
Realitätsnahe Übung am Sportplatz in Merlau stellt medizinische Versorgung und schonende Bergung in den FokusDRK-Bereitschaft Mücke trainiert Rettung im schwierigen Gelände
MÜCKE (ol). Die DRK-Bereitschaft Mücke hat bei einer Übung die Rettung aus unwegsamem Gelände trainiert. Rund 20 Einsatzkräfte probten die Versorgung und Bergung zweier verletzter Personen aus einem Graben. Neben medizinischen Maßnahmen stand vor allem die sichere und schonende Rettung im Mittelpunkt. Die Übung unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Trainings für komplexe Einsatzlagen.
Die DRK-Bereitschaft Mücke traf sich zu ihrem jüngsten Bereitschaftsabend zu einer realitätsnahen Übung zur Rettung aus unwegsamem Gelände. Fast 20 ehrenamtliche Einsatzkräfte versammelten sich zunächst an ihrer Unterkunft in der Burgstraße. Von dort aus ging es in den Bereich des Sportplatzes in Merlau, wo ein Übungsszenario vorbereitet war, wie es in der Pressemitteilung des DRK heißt.
Angenommen wurde, dass zwei Personen in einen Graben gestürzt waren und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnten. Nach der ersten Lageerkundung übernahm Christoph Schober die Einsatzverantwortung vor Ort. Zunächst stand die medizinische Erstversorgung der beiden „Patienten“ im Mittelpunkt. Parallel dazu wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, um sichere Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte zu schaffen.
Währenddessen bereitete sich das Team des Gerätewagens Sanität unter der Leitung von Gruppenführerin Julia Myska auf die anspruchsvolle Rettung aus dem Gelände vor. Nach der Stabilisierung der Patienten begann die eigentliche Rettung aus dem Graben. Dabei lag der Fokus nicht nur auf der schnellen Rettung, sondern insbesondere auf einem möglichst schonenden Transport der Patienten.
„Gerade bei Einsätzen in schwierigem Gelände ist es entscheidend, die Patientinnen und Patienten behutsam zu retten und gleichzeitig die Sicherheit unserer Einsatzkräfte jederzeit im Blick zu behalten“, erklärte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann, der die Übung verantwortlich begleitete.
Für die Rettung nutzten die Helferinnen und Helfer verschiedene Rettungsmethoden. Eine verletzte Person wurde über eine angrenzende Wiese nach oben gebracht. Der zweite Patient wurde mithilfe einer Schleifkorbtrage aus dem unteren Bereich des Grabens gerettet. Nachdem beide Patienten aus der Gefahrenlage befreit waren, wurden sie fiktiv zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training ist – insbesondere bei komplexen Rettungssituationen im Gelände. Neben der medizinischen Versorgung müssen die Einsatzkräfte dabei auch auf ihre eigene Sicherheit achten, etwa durch ausreichende Ausleuchtung, klare Kommunikation und abgestimmtes Vorgehen im Team.
Die DRK-Bereitschaft Mücke leistet ihre Arbeit vollständig ehrenamtlich. Die Frauen und Männer engagieren sich neben Beruf und Familie, um Menschen in Not zu helfen. Neben Übungen wie dieser sind sie unter anderem im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, im Katastrophenschutz sowie in der Einsatzkommunikation aktiv. Darüber hinaus verfügt die Bereitschaft über eine Drohne, die unter anderem bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt werden kann.
„Das Engagement unserer Ehrenamtlichen ist keine Selbstverständlichkeit. Ihr Einsatz, ihre Fachkenntnis und ihre Bereitschaft zu helfen sind ein großer Gewinn für uns alle“, so Ulf Immo Bovensmann.
Fotos: DRK Mücke
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