
Betriebsbesichtigung zeigt Wandel des Schreinerhandwerks und Bedeutung für den Wirtschaftsstandort AlsfeldSPD Alsfeld besucht Traditionsbetrieb in Schwabenrod: Schreinerei Zinn zwischen Handwerk und Digitalisierung
ALSFELD/SCHWABENROD (ol). Vertreterinnen und Vertreter der SPD Alsfeld informierten sich bei einem Besuch der Schreinerei Zinn in Schwabenrod über die Entwicklung des traditionsreichen Handwerksbetriebs. Im Fokus standen moderne Fertigungstechniken, Digitalisierung und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks. Geschäftsführung und SPD-Fraktion betonten die Verbindung von Innovation und handwerklicher Qualität. Der Austausch unterstrich die Bedeutung regionaler Betriebe für Wirtschaft, Ausbildung und Beschäftigung.
Vertreterinnen und Vertreter der SPD Alsfeld informierten sich kürzlich bei einem Betriebsbesuch der Schreinerei Zinn über die aktuelle Entwicklung des traditionellen Handwerksbetriebs in Schwabenrod. Im Mittelpunkt stand eine neue, moderne Maschine, die Neugestaltung der Werkstatt sowie die fortschreitende Transformation des Schreinerhandwerks in eine computergestützte Arbeitsweise, heißt es in der Pressemitteilung der SPD Alsfeld.

Foto: privat/SPD Alsfeld
Die Schreinerei Zinn GmbH & Co. KG fertigt seit über 50 Jahren hochwertige Fenster, Türen, Wintergärten und schon über 100 Jahre moderne und zeitgenössische Innenausbau-Lösungen – alles 100 % Made in Germany. Der Familienbetrieb kombiniert dabei klassische handwerkliche Kompetenz mit modernen Produktionsverfahren und bietet von der Beratung über die Fertigung bis zur eigenen Montage ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für Kundinnen und Kunden an.
Beim Rundgang durch die neu gestaltete Werkstatt erläuterte Geschäftsführer Sebastian Zinn den Gästen, wie die neue Maschine die Präzision und Effizienz in der Fertigung deutlich erhöht: „Wir investieren bewusst in moderne Technik, um hochwertige Produkte, langlebige Qualität und zugleich attraktiveGestaltungsmöglichkeiten anbieten zu können.“ Ebenso betonte er die Bedeutung der individuellen Fertigung, die vom klassischen Schreinerhandwerk bis hin zu computergestützten Produktionsprozessen reicht. Sein Vater und Mitgeschäftsführer Dieter Zinn blickte auf die langjährige Tradition des Betriebs zurück: „Seit über 100 Jahren stehen wir für langlebige Qualität und umfassenden Service – das verpflichtet uns, sowohl traditionelle Werte zu bewahren als auch Innovationen voranzutreiben.“ Auch Ulrich Zinn, kaufmännisch-technischer Mitarbeiter und Teil der Unternehmerfamilie, unterstrich die Bedeutung der Digitalisierung: „Diecomputergestützte Arbeitsweise eröffnet uns nicht nur neue Möglichkeiten in der Planung und Produktion, sondern ist auch ein Schlüssel, um junge Fachkräfte für unser Handwerk zu begeistern.“

Foto: privat/SPD Alsfeld
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Achim Quehl, gelernter Schreiner, zeigte sich beeindruckt: „Die Schreinerei Zinn ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie traditionelle Handwerksbetriebe den Wandel aktiv gestalten. Investitionen in moderne Technik und gleichzeitig die Bewahrung handwerklicher Qualität sind wichtige Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Alsfeld.“ Im Rahmen des Betriebsbesuchs informierten sich die Mitglieder der SPD Alsfeld über das breite Angebot der Schreinerei Zinn. Das Unternehmen stellt neben klassischen Holzarbeiten wie Möbel, Türen und Treppen auch hochwertige Kunststofffenster, Alu-Fenster sowie individuell geplante Wintergärten her. Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen erhielten die Besucher Einblicke in moderne Fertigungsprozesse, computergestützte Planung und präzise Maschinenarbeit. Gleichzeitig wurde deutlich, dass trotz des hohen Technisierungsgrades das handwerkliche Know-how und die Erfahrung der Mitarbeitenden weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Die Verbindung aus Innovation, Qualität und regionaler Verwurzelung macht den Betrieb zu einem wichtigen Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Handwerks in Alsfeld. Der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Christoph Stüber betonte die Bedeutung des Handwerks für die lokale Wirtschaft: „Solche Betriebe sind tragende Säulen unserer Gemeinde. Es ist wichtig, dass Politik und Gesellschaft die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Handwerk verstehen und unterstützen. Handwerksbetriebe sind auch immer Ausbildungsbetriebe, was für die Jugend, die einen Ausbildungsplatz sucht, interessant ist und für den Schulstandort Alsfeld wichtig.“ Auch SPD- Vorstandsmitglied Tevin Pettis-Steinhauer hob den Innovationsgeist hervor: „Digitale Fertigungsprozesse gehören heute auch zur Zukunft des Handwerks. Es beeindruckt, wie hier moderne Technik und traditionelle Werte zu hervorragenden Ergebnissenführen.“

Foto: privat/SPD Alsfeld
Der Besuch endete mit einem regen Austausch bei Kaffee und Kuchen – organisiert und vorbereitet von Dorit Zinn – über die Herausforderungen des Schreinerhandwerks in Zeiten technologischen Wandels sowie über Wege, diesen Wandel gemeinsam zu gestalten, denn die klassische Hobelbank verschwindet immer mehr aus den Werkstätten. Die SPD Alsfeld kündigte an, den Dialog mit lokalen Betrieben weiter zu intensivieren.
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