannte Autorinnen und Autoren sowie Künstlerinnen und Künstler sind angekündigt. Das Festival versteht sich als kultureller Treffpunkt für alle Altersgruppen und wird von verschiedenen Partnern und Förderern unterstützt.
Vor drei Jahren fand es zum ersten Mal statt: Das Erzählfestival auf dem Homberger Schloss, initiiert von der Autorin Astrid Ruppert, die seit vielen Jahren im Homberger Land lebt und arbeitet. Viele Menschen – Mitwirkende wie Besucherinnen und Besucher – zeigten sich begeistert von den flirrenden Tagen rund um das Schloss, die Lesungen, Workshops, Musik, Begegnung, Kunst und Gespräche bereithielten. So soll es wieder werden: Vom 4. bis 6. September findet das Erzählfestival nun zum zweiten Mal statt. Wie es gelingen soll, wer erwartet wird und warum es „Erzählfestival der Vielfalt“ heißt, all das verriet Astrid Ruppert in einem ersten Interview mit Traudi Schlitt.
Traudi Schlitt: Astrid, das Erzählfestival findet nun zum zweiten Mal statt. Ist das der Beginn einer Tradition?
Astrid Ruppert: Hoffentlich! Das erst Mal war wunderschön, wir hatten viel Glück, denn wir sind zugegebenermaßen etwas naiv darangegangen. Es war so wahnsinnig viel Arbeit! Dass es nun zum zweiten Mal möglich wird, verdanke ich vielen Menschen, die (wieder) bereit sind mitzuhelfen: Die größte Stütze sind die Menschen, die sich ehrenamtlich mit ihren speziellen Kompetenzen einbringen – von Design bis Pädagogik, von Organisation bis Bühnentechnik über Catering, Finanzplanung und Pressearbeit. Das kann man gar nicht genug herausheben. Ein Festival in dieser Größenordnung lässt sich nur mit einem Team stemmen, das mit Engagement und Herzblut bei der Sache ist. Allein, so ein Team gefunden zu haben, ist schon wie ein Sechser im Lotto. Wir sind eine tolle Truppe! Unterstützt werden wir außerdem von der Lauterbacher Kulturspinnerei, unter deren gemeinnützigem Dach wir nun agieren können in Kooperation mit der Stadt Homberg und den Schlosspatrioten.
Traudi Schlitt: Verrätst du schon etwas zum Programm? Auf welche Autorinnen und Autoren dürfen wir uns freuen?
Astrid Ruppert: Wir starten am Freitag mit einer Poesiebegeisterungshow des Meisters des Poetry Slam Lars Ruppel und einem herrlich unterhaltsamen Abend mit den Songs von Nobelpreisträger Bob Dylan – und haltet euch fest: sie werden teilweise auf oberhessisch vorgetragen. Im Verlauf der beiden weiteren Tage erwarten wir Gäste wie Lucinde Hutzenlaub und die deutsche Queen of Fantasy Kerstin Gier. Die Schauspielerin Judith Hoersch, die seit vielen Jahren die Hebamme Lena Lorenz strahlen lässt, stellt ihren Debütroman vor, ein weiteres Debüt hören wir von Stefan Kuhlmann, dem Drehbuchautor der beliebten Reihe um die Familie Bundschuh. Kathrin Lange, Sven Gerhard, Ursula Kollritsch, Katherine Zimmermann und Uwe Henkhaus stellen ebenfalls interessante Werke vor – ich würde jetzt am liebsten von allen ausführlich schwärmen! Wie beim letzten Mal wird es vielseitige und interessante Workshops geben und dazu ein tolles Programm für Kinder und Jugendliche, vor allem, weil alle drei Homberger Schulen aktiv mitmachen.
Traudi Schlitt: Das Festival findet wieder am Schloss in Homberg Ohm statt?
Astrid Ruppert: Das Gelände des Homberger Schlosses bietet so viele Möglichkeiten und ist so charmant und besonders, dass wir jeden Winkel ausnutzen wollen und zum Glück auch dürfen. Dafür sind wir den „Schlossherren“ sehr dankbar. Die Veranstaltungen verteilen sich auf Bühnen und Zelte in den Gärten, auf Schloss und Torhaus. Ein Bereich fürs Catering und Kuchen aus dem Schlosscafé darf natürlich nicht fehlen.

Foto: Tobias Gremmel
Traudi Schlitt: Wirst du selbst auch etwas lesen, beispielsweise aus deinem ganz neuen Buch „Nebenan Leben“?
Astrid Ruppert: Das mache ich gerne außerhalb des Festivals und freue mich, wenn ich zu Lesungen eingeladen werde. Beim Festival sehe ich mich tatsächlich eher als Gastgeberin im Team, um all den besonderen Gästen, die nicht häufig da sind, eine schöne Bühne und dem Publikum abwechslungsreiche Veranstaltungen zu bereiten.

Foto: Tobias Gremmel
Traudi Schlitt: Das Erzählfestival hat in diesem Jahr den Zusatz „der Vielfalt“. Was hat es damit auf sich?
Astrid Ruppert: Wir bieten Vielfalt – und das für alle Interessierten in allen Altersgruppen. Als wir nach einem Wort gesucht haben, das all das thematisch umfasst, fiel dieses Wort. Es hat allen spontan gefallen. Diese Bandbreite des Programms ist möglich, weil wir mit dem Kultursommer Mittelhessen, Sparkasse, VR Bank, der Homberger Bürgerstiftung so wie die Stadt Homberg selbst Förderer und Unterstützer gewinnen konnten. Auf diese Weise gelingt es, die Eintritts- und Workshoppreise niedrig zu halten. Wir sind übrigens für jede weitere Unterstützung dankbar!
Traudi Schlitt: Und wann und wo gibt’s mehr Infos und Tickets?
Astrid Ruppert: Unser Team arbeitet im Moment auf Hochtouren an dem Auftritt im Web. Ich hoffe, dass wir alle Infos bald nach den Osterferien veröffentlichen können und dann auch der Online-Ticketverkauf startet!

Foto: Tobias Gremmel
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