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Smartsteuer-Steuerreport 2026 macht Tempo und Geduld bei Steuererstattungen sichtbarLange Wartezeiten auch in Alsfeld und Lauterbach: Steuerreport zeigt große Unterschiede bei Finanzämtern

ALSFELD/LAUTERBACH (ol). Der aktuelle smartsteuer-Steuerreport 2026 zeigt deutliche Unterschiede bei der Bearbeitungsdauer von Steuererklärungen in Deutschland. Während Hessen mit dem Finanzamt Schwalm-Eder das schnellste Finanzamt bundesweit stellt, gehört die Verwaltungsstelle Alsfeld-Lauterbach zu den langsameren Behörden. Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Steuererstattungen weiter an. Die Auswertung basiert auf Hunderttausenden digital eingereichten Steuererklärungen aus dem Jahr 2025.

Wie lange Bürgerinnen und Bürger auf ihren Steuerbescheid warten müssen, hängt stark vom zuständigen Finanzamt ab. Das zeigt der smartsteuer-Steuerreport 2026, der auf den im Jahr 2025 digital über smartsteuer eingereichten Steuererklärungen basiert. Besonders groß sind die Unterschiede in Hessen, wo sich sowohl das bundesweit schnellste als auch eines der langsamsten Finanzämter befinden, wie es in der Pressemitteilung von smartsteuer heißt.

Spitzenreiter ist das Finanzamt Schwalm-Eder mit der Verwaltungsstelle Schwalmstadt. Dort werden Steuererklärungen im Durchschnitt in rund 22 Tagen bearbeitet. Damit ist es das schnellste Finanzamt in ganz Deutschland. Deutlich mehr Geduld ist hingegen in anderen Teilen des Landes erforderlich. So liegt die Bearbeitungszeit im Finanzamt Korbach-Frankenberg bei durchschnittlich 119 Tagen.

Auch für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler aus der Region Alsfeld und Lauterbach liefert der Bericht relevante Zahlen. Die Verwaltungsstelle Alsfeld-Lauterbach gehört mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 86 Tagen zu den langsameren Finanzämtern im bundesweiten Vergleich. Damit müssen Betroffene hier fast drei Monate auf ihren Steuerbescheid warten.

Neben den Bearbeitungszeiten beleuchtet der Report auch die Höhe der Steuererstattungen. Bundesweit erhielten Steuerpflichtige im Jahr 2025 im Durchschnitt 1.432 Euro zurück. Das entspricht einem Anstieg von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hessen liegt im Ländervergleich sogar über dem Bundesdurchschnitt: Hier betrug die durchschnittliche Rückerstattung 1.566 Euro und damit die zweithöchste Summe aller Bundesländer.

Als Gründe für die steigenden Erstattungen nennt Steueranwalt und smartsteuer-CEO Stefan Heine unter anderem höhere Werbungskosten, etwa durch Fahrtkosten oder die Homeoffice-Pauschale, sowie gestiegene Einkommen. Hinzu kämen persönliche Veränderungen wie Heirat oder ein Steuerklassenwechsel. Zudem werde die monatliche Lohnsteuer häufig eher vorsichtig berechnet, sodass viele Abzüge erst mit der Steuererklärung wirksam würden.

Die Auswertung zeigt außerdem, dass der Zeitpunkt der Abgabe eine Rolle spielt. Wer seine Steuererklärung früh im Jahr einreicht, profitiert in der Regel von kürzeren Bearbeitungszeiten. Im März lag die bundesweite durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei 43 Tagen, während sie im August auf rund 80 Tage anstieg.

Der smartsteuer-Steuerreport macht damit deutlich, dass sich sowohl die Dauer bis zum Steuerbescheid als auch die Höhe der Erstattung erheblich unterscheiden können – und dass auch Bürgerinnen und Bürger in Alsfeld und Lauterbach davon unmittelbar betroffen sind.

Über smartsteuer

smartsteuer (https://www.smartsteuer.de/online/) hat seinen Nutzer:innen schon zu mehr als 1,8 Milliarden Euro an Steuererstattungen verholfen. Das Geheimnis der Online-Steuererklärung: Das Tool führt schrittweise durch die Erklärung und ist durch alle Lebenssituationen hindurch nutzbar. Das Unternehmen aus Hannover ist seit 2010 am Markt; Stefan Heine ist CEO von smartsteuer und gelernter Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht.

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