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Verschiedene Techniken wurden auf dem Zettelteich in der Merlauer Feldgemarkung eingeübtJugendfeuerwehr Nieder-Ohmen trainierte Eisrettung

NIEDER-OHMEN (ol). Die Eisrettung wurde am Freitagnachmittag von der Jugendfeuerwehr in Nieder-Ohmen geübt. Die dreizehn Mädchen und Jungen lernten auf dem Zettelteich in der Merlauer Feldgemarkung verschiedene Techniken, um ins Eis eingebrochene Menschen zu retten.

Sowohl mit einem Rettungsbrett, als auch mit einer Steckleiter übte der Feuerwehrnachwuchs die verschiedenen Rettungstechniken. „Die Jugendlichen haben festgestellt, dass es gar nicht so leicht ist, sich auf dem Eis fort zu bewegen“, so Übungsinitiator Johannes Kaus. Er sowie das vierköpfige Betreuerteam um Jugendfeuerwehrwartin Carina Reitz hatten die Ausbildung spontan anberaumt, da die mehrwöchigen Temperaturen unter dem Nullpunkt erst jetzt ein sicheres Betreten des Sees zuließen. Großen Wert legte das Team auf die Sicherheit der jungen Brandschützer, wie im Rettungsfall wurden Eigensicherungen über Leinen durchgeführt.

Nur mit entsprechender Eigensicherung ging es bei der Übung auf die Eisfläche.

Zu einem möglichen Eisunfall erklärten die Ausbilder: „Im Ernstfall zählt bei dem Einsatzstichwort Eisrettung jede Sekunde für die Feuerwehr, da sich die Person im Wasser durch Unterkühlung in Lebensgefahr befindet.“ Laut ihren Angaben sollten sich Augenzeugen eines Eisunfalls nicht selbst in Gefahr bringen. „Wenn man eine im Eis eingebrochene Person sieht, niemals selbst auf das Eis begeben“, so die Feuerwehrleute. Vielmehr sollte Ruhe bewahrt, ein Notruf über die „112“ abgesetzt und weitere Personen zum Verlassen der Eisfläche aufgefordert werden.

Die Jugendfeuerwehr in Nieder-Ohmen trifft sich jeden Freitag von 16.30 bis 18 Uhr an der örtlichen Feuerwache, mitmachen können Mädchen und Jungen ab zehn Jahren.