
Tabuzone Enddarm - wie Proktologen helfen könnenWenn Schweigen der Gesundheit schadet
LAUTERBACH (ol). Beim „Treffpunkt Gesundheit“ am Krankenhaus Eichhof steht ein oft tabuisiertes medizinisches Thema im Fokus. Leitender Oberarzt Walid Alharithi informiert über das gesamte Spektrum proktologischer Erkrankungen sowie moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten und bietet Raum für Austausch und Fragen. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und für Vorsorge zu sensibilisieren.
„Treffpunkt Gesundheit“ am Krankenhaus Eichhof: im ersten Vortrag des neuen Jahres geht der Leitende Oberarzt Walid Alharithi auf ein Thema ein, das weit mehr ist als nur der Umgang mit vermeintlich lästigen Hämorrhoiden. „Proktologie im Fokus – Moderne Versorgung im Krankenhaus Eichhof“ nimmt das gesamte Spektrum der Enddarmerkrankungen sowie Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und chirurgische Versorgung in den Mittelpunkt der Präsentation. Am Donnerstag, 22. Januar 2026, können sich Interessierte ab 18 Uhr in der Cafeteria im Untergeschoss des Lauterbacher Krankenhauses informieren und sich mit dem Mediziner zum Thema austauschen, heißt es in der Pressemitteilung der Eichhof-Stiftung.
Wenn es um die Gesundheit geht, werden manche Themen lieber verschwiegen. Beschwerden im Anal- und Enddarmbereich gehören dazu – obwohl sie weit verbreitet sind. Genau hier setzt die Proktologie an, ein medizinisches Fachgebiet, das einen essentiellen Bestandteil der Viszeralchirurgie darstellt und sich mit Erkrankungen des Enddarms, des Afters und des Beckenbodens beschäftigt. Proktologinnen und Proktologen behandeln unter anderem Hämorrhoiden, Analfissuren, Abszesse, Fisteln oder Stuhlentleerungsstörungen. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und gutartige wie bösartige Veränderungen im Enddarm fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Viele dieser Erkrankungen sind gut behandelbar, vor allem, wenn sie früh erkannt werden.
„Leider scheuen sich viele Betroffene, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Scham, Unsicherheit oder die Angst vor unangenehmen Untersuchungen führen oft dazu, dass Beschwerden lange ignoriert werden“, betont der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Jochen Wiegand und verweist darauf, dass diese Zurückhaltung unbegründet ist. Untersuchungen am Krankenhaus Eichhof erfolgen professionell, diskret und mit Rücksicht auf die Patientinnen und Patienten. Ein wichtiger Teil der proktologischen Arbeit ist die Aufklärung. Viele Beschwerden entstehen durch Faktoren wie Bewegungsmangel, ballaststoffarme Ernährung oder langes Sitzen. Präventive Maßnahmen – etwa eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung – könnten das Risiko für proktologische Erkrankungen deutlich senken, so der Referent. Moderne Untersuchungsmethoden und schonende Behandlungsverfahren ermöglichen heute eine gezielte Therapie mit kurzen Erholungszeiten. In vielen Fällen könnten Eingriffe ambulant durchgeführt werden.
„Eine wichtige Rolle spielt die Krebsfrüherkennung. Veränderungen im Enddarm können rasch erkannt und fachgerecht behandelt werden, was die Heilungschancen erheblich verbessert“, erklärt der Leitende Oberarzt Alharithi und rät dazu, Warnsignale ernst zu nehmen und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Im Vortrag geht der anerkannte Chirurg intensiv auf die Möglichkeiten moderner Medizin in der Proktologie und das Versorgungsangebot am Krankenhaus Eichhof ein.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erwünscht bis 19. Januar, unter Telefon 06641 82-245, per E-Mail info@eichhof-online.de oder direkt über nachstehenden QR-Code.
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